TAutoschau und verkaufsoffener Sonntag locken Besucher nach Buxtehude
In der langen Straße herrschte reger Betrieb zwischen offenen Geschäften und Ausstellungsfahrzeugen. Foto: Weil
Oldtimer und E-Fahrzeuge begeistern Besucher bei Autoschau in Buxtehude: Vom klassischen Verbrenner bis zur E-Mobilität ist alles vertreten.
Buxtehude. Shoppen, schlemmen und Autos bestaunen konnten die Gäste am Sonntagnachmittag in der Buxtehuder Altstadt. Erstmals lud der Altstadtverein zeitgleich zur Autoschau und zum verkaufsoffenen Sonntag.
In Kombination mit bestem Frühsommerwetter lockten geöffnete Geschäfte, Leckereien sowie Autos verschiedener Anbieter viele Besucherinnen und Besucher an. Vom klassischen Verbrenner bis zum vollelektrischen Antrieb konnten Interessierte alle automobilen Varianten erkunden.
Andy Damnig möchte bald ein neues Auto anschaffen und nutzte die Gelegenheit, unterschiedliche Marken und Modelle zu begutachten. Beim Probesitzen im Fahrzeug erklärte er: „Ich finde gut, dass beides zusammen stattfindet. So erhält vielleicht auch das Thema E-Mobilität mehr Aufmerksamkeit.“
Kosten für Diesel und Benzin verstärken Nachfrage
Während sich im Hintergrund einige Interessierte über verschiedene Werbegeschenke freuten, schilderte Verkäufer Thorsten Elmers seine Beobachtungen in Sachen E-Autos. Er erlebe ein großes Interesse, auch bei Gewerbekunden, die zwar keine Prämie kassieren aber hohe Abschreibungen von der Steuer nutzen können.
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Ob die neue Förderprämie der Bundesregierung tatsächlich die Nachfrage steigere, bleibe abzuwarten. Um einen klaren Trend zu erkennen, sei die Maßnahme noch zu neu. Auf jeden Fall haben die in der letzten Zeit massiv gestiegenen Kosten für Diesel und Benzin die Nachfrage verstärkt. Diese Einschätzung teilte Verkäufer Erik Langenbruch. Er kritisierte aber die Kaufprämie.
Prämien-Nachteil für Dienstwagen-Nutzer
„Die Förderhöhe richtet sich nach dem zu versteuernden Bruttoeinkommen. Haushalte, in denen eine Person einen hochwertigen Firmenwagen fährt, sind dadurch im Nachteil. Der Privatwagen wird dann oft nicht gefördert, obwohl den Betroffenen netto nicht mehr Geld zur Verfügung steht als anderen, die Förderung erhalten“, begründete der Verkäufer seine Kritik.

Der Buxtehuder Andy Damnig nutzte die Veranstaltung, um sich für einen geplanten Autokauf zu informieren. Foto: Weil
Er zeigte sich im Außenbereich des einzigen dauerhaft in der Innenstadt ansässigen Autohändlers auch nicht zufrieden mit der Zusammenlegung von Autoschau und verkaufsoffenem Sonntag. Die Menschen seien nicht ernsthaft interessiert an den Fahrzeugen. Eine echte Beratung sei in diesem Umfeld nicht möglich. Auch konkurrierten die Aussteller mit den Einzelhändlern um den begrenzten Platz in der Fußgängerzone.
Heinrich Fiege, vom Altstadtverein eingesetzter Marktmeister, erlebte in dieser Hinsicht keine ernsthaften Probleme. Ihn ärgerten vielmehr die Autos, die trotz fristgerechter Ankündigung am Sonntagmorgen noch in den abgesperrten Bereichen parkten.
Eine echte Bereicherung für die Autoschau
„Die lassen wir abschleppen und das wird teuer“, machte er klar. Insgesamt zeigten er und Uli Wiegel, Vorsitzender des Altstadtvereins, sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. „Der verkaufsoffene Sonntag ist eine echte Bereicherung für die Autoschau. Das ist ein Nachmittag für die ganze Familie“, so Wiegel.
Nach seiner Einschätzung profitierten alle von der Veranstaltung, Autohändler ebenso wie der Einzelhandel und die sehr gut besuchte Gastronomie. „Ich habe keinen Platz mehr bekommen für einen Kaffee und ein Stück Torte!“, beklagte er augenzwinkernd.

Edda Schmidt (7) und ihr Vater René ließen die kleinen Autos flitzen. Foto: Weil
Für Hale und René Schmidt mit Tochter Edda waren die Autos kein besonderer Anziehungspunkt auf ihrem Stadtbummel. Allerdings lockte das Autorennspiel die Siebenjährige dann doch an einen Stand. Während Vater und Tochter die kleinen Flitzer über die Strecke jagten, kritisierte Mutter Hale, dass Autos so in den Blickpunkt gerückt wurden.
Wo bleibt die Umwelt bei der Autoschau?
Eine umweltbewusstere Themensetzung für den verkaufsoffenen Sonntag hätte ihr besser gefallen. Am gleichen Stand berichtete Verkäufer Alexander Leonov von großem Interesse der Kundschaft an E-Fahrzeugen. Ein knallgelber vollelektrischer Kleinwagen fungierte als wirkungsvoller Blickfang am Stand.
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Ebenfalls echte Hingucker waren die Oldtimer, die auf Einladung des Classic Club Niederelbe nach Buxtehude gekommen waren. Rund 150 historische Fahrzeuge aus der ganzen Elbe-Weser-Region präsentierten sich zweimal während der Veranstaltung auf einem Rundkurs durch die Stadt.
Für Fans: Oldtimer-Zieleinfahrt am Rathaus
Bei der Zieleinfahrt am Rathaus wurden die Autos fachkundig dem Publikum vorgestellt und die Fahrer von den Zuschauern begrüßt. Am ZOB versammelten sich die Oldtimer und ihre Fans konnten staunen, fachsimpeln und Fotos machen. Claus Bredehöft vom Classic Club Niederelbe freute sich über das große Interesse aus der Szene an der Veranstaltung.
„Innerhalb von sechs Stunden hatten wir über hundert Anmeldungen“, erzählte er. Das Thema E-Mobilität spielte hier keine Rolle. Das wird auch bei der Oldtimerrallye im Juli nicht anders werden. Den nächsten verkaufsoffenen Sonntag plant der Altstadtverein für den 27. September.
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