TBaugebiet Besenriede: Gemeinde Himmelpforten sichert Vorkaufsrecht
Die Villa von Issendorff kann wie die Eulsetehalle gemietet werden. Foto: Klempow
Die Gemeinde Himmelpforten will weiter wachsen. So soll sich das Baugebiet Besenriede nach Süden erweitern. Der Rat hat dafür nun eine wichtige Entscheidung getroffen.
Himmelpforten. Der Rat hat einstimmig ein Vorkaufsrecht für die Gemeinde Himmelpforten beschlossen. Drei Ratsherren - Ludwig Oellerich, Patrik Mittelstädt und Walter Kühlke (alle CDU) - hatten wegen eines möglichen Interessenkonfliktes an der Abstimmung nicht teilgenommen. Ihr Fraktionskollege Frank Wassermann betonte, dass die Gemeinde durch das Vorkaufsrecht keine Nachteile habe.
Nach Paragraf 25 (Abs. 1 Satz 1 Nr. 2) des Baugesetzbuches besteht für Gemeinden „zur Sicherung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung“ die Möglichkeit, eine solche Satzung über ein besonderes Vorkaufsrecht zu erlassen. Damit wird verhindert, dass Privatpersonen an Privatpersonen verkaufen. Der Beschluss gilt nur für den Bereich „Auf dem Besenriede“.
Auf Antrag der Gemeinde Himmelpforten hat der Rat der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten im September 2025 mit der notwendigen Änderung des Flächennutzungsplanes begonnen. Das Bau- und Planungsamt bereitet den Bebauungsplan Nr. 47 „Auf dem Besenriede“ vor. Ziel ist die Entwicklung weiterer Wohnbauflächen südlich der vorhandenen Baugebiete Besenriede.
Haushaltsplan mit 150.000 Euro Defizit
Auch der Haushaltsplan für dieses Jahr wurde einstimmig beschlossen. Wie berichtet, schließt er mit einem überschaubaren Defizit von 150.000 Euro ab. Frank Wassermann sieht Potenzial zur Ertragssteigerung bei der Anmietung der Eulsetehalle und der Villa von Issendorff. Er forderte, das Baugebiet Ramels weiter voranzubringen sowie die Grundstücke am Kreisel und im Gewerbegebiet zu verkaufen und mahnte: „Die Sanierung der B73 wird uns viel Geld kosten“.
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Lothar Wille (SPD) hielt mit Errungenschaften dagegen, etwa mit den drei gut ausgestatteten Kindertagesstätten, dem Schulmuseum und auch der Villa. „Wir können in unserer Gemeinde ein gutes Leben führen“, sagte er, „das sollten wir weiter unterstützen.“
Was die Himmelpfortener außerdem bewegt
Dass Himmelpforten attraktiv für Zuzügler ist, zeigt auch die Tatsache, dass der Hochzeitswald demnächst ausreichend bestückt ist: Für den nächsten Pflanztermin am 18. April haben sich 20 Brautpaare angemeldet, berichtete Bürgermeister Bernd Reimers. Nun muss eine neue Fläche gefunden werden. Erfreulich sei auch, dass das Bauprojekt im Forth demnächst Baubeginn hat. Die Hälfte der Wohnungen sei verkauft.
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In der Poststraße mussten auf Höhe der Friedhofskapelle Bäume einer neuen Bushaltestelle weichen. Und mit Hilfe von Kameras sollen Vandalismusschäden bei der Tennishalle, am Blockhaus beim Sportplatz, an der Friedhofskapelle und auf dem Kindergartengelände aufgeklärt und geahndet werden.
Beschlüsse aus dem Verwaltungsausschuss
Aus dem nicht öffentlichen Verwaltungsausschuss berichtete der Bürgermeister unter anderem, dass mit Geldern des Landkreises im Bereich Ramels/K68 eine Querungshilfe für Schüler errichtet werden soll. Der ehemalige Spielplatz im Löher Feld ist jetzt Bauplatz und steht mit 555 Quadratmetern zum Verkauf. Als Mindestgebot sind 200 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Die Initiative „Kultur in der Kirche“ wird mit einem Zuschuss von 2500 Euro unterstützt und ist nun mit der Förderung des Kulturkreises gleichgestellt. Der Christkindmarkt wird weiterleben, und die Marktgebühren für Händler werden in den nächsten drei Jahren von 70 Prozent auf 100 Prozent angeglichen.
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