TBezirksliga zur Winterpause: Stader Teams kämpfen um Landkreis-Krone
Die Hedendorfer wollen in der Rückrunde noch mal angreifen und haben den Antrieb, zumindest beste Landkreis-Mannschaft zu werden. Foto: FuPa/Schmietow
Kein Titelkampf und doch jede Menge Spannung. Zwei Drittel der Spielklasse bangt noch um den Klassenerhalt und viele Kreisvertreter müssen hier strampeln. Das Zwischenfazit.
Landkreis. Die Meisterschaft scheinen der FC Cuxhaven und der TSV Sievern unter sich auszumachen. Die Landkreis-Krone setzt sich derzeit die SV Ahlerstedt/Ottendorf II auf. Die Spielvereinigung belegt den dritten Platz und stellt mit 19-Tore-Mann Justin Allers zudem den Top-Torjäger.
Sören Hüttmann (links) ist mit zehn Treffern bester Torschütze der VSV. Justin Allers von A/O II führt die Torjägerliste mit 19 Treffern an. Foto: FuPa/Schmietow
„Trotz der Startschwierigkeiten gibt es uns ein gutes Gefühl, die stärkste Stader Mannschaft zu sein“, sagt Trainer Moris Kaiser, der sich in der Rückrunde mehr Kaltschnäuzigkeit seiner Schützlinge sowie weniger Gegentore wünscht. „Wir haben eine junge Truppe, die weiterhin in der Entwicklung ist, es unter dem Strich aber gut gemacht hat.“
Liga ist so ausgeglichen wie lange nicht
Die VSV Hedendorf/Neukloster haben ihren Umbruch zur neuen Saison zufriedenstellend vollzogen und befinden sich als Fünfter derzeit im Soll. Auch wenn die VSV nicht zur Spitzengruppe zählen, befinden sie sich als eine von wenigen Mannschaften in gesicherten Tabellengefilden.
„Wir wollen auf keinen Fall aus den Top 6 rutschen und wenn möglich noch einen Angriff auf A/O II starten, um die stärkste Landkreis-Mannschaft zu werden“, sagt Trainer Björn Stobbe.
„Wenn ich in einer Bezirksliga-Tipprunde mitspielen würde, hätte ich in der ganzen Runde noch keine zehn Punkte geholt - das spricht für die Spannung der Liga.“
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Denn hinter den Hedendorfern trennen die Konkurrenten nur wenige Punkte bis zu den beiden Abstiegsplätzen. Auch wenn die SV Drochtersen/Assel III „den Start in die Saison komplett verschlafen hat“, ist Trainer Henrik Licht mit den 21 Punkten zur Winterpause „zufrieden“.
Beim TuS Harsefeld II hat Patrick Reis den Schritt vom Platz an die Seitenlinie „ganz gut gemeistert“ und mit seinem Team über Nachholspiele noch die Möglichkeit, sich mehr Luft zu verschaffen.
„Wir wollen so schnell wie möglich die Punkte für den Klassenerhalt holen“, sagt Reis. „Unter den ersten Sechs sehe ich uns schon und unser Ziel ist, so weit oben wie möglich zu stehen.“

Beim TSV Apensen zeigt die Formkurve klar nach oben. Foto: FuPa/Schmietow
Unterschiedliche Trendwenden bei etablierten Kräften
Einen durchwachsenen Start erwischte Marco Dierks bei seiner neuen Aufgabe beim TSV Apensen. Nachdem das Team nach sieben Spieltagen nur zwei Zähler auf dem Konto hatte, stellte der neue Trainer das Spielsystem um und brachte Apensen in die Spur.
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„Wir sind naiv in die Saison gegangen, nachdem einige Führungsspieler gegangen und andere lange verletzt ausgefallen sind“, erklärt Dierks, dessen TSV mittlerweile mit acht Partien ohne Niederlage in die Winterpause geht.
„Wir lassen kaum Torchancen zu, das geht aber zu Lasten der Offensive.“ Apensen hofft dafür zur Rückrunde auf die Rückkehr von Angreifern wie Patrick Ermel und Niklas Greifenberg, auch Naimatallah Baldé soll wieder ins Lauftraining einsteigen.

Kapitän Jacob Kötz und sein MTV Hammah müssen sich in der Rückrunde steigern. Foto: FuPa/Schmietow
Der MTV Hammah erlebte wiederum den genau umgekehrten Saisonverlauf - nach einem guten Start ist der MTV mit nur einem Sieg aus den letzten zehn Spielen in die untere Tabellenhälfte gerutscht. Vor allem die hohe Fluktuation macht Coach Sebastian Frost dafür verantwortlich und dass „die Ergebnisse schlechter waren als die Leistung.“
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Bevor sich Frost im Sommer komplett zurückzieht, übergibt er bereits zur Rückrunde die Hauptverantwortung an seinen Nachfolger Pascal Voigt.
Aufsteiger und Schlusslicht sind kämpferisch
Auch beim FC Oste/Oldendorf und dem Deinster SV, die derzeit die beiden Abstiegsplätze belegen, bleibt der Optimismus trotz der Tabellensituation weiterhin groß.
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„Wir haben viele gute Spiele gemacht und müssen aus den guten Leistungen nur mehr Punkte holen“, sagt O/O-Trainer Arne Hees. „Ich bin davon überzeugt, dass uns das gelingt und wir genug Punkte sammeln, um über dem Strich zu stehen.“
Deinste lässt sich auch mit der Roten Laterne in der Hand nicht vom Weg abbringen. Nachdem das Tabellenschlusslicht erst mit den Spitzenteams der Liga auf Augenhöhe agierte, folgten zuletzt zwei wichtige Siege.
„Wir sind zwar Letzter, haben aber den Anschluss zum Tabellenmittelfeld hergestellt - es ist verrückt, aber bis zum siebten Platz sind es nur wenige Punkte“, sagt Filippo Callerame. Der DSV-Coach musste aufgrund einiger verletzter Spieler den Umbruch mit einigen Eigengewächsen schneller einläuten als geplant.
„Die Jungs haben sich an den Männerfußball gewöhnt und wir haben darüber die defensive Stabilität gefunden. Das war der Schlüssel für den Aufschwung, der uns mit einem guten Gefühl auf die Rückrunde vorbereiten lässt.“
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