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TBester D/A-Torschütze aussortiert? Hyseni trifft es völlig unerwartet

Dieses Bild entstand nach der Pokalniederlage gegen den SSV Jeddeloh. Es könnte das letzte Spiel für Haris Hyseni für die erste Mannschaft der SV D/A gewesen sein.

Dieses Bild entstand nach der Pokalniederlage gegen den SSV Jeddeloh. Es könnte das letzte Spiel für Haris Hyseni für die erste Mannschaft der SV D/A gewesen sein. Foto: Jörg Struwe (nomo)

D/A bereitet sich auf die Regionalligasaison vor. Der Kader wird in der Breite verstärkt. Doch ein Torjäger fehlt. Die Personalie Haris Hyseni ist verwirrend.

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Von Daniel Berlin
21.07.2026, 05:50 Uhr

Drochtersen. Die erste Mannschaft der SV Drochtersen/Assel verlässt den Sportplatz in Assel. Die Fußballer befinden sich im Trainingslager und bereiten sich gezielt auf die Regionalligasaison vor. Sie setzen sich in ihre Autos und fahren zum Abendessen ins Hotel auf die Insel Krautsand. An dem Abend trainiert auch die zweite D/A-Vertretung. Mit dabei, und das ziemlich überraschend, ist Haris Hyseni.

Der heute 33-jährige Stürmer hatte in der vergangenen Saison 14 Regionalligatore für D/A geschossen und war damit der erfolgreichste Torjäger im Team. Zur Wahrheit gehört auch, dass Hyseni vornehmlich vom Elfmeterpunkt traf. Jetzt schiebt die Vereinsführung den Offensivmann offensichtlich in die zweite Mannschaft - zum Oberligaaufsteiger.

Vertrag gerade erst um zwei Jahre verlängert

Die Hintergründe sind verwirrend. D/A um Sportdirektor Sören Behrmann hatte den Vertrag mit Haris Hyseni kurz vor Ende der vergangenen Saison erst um zwei weitere Jahre verlängert. „Jetzt haben wir uns entschieden, Haris abzugeben“, sagt Behrmann. Zunächst in die zweite Mannschaft. Was Hysenis Zukunft angeht, erklärt der Sportdirektor: „Wir befinden uns in Gesprächen.“

Offensichtlich bemüht sich der Verein um eine Vertragsauflösung. Ein erfahrener Spieler wie Haris Hyseni ist nicht ganz billig. Der Angreifer kickte vor seinem Wechsel nach Drochtersen vor zwei Jahren in verschiedenen Regionalligen und in der 3. Liga auf hohem Niveau. Und in diesem Sommer verpflichtete D/A neun neue Spieler, darunter viele Offensivkräfte. Der Kader ist um 25 Prozent teurer geworden. Ist da kein Platz mehr für Hyseni?

Nach dem verlorenen Pokalfinale in Barsinghausen gegen Jeddeloh, also nach der Vertragsverlängerung mit Hyseni, „haben wir jeden Stein umgedreht“, sagt Sören Behrmann. Der Verein setze auf „frisches Blut“. Behrmann räumt ein, dass es auch mit der Qualität der Neuzugänge zu tun habe, dass D/A doch nicht mehr mit Hyseni plant. Er räumt zudem ein, dass das Thema nicht ganz glücklich gelaufen ist.

So findet der Stürmer die Entscheidung von D/A

Behrmann sagt aber auch, dass sich Haris Hyseni „sehr professionell“ verhalte und „in der zweiten Mannschaft Gas gibt“. Naturgemäß ist das Spielen in der Oberliga nicht der Anspruch von Haris Hyseni.

Der offenbar aussortierte Stürmer sagt das im TAGEBLATT-Gespräch ganz deutlich. „Das Ganze kam sehr unerwartet für mich. Damit habe ich in keiner Minute gerechnet“, so Hyseni. Eine Erklärung vom Verein habe es nicht gegeben. Hyseni: „Bis dahin war alles top - auch menschlich.“

Der 33-Jährige erzählt, dass D/A dem Ziel Drittligaaufstieg sehr nahe gekommen und er überzeugt sei, es in diesem Jahr schaffen zu können. „Ich hatte noch viel vor mit D/A“, sagt Hyseni.

Nächster Schritt könnte der letzte sein

Gehen Hyseni und D/A bald getrennte Wege? Er könnte schließlich seinen Vertrag einfach aussitzen. „Da muss man sich einig werden. Solange wir uns nicht einig sind, bin ich Teil der zweiten Mannschaft“, sagt Hyseni. Dort werde er professionell arbeiten, versuchen, der Mannschaft zu helfen und seine Erfahrungen einzubringen.

Haris Hyseni will „einen guten Abschluss“. Dabei will ein möglicher Wechsel bei seinem Alter wohlüberlegt sein. „Was ist jetzt sinnvoll? Der nächste Step muss Sinn ergeben“, sagt er. Denn es sei „womöglich der letzte“.

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