TBahnhofstraße in Buxtehude wird Einbahnstraße für Autos bei Tempo 20
Alle Autos die aus Richtung Stadthaus und Poststraße kommen, dürfen hier demnächst nicht mehr unterwegs sein. Die Bahnhofstraße wird Einbahnstraße. Foto: Wisser
Die Bahnhofstraße in Buxtehude wird für einen Verkehrsversuch umgestaltet: Einbahnstraße für Autos, mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger, Tempo 20.
Buxtehude. Die Bahnhofstraße in Buxtehude soll fahrrad- und fußgängerfreundlicher werden. Alle Geschäfte, Dienstleistungen, Wohnungen und Arbeitsplätze bleiben mit dem Auto erreichbar, und der Bus fährt weiterhin uneingeschränkt durch die Bahnhofstraße. Seit einem Jahrzehnt diskutiert die Stadt, wie sie die Verkehrssicherheit und die Aufenthaltsqualität verbessern kann. Jetzt folgt die Umsetzung. Ein Ziel: mehr Platz für Außengastronomie.
Ab dem 22. August 2026 startet ein Verkehrsversuch. Ein Jahr lang gestaltet die Stadt die Bahnhofstraße um und wertet die Ergebnisse laufend aus. Autos dürfen dann nicht mehr von der Poststraße in die Bahnhofstraße einfahren. Wer aus Richtung Bahnhof kommt, erreicht aber weiterhin alle Einrichtungen mit dem Auto.
Zwang: E-Scooter und Radfahrer auf die Fahrbahn
Die Bahnhofstraße wird zur Einbahnstraße für Autos, bleibt aber für Radfahrer, E-Scooter und Busse in beide Richtungen offen. Die Höchstgeschwindigkeit sinkt auf Tempo 20.
Radfahrer und E-Scooter nutzen künftig die Fahrbahn, Markierungen machen das deutlich. Die alten Radwege entfallen. Für die ersten Markierungsarbeiten sperrt die Stadt die Straße am Sonntag, 12. Juli, einen Tag lang komplett.
Bauliche Veränderungen bleiben gering. Die Stadt setzt vor allem auf die neuen Markierungen und Verkehrsschilder. Eine vollständige Umgestaltung wäre zu aufwendig und teuer. Der Verkehrsversuch kostet 220.000 Euro.
Breite Trennstreifen für parkenden Autos
Radfahrer bewegen sich künftig gleichberechtigt auf der Fahrbahn mit Bussen und Pkw. Die Verwaltung erwartet mehr Sicherheit, weil durch die Einbahnstraßenregelung weniger Autos unterwegs sind. Breite Trennstreifen zu parkenden Autos sollen Unfälle durch plötzlich geöffnete Türen verhindern. Fußgänger gewinnen auf den Bürgersteigen mehr Platz und müssen nicht mehr auf Radfahrer achten.
Die Stadt hofft, dass weniger Durchgangsverkehr den verbleibenden Autoverkehr flüssiger macht. Das Parken am Straßenrand bleibt möglich. Die westseitigen Parkplätze stehen weiterhin zur Verfügung, ihre Zahl bleibt gleich.
Mehr Aufenthaltsqualität und Sicherheit sollen die Bahnhofstraße für Anwohner und Geschäfte attraktiver machen. Weniger Verkehr und zufriedene Verkehrsteilnehmer schaffen ein entspanntes Einkaufserlebnis. Außengastronomie und Anwohner profitieren von weniger Lärm und weniger Konflikten zwischen Rad- und Fußverkehr.
Der Versuch soll ergebnisoffen sein
Vor und während des Versuchs zählt die Stadt den Verkehr – in der Bahnhofstraße, der parallel verlaufenden Brüningstraße und an weiteren Stellen. Der Verkehrsversuch bleibt ergebnisoffen. Wie es weitergeht, entscheiden die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung und der Verkehrszählungen.
Unter bahnhofstrasse@stadt.buxtehude.de können über den gesamten Zeitraum Fragen, Anregungen oder Beobachtungen an die Verwaltung übermittelt werden.
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