TAufsteiger BSV vor nächster Mission - Von Verjüngungskur bis Sponsoring
Fotoshooting beim Aufstieg. Jeremy Faruke (links) soll beim Umbruch helfen: Mit seiner Erfahrung und seiner Qualität als Fußballer. Foto: Berlin
Der Buxtehuder SV hat den finalen Schritt zur Kreisligameisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt gemacht. So geht das Team die nächste Herausforderung an.
Buxtehude. Auf dem Platz gibt es kein Halten mehr. Bierduschen werden verpasst, eine Replik der Bundesligameisterschale geht durch die Hände der BSV-Spieler und gelbe Meistershirts spiegeln den Erfolg im gut besuchten Jahnstadion.
Mit einem dominanten 5:0-Erfolg gegen Süderelbe III krönte sich die Mannschaft am vergangenen Samstag zum Kreisligameister und sicherte sich das Ticket für die Bezirksliga. Während auf dem Platz gefeiert wurde, sind hinter den Kulissen längst die Planungen für die kommende Saison angelaufen.
Zwischen Aufstiegseuphorie und Bezirksliga-Planung
Der Aufstieg ist ein nächster großer Schritt für den Stadtverein, der 2019/20 keinen Herrenfußball mehr hatte und danach in der untersten Kreisklasse neu beginnen musste. Das nächste Ziel ist klar definiert: „Wir wollen den Klassenerhalt schaffen“, sagt Teammanager Daniel Schröder, der 2014 noch zu den Oberliga-Aufstiegshelden zählte.

Teammanageer und Trainer: Daniel Schröder hilft beim Training und bei der Kaderplanung. Foto: Berlin
Im Winter holte das jetzige Trainerduo, Salim Aichaoui und Hasan Ramazanoglu, ihren ehemaligen Mitspieler ins BSV-Team. Schröder soll neue Impulse setzen. Mit Blick auf die Personalplanung hat Schröder eine klare Antwort: „Komplette, radikale Verjüngung. Wir glauben, mit jungen Spielern können wir gut arbeiten. Sie haben Bock, was mitzunehmen, zu lernen und darauf setzen wir nächste Saison“.
Die Notwendigkeit zeigt auch der Blick auf den Kader. Mit Ahmed Mhamdi und Herman Mulweme werden zwei entscheidende Spieler verabschiedet. Der BSV hat schon mehrere Neuzugänge. Der 24-jährige Toptorjäger der Kreisliga beispielsweise, Fynn Mika Carstens aus Altenwerder, trainiert schon aktiv beim BSV mit. Trotz der geplanten Verjüngungskur will Schröder auch die Erfahrung im Team behalten.
Der Kapitän bleibt an Bord und soll Umbruch mitgestalten
Der 37-jährige Kapitän Jeremy Faruke nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Faruke verkörpert auf dem Platz das, was einer jungen Mannschaft Orientierung geben kann. Mit der 5 auf dem Rücken, den Stutzen bis knapp unter die Knie gezogen und neongelber Binde, ordnet Faruke selbstbewusst und ruhig das Spielgeschehen. Der ehemalige Oberliga-Verteidiger fällt durch seine Ausstrahlung auf, kommuniziert mit Mitspielern und dirigiert sie.
„Ich könnte auch aufhören zu spielen, aber wenn ich helfen kann, dann mache ich das“, sagt Faruke. Der Buxtehuder ist sich im Klaren, dass die kommende Saison in der Bezirksliga ihn fordern wird, dennoch fühlt er sich fit und bereit. Seiner Rolle als Kapitän ist er sich bewusst – inklusive der Bereitschaft, sich für Veränderungen im Kader auch unterzuordnen. „Ich habe kein Problem, einem jüngeren Spieler, der wichtig für die Zukunft der Mannschaft sein kann, den Platz zu geben und von außen zu unterstützen.“
Faruke hilft selbst bei der Kaderplanung mit. Er kontaktiert ehemalige Mitspieler, die sich nach der damaligen Auflösung neu orientiert hatten. Der BSV arbeitet daran, sich über die kommende Spielzeit hinaus verbessert aufzustellen.
Familiäres Umfeld und starke Partnerschaften
Daniel Schröder sagt, dass junge Spieler nicht durch Zahlungen gelockt werden – dies sei erst ab der Landesliga üblich. Vielmehr überzeuge man neue Spieler durch das Umfeld. „Wir sind eine große Familie“, betont Schröder.
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Auch der Auftritt in den sozialen Medien spiele eine entscheidende Rolle bei Verpflichtungen. Am Anfang der Saison konnte der BSV die Marke des gebürtigen Buxtehuders und Influencers MontanaBlack, „GÖNRGY“, als Trikotsponsor gewinnen. Diese Kooperation führte zu einer hohen Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken. Auch mit der regionalen Nahrungsergänzungsmittel-Firma „Buxtrade“ besteht eine Partnerschaft. Der Plan sei, beide Kooperationen fortzusetzen.
Mit dem Aufstieg beginnt in Buxtehude ein neues Kapitel. Reicht der Fokus auf junge Spieler in Kombination mit der bereits vorhandenen Erfahrung, um in der Bezirksliga zu bestehen? Die BSV-Verantwortlichen sind guter Dinge.
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