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Kommunalwahl

TAuch die Linke verzichtet: Kein Gegenkandidat für Landrat Kai Seefried

Kai Seefried (CDU) ist seit 2021 Landrat. Vieles spricht dafür, dass er es nach der Kommunalwahl am 13. September bleibt.

Kai Seefried (CDU) ist seit 2021 Landrat. Vieles spricht dafür, dass er es nach der Kommunalwahl am 13. September bleibt. Foto: Christian Schmidt

Steht Amtsinhaber Kai Seefried (CDU) vor einer sicheren zweiten Amtszeit? Der Landrat selbst reagiert noch zurückhaltend auf die konkurrenzlose Situation.

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Von Karsten Wisser
Donnerstag, 28.05.2026, 08:30 Uhr

Landkreis. Die Linkspartei hat als letzte im Kreistag des Landkreises Stade vertretene Partei auf einen Kandidaten für die Landratswahl am 13. September 2026 verzichtet. Seit der Einführung der Direktwahl 1999 gab es im Landkreis Stade noch nie nur einen Kandidaten bei einer Landratswahl.

Damit ist eine zweite, diesmal achtjährige Amtszeit für den Landrat Kai Seefried (CDU) sehr wahrscheinlich. Weitere Vorschläge für die Direktwahl sind jedoch bis zum 6. Juli 2026, 18 Uhr, möglich.

Kein Landratskandidat der Linkspartei

Die Linken stellten am Pfingstwochenende ihre Kandidaten für die Wahlen zum Kreistag und die meisten Stadt- und Gemeinderäte, mit Ausnahme der Stadt Stade, auf. Bei der Aufstellungsversammlung in Buxtehude fand sich jedoch kein Bewerber für das Landratsamt, wie der Kreisvorsitzende Clemens Ultsch mitteilte. Ultsch tritt als Bürgermeisterkandidat in Buxtehude an.

Zwischenzeitlich brachte die Partei den Namen des Nordkehdingers Dean Höft ins Spiel. Höft tritt nun als Spitzenkandidat für den Kreistagswahlbereich 1 (Gemeinde Drochtersen, Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten und Samtgemeinde Nordkehdingen) an.

SPD und Grünen verzichten frühzeitig

Die SPD verzichtete im August 2025 auf einen Bewerber, obwohl Björn Protze als potenzieller Kandidat zur Verfügung stand. Protze, SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzender, erzielte 2021 mit circa 44 Prozent das beste SPD-Ergebnis bei direkten Landratswahlen im Kreis Stade. Die SPD-Unterbezirksvorsitzende Claudia Lange begründete die Entscheidung damit, dass die Kreisverwaltung unter Landrat Kai Seefried viele Themen anpacke und in der Zusammenarbeit mit der SPD-Kreistagsfraktion einen kooperativen Stil pflege. Auch die Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden verlaufe konstruktiv und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger, so Lange.

Grüne konzentrieren sich auf den Kreistag

Die Grünen verzichteten im November 2025 ebenfalls auf einen Kandidaten. „Nach sorgfältiger Prüfung aller Optionen haben wir uns bewusst dafür entschieden, unsere Ressourcen und unsere politische Energie auf die Aufstellung starker, lokal verankerter Kandidatinnen und Kandidaten für den Kreistag und die kommunalen Gremien zu konzentrieren“, erklärte Joachim Fuchs, Sprecher des Kreisverbandes, beim Verzicht.

Die AfD wollte einen eigenen Bewerber aufstellen, konnte jedoch keinen finden. „Ausschließen kann man nichts, aber stand heute haben wir keinen Kandidaten“, sagt AfD-Kreissprecher Helmut Wiegers. Er glaube nicht, dass sich das noch ändern werde. Die Freie Wählergemeinschaft und die FDP unterstützen den CDU-Landrat bei der Kommunalwahl.

Keine vorzeitigen Glückwünsche

Amtsinhaber Kai Seefried reagierte zurückhaltend auf die Nachricht, dass es bisher keinen Gegenkandidaten gibt. Er betonte, dass die Frist noch nicht abgelaufen sei und die Wählerinnen und Wähler das letzte Wort hätten. „Für Glückwünsche ist es noch viel zu früh. Ich bin aber trotzdem sehr dankbar für das starke Signal“, sagte Seefried dem TAGEBLATT.

„Wir haben in einer schwierigen Zeit im Kreistag fast alle wichtigen Entscheidungen mit großer Mehrheit und häufig einstimmig getroffen“, fügte er hinzu. Seefried betonte, dass er stets die konstruktive Zusammenarbeit mit den Fraktionen gesucht und diese frühzeitig in Entscheidungsprozesse eingebunden habe.

Selbst ohne Gegenkandidat will Kai Seefried Wahlkampf machen. „Es wird eine Demokratiewahl. Es geht darum, für die Kommunalwahl zu mobilisieren und für eine möglichst hohe Wahlbeteiligung zu sorgen“, so Seefried.

Landrat Kai Seefried (CDU) bewirbt sich bei der Kommunalwahl 2026 für eine zweite Amtszeit.

Landrat Kai Seefried (CDU) bewirbt sich bei der Kommunalwahl 2026 für eine zweite Amtszeit. Foto: Landkreis Stade/Nina Dede

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