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TBulli-Fahrer bei Horneburg nach Frontal-Zusammenstoß schwerstverletzt

Blick auf die Unfallstelle auf der L123 zwischen Horneburg und Issendorf.

Blick auf die Unfallstelle auf der L123 zwischen Horneburg und Issendorf. Foto: Vasel

Auf der L123 zwischen Horneburg und Issendorf hat sich am Sonnabend am Rüstjer Forst ein schwerer Unfall ereignet. Auch mehrere Kinder wurden verletzt.

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Von Björn Vasel
Samstag, 01.11.2025, 14:30 Uhr

Horneburg. Gegen 12.30 Uhr war ein 52-Jähriger aus Bargstedt auf der Issendorfer Straße (L123) mit seinem Seat Alhambra in Richtung Issendorf unterwegs. In dem Pkw saßen insgesamt vier Kinder und Jugendliche. Die Tischtennis-Gruppe war auf dem Heimweg von einer Sportveranstaltung im Alten Land, hieß es seitens der Polizei.

„Der Seat Alhambra ist auf der Issendorfer Straße - aus bislang unbekannter Ursache - auf die Gegenfahrbahn gekommen“, sagte eine Polizistin dem TAGEBLATT vor Ort.

Rettung mit schwerem Gerät an der Ecke Daudiecker Weg/Issendorfer Straße (L123) in Horneburg (Weidmannsruh) zwischen Horneburg und Issendorf.

Rettung mit schwerem Gerät an der Ecke Daudiecker Weg/Issendorfer Straße (L123) in Horneburg (Weidmannsruh) zwischen Horneburg und Issendorf. Foto: Vasel

Das Auto bohrte sich - auf gerader Strecke - frontal in einen entgegenkommenden VW-Bus. Dessen Fahrer habe laut Polizei nicht mehr ausweichen oder bremsen können. Durch die Wucht des Aufpralls schoben sich die Motorblöcke beider Fahrzeuge bis in den Innenraum. Der Bus wurde in den Straßengraben katapultiert. Dabei wurde der Fahrer (50) des VW-Busses im Wrack eingeklemmt und laut Polizei schwerstverletzt. „Die Dreijährige im Bulli hatte großes Glück“, sagte Gemeindebrandmeister Torben Schulze. Das Mädchen saß im Kindersitz auf der Beifahrerseite.

Die Feuerwehrleute der Ortsfeuerwehr Horneburg mussten den eingeklemmten Bulli-Fahrer aus Heeslingen mit schwerem Gerät aus dem Wrack des Bullis befreien. Zum Einsatz kamen unter anderem Spreizer und Stempel. Wie eine Ziehharmonika musste das Wrack mit Hilfe der Hydraulik-Stempel wieder auseinandergezogen werden, um den Schwerstverletzten retten zu können.

Feuerwehrleute, Notfallsanitäter des DRK-Rettungsdienstes und eine Notärztin des Elbe Klinikums betreuten den Schwerstverletzten während der Rettung.

Rettungshubschrauber Christoph 29 im Einsatz

Aufgrund des Verletzungsbildes alarmierte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle (FRL) in Stade-Wiepenkathen auch die Luftretter. Ein Bundeswehr-Pilot landete mit dem Rettungshubschrauber Christoph 29 auf dem Fuß- und Fahrradweg bei Weidmannsruh.

Nach der Stabilisierung des schwerstverletzten Bulli-Fahrers, holten die Feuerwehrleute und Notfallsanitäter ihn auf einem Spineboard aus dem VW-Transporter. Dieses Hilfsmittel dient zur schonenden und patientengerechten Rettung verunglückter Personen, bei denen insbesondere eine Verletzung der Wirbelsäule nicht auszuschließen ist.

Mit dem Rettungshubschrauber wurde der 50-Jährige in eine Hamburger Klinik geflogen. Die Dreijährige aus dem VW-Transporter kam vorsorglich ins Stader Elbe Klinikum.

Rettungshubschrauber Christoph 29 im Anflug.

Rettungshubschrauber Christoph 29 im Anflug. Foto: Vasel

Der 52-jährige Fahrer des Seat und ein 13-jähriger Mitfahrer erlitten leichte Verletzungen und mussten ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert werden, teilte Polizeisprecher Rainer Bohmbach am Nachmittag mit. Die anderen drei Insassen im Alter von 11 bis 14 Jahren aus Bargstedt, Ahlerstedt und Hollenbeck seien bis auf einen Schock unverletzt geblieben.

Polizei lobt Ersthelfer

Beide Autos wurden bei dem Unfall total beschädigt, der Gesamtschaden wird auf circa 25.000 Euro geschätzt.

Die L123 musste für Rettung, Bergung und Unfallaufnahme voll gesperrt werden. Insgesamt waren vier Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes aus den umliegenden Wachen bei dem Unfall eingesetzt. Im Einsatz waren 25 Feuerwehrleute. Nach der Rettung der Verletzten beseitigten sie die Trümmerteile und die Betriebsstoffe auf der Issendorfer Straße.

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst lobten auch die Ersthelfer, die sofort 112 gewählt und sich um die Insassen der Fahrzeuge gekümmert hatten.

Vollsperrung: Feuerwehrfahrzeuge an der Unfallstelle auf der Issendorfer Straße in Horneburg.

Vollsperrung: Feuerwehrfahrzeuge an der Unfallstelle auf der Issendorfer Straße in Horneburg. Foto: Vasel

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