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Bauarbeiten

TBrücken- und Radwegebau in Stade: Neue Sperrungen und Härtefälle

Die Stadt Stade hat die Zufahrt von der Harsefelder Straße zur Holtermannstraße gesperrt. Zu viele Autofahrer nutzten die Abkürzung anstatt der ausgeschilderten Umleitung und fuhren die Straße kaputt.

Die Stadt Stade hat die Zufahrt von der Harsefelder Straße zur Holtermannstraße gesperrt. Zu viele Autofahrer nutzten die Abkürzung anstatt der ausgeschilderten Umleitung und fuhren die Straße kaputt. Foto: Stehr

An der Harsefelder Straße hat die Stadt eine beliebte Abkürzung gesperrt. Im Sommer wird es eine Vollsperrung geben. An der Harburger Straße ruhen derweil die Arbeiten.

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Von Lena Stehr
Freitag, 17.04.2026, 05:50 Uhr

Stade. Seit 2024 lässt die Stadt Stade an der Harsefelder Straße einen neuen Radweg bauen. Seit Ende März dieses Jahres befindet sich das Baufeld im Kreuzungsbereich mit der Thuner Straße. Gebaut wird sowohl in der Thuner Straße als auch auf der stadteinwärts führenden Spur der Harsefelder Straße: dort, wo die Fahrbahn im Kreuzungsbereich eine leichte Rechtskurve macht.

Einwöchige Vollsperrung im Sommer 2026 geplant

Außerdem wird auf der anderen Seite rund um das Grundstück der Bäckerei Heyderich gearbeitet. Der Kundenparkplatz ist aber weiterhin erreichbar. Noch fließt auch der Verkehr wie gewohnt einspurig stadtauswärts. Im Sommer 2026 müssen sich Autofahrer allerdings auf eine einwöchige Vollsperrung einstellen. Dann wird die Deckschicht der Straße erneuert. Das teilte Rainer Ratzke von der Stadt Stade am Mittwochabend im Bauausschuss mit.

Gesperrt ist seit Dienstag, 14. April, auch die Einfahrt von der Harsefelder Straße in die Holtermannstraße. Offenbar nutzten viele Autofahrer die Holtermannstraße und Am Neuwerk als Abkürzung in Richtung Altstadt. Durch die Sperrung des Kreuzungsbereichs sollen sowohl die Anwohner als auch die Straße selbst geschont werden. Sie befindet sich in einem schlechten Zustand.

Aktuell wird im Bereich Thuner Straße gebaut. Der Verkehr fließt weiter nur stadtauswärts durch die Baustelle an der Harsefelder Straße.

Aktuell wird im Bereich Thuner Straße gebaut. Der Verkehr fließt weiter nur stadtauswärts durch die Baustelle an der Harsefelder Straße. Foto: Stehr

Für alle Anwohner der Harsefelder Straße organisiert die Stadt am 29. April eine Informationsveranstaltung im alten Rathaus.

Am Brückenneubau muss der Beton aushärten

An Stades zweiter großer Baustelle an der Harburger Straße ruhen derweil gerade die Arbeiten - und zwar für etwa einen Monat. Das ist aber so geplant und im Terminplan berücksichtigt, sagt Rainer Ratzke. Wie berichtet, startete die Stadt im Juli 2025 mit dem Neubau der Brücke über die Bahngleise. Die alte Brücke Baujahr 1955 war marode. Während der Bauarbeiten, die noch bis 2027 andauern, fließt der Verkehr halbseitig per Ampelschaltung durch die Baustelle.

Nach dem Einbau der Tiefgründung, bei der Pfähle in den Boden gebracht wurden, und dem teilweisen Abbruch des alten Brückenbauwerks seien bereits die neuen sogenannten Widerlager hergestellt worden, so Rainer Ratzke. Als Widerlager wird im Brückenbau ein massiver Unterbau bezeichnet. Er befindet sich an den beiden Enden einer Brücke und bildet den Übergang vom Bauwerk zur Erde.

Stahlträger werden in Bremerhaven und Cuxhaven vorgefertigt

Die Widerlager wurden bereits betoniert. Der Beton müsse nun aushärten, damit er tragfähig ist. Erst danach können die weiteren Bauteile montiert werden. Parallel dazu werden derzeit die Brückenträger hergestellt. Die großen Stahlträger werden bei einer Firma in Bremerhaven beschichtet und anschließend in ein Betonwerk nach Cuxhaven gebracht. Dort werden Betonplatten auf die Stahlträger aufgebracht. Die fertigen Brückenelemente sollen voraussichtlich ab Ende Mai eingebaut werden.

Die Baustelle an der Harburger Straße ruht gerade, weil Beton aushärten muss.

Die Baustelle an der Harburger Straße ruht gerade, weil Beton aushärten muss. Foto: Stehr

Das Tragwerk der Brücke besteht insgesamt aus 14 Stahl-Beton-Verbund-Fertigteilen und 22 Bohrpfählen, die jeweils 16 Meter lang sind. Der Neubau kostet 4,7 Millionen Euro und wird teilweise mit Landesmitteln gefördert.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version hieß es, der Verkehr auf der Harsefelder Straße fließe wie gewohnt einspurig stadteinwärts. Richtig muss es heißen: stadtauswärts. Die Redaktion hat den Fehler korrigiert.

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