TBegehrte Kicker: Die Badur-Brüder verlassen A/O im Doppelpack
Enes (links) und Eren Badur wollen den nächsten Schritt in ihrer Laufbahn als Fußballer machen. Foto: Sven Lauks (nomo)
Dieses Brüderpaar dürfte bei einigen Fußballvereinen auf dem Zettel stehen. Zusammen erzielten sie für A/O in dieser Saison bislang 24 Tore. Jetzt steht ein Wechsel an.
Drochtersen. Die SV Drochtersen/Assel hat sich ab Sommer 2026 die Dienste von Enes (20) und Eren (21) Badur gesichert. Die Offensivspieler stehen derzeit noch in der Landesliga bei der SV Ahlerstedt/Ottendorf unter Vertrag. Dort kicken sie erfolgreich. In Drochtersen rutschen sie im Sommer zunächst in den Kader der zweiten Mannschaft, die aktuell die Landesliga anführt.
Geschwister mit starken Statistiken
„Mit den beiden sichern wir uns zwei Offensivspieler, die den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung gehen wollen“, sagt D/A-Sportdirektor Sören Behrmann. Sportlich, so D/A, „bringen die beiden ihre Qualität eindrucksvoll auf den Platz“. Das belegt die Statistik.
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Eren Badur hat für A/O 14 Tore in 15 Spielen erzielt und 3 Tore vorbereitet. Enes steht bei 10 Treffern in 13 Spielen trotz einer längeren Pause aufgrund eines Nasenbeinbruchs.
Der Wechsel der Badur-Brüder nach Drochtersen könnte im weiteren Verlauf der Saison für ein wenig Brisanz sorgen. Schließlich kicken sie bis Anfang Juni noch für A/O - einen der ärgsten Verfolger von D/A II im Kampf um den Aufstieg in die Oberliga. Die beiden Torjäger hoffen, dass D/A II den Sprung in die fünfte Liga schafft. Aber schenken werden sie ihrem künftigen Verein nichts, wenn sie das Ahlerstedter Trikot anhaben.
Im A/O-Trikot gegen künftigen Verein
„Wir können D/A II noch nerven. Ich ziehe bis zum Ende der Saison durch“, sagt Eren Badur. Ob er sich in einem Dilemma befindet, wenn A/O Ende April im Liga-Rückspiel auf Drochtersen trifft? „Ich werde nicht weniger geben“, sagt Enes Badur.
Enes Badur ist mit 20 eineinhalb Jahre jünger als sein Bruder Eren. Er lernte das Fußballspielen in der Talentschmiede des JFV A/O/B/H/H, bevor er zur zweiten Mannschaft des Heeslinger SC und 2024 schließlich zur SV A/O wechselte. Heute verdient er sich als Teilzeitkraft im Einzelhandel noch ein bisschen Geld dazu. Ab Herbst könnte er Sportwissenschaften studieren. Er hat auch den Test für die Polizeischule bestanden. „Möglichkeiten gibt es viele“, sagt Enes Badur.
Enes fühlt sich als schneller Spieler vor allem auf den Außenpositionen und im Sturmzentrum wohl. D/A steht schon seit längerer Zeit mit dem jüngeren Bruder in Kontakt. Er wollte sich zunächst in der Landesliga bei A/O weiterentwickeln. Jetzt geht Enes Badur den nächsten Schritt: „In Drochtersen habe ich beste Möglichkeiten und Perspektiven“, sagt er.
Seit Jahren ein eingespieltes Team
Eren Badur, der in der Jugend den gleichen Weg gegangen ist und bereits beim Heeslinger SC in der Oberliga Erfahrungen sammelte, peilt wie sein Bruder auf Sicht den Sprung in die erste Mannschaft der SV Drochtersen/Assel an. Die spielt derzeit in der Regionalliga um den Aufstieg in Liga 3. Überhaupt sind die Geschwister ein eingespieltes Team. „Da ist eine gute Chemie. Wir ergänzen uns“, sagt Eren Badur, der sich vorstellen kann, beim Zoll eine Ausbildung zu beginnen. Die Brüder leben gemeinsam mit ihren Eltern in Zeven.
Eren Badur sieht aber auch Unterschiede. Er spiele gern auf der 10, im kreativen Mittelfeld. Er habe die Technik. Sein Bruder sei der Spieler „mit dem Körper“.
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