TBundeswehrhäuser in Buxtehude: Es gibt eine neue Ankündigung
So zugewuchert sehen teilweise die leerstehenden Häuser im Schlangenweg aus. Foto: Felsch
Acht Mietobjekte in Buxtehude-Süd stehen seit einiger Zeit leer. Ein Blick durchs Fenster verrät: Da sind Löcher in der Decke. Was das bedeutet.
Buxtehude. Acht Reihenhäuser in Buxtehude-Süd - im Tannenweg (Hausnummer 8 und 30), im Schlangenweg (Hausnummer 18,19,20,28) und im Kiefernweg (Hausnummer 2 und 16) stehen seit längerer Zeit leer. Bereits im Februar 2024 hatte das TAGEBLATT über die Leerstände im Tannenweg berichtet.
Von außen ganz passabel: Das Endreihenhaus im Kiefernweg 2. Foto: Felsch
Demnach wollte der Bund die Häuser nicht verkaufen. Aber auch Anfragen von Mietinteressenten sollen nicht beantwortet worden sein, wie Mitglieder der Ratsgruppe Die Linke/Die Partei, die sich angesichts von fehlendem Wohnraum 2024 für eine Lösung einsetzten, berichteten.
Die Reihenhäuser am Tannenweg müssten erst einmal grundsaniert werden, äußerte sich damals eine Bewohnerin der Siedlung. Passiert ist offenbar noch nichts.
Meterhohes Unkraut im Vorgarten
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben bietet in ganz Deutschland Beamten und Angestellten der Bundesbehörden nahe am Dienstort kostengünstigen Wohnraum. Soldaten und zivile Angestellte wurden in der südlich gelegenen Siedlung in Buxtehude einquartiert, unweit der Kaserne. Nachdem die Bundeswehr den Standort in Buxtehude aufgegeben hatte, gingen die Häuser in den Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) über. Nach wie vor sind Häuser der Bundesimmobilien in diesem Gebiet vermietet. Bis eben auf die Leerstände.
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Zum Teil sehen die Objekte ungepflegt aus. Das Unkraut wuchert meterhoch im Vorgarten, der Eingangsbereich ist verdreckt. Nur einige der Häuser machen - zumindest von außen - einen recht passablen Eindruck. Ab und an wurde hier, wie man feststellen kann, der Rasen gemäht und der Briefkasten geleert - im Auftrag der BImA oder von Nachbarn, die dafür sorgen, dass es nicht total zumüllt.
Auf eine Anfrage des TAGEBLATT an die Eigentümer Ende Juli hieß es, die zuständigen Mitarbeiter befänden sich noch im Urlaub, würden sich aber schnellstens melden. Eine Erinnerung Anfang September blieb unbeantwortet.
Ein Quadratmeter große Löcher
Ende September haben Anwohner aus dem Kiefernweg bei einem Blick durchs Fenster der Häuser im Kiefernweg 2 und im Tannenweg 6 bemerkt, dass etwa ein Quadratmeter große Löcher in der Decke klaffen. Sie haben sich daraufhin an die Bundesimmobilien gewandt, ob dort die Schäden bekannt seien, da sie befürchteten, dass auch in ihren Häusern, die genauso alt sind wie die betroffenen Immobilien, die Decken herunterfallen könnten.
Das Antwortschreiben liegt dem TAGEBLATT vor: Es handle sich bei den Öffnungen in den Decken der Leerstandsobjekten vermutlich um technische Bauteilsöffnungen, die im Auftrag der BImA im Zuge der bevorstehenden Sanierungsmaßnahmen vorgenommen wurden, heißt es. Herabfallende Decken seien ansonsten nicht bekannt.
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Zur abschließenden Klärung würde der Hausmeister aber nachschauen. Sollte es sich bei der Überprüfung herausstellen, dass es sich um herabfallende Gebäudeteile handelt und eine entsprechende Gefährdung bestehen, würden die Mieter informiert werden. Sie sollten aber aus Gründen der Verkehrssicherheit die Grundstücke nicht betreten.
Wann die angekündigten Sanierungsmaßnahmen erfolgen sollen, wurde in dem Schreiben vom 25. September nicht genannt.
Bei einem Blick durch ein Seitenfenster in eins der genannten Häuser im Kiefernweg 2 am 14. Oktober ist die kaputte Decke gut zu erkennen. Bisher haben sie noch nicht bemerkt, dass sich etwas tut, berichten auch Nachbarn vom Schlangenweg. Sie hoffen aber darauf, denn das sehe „furchtbar“ aus.
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Teilweise ungepflegt: Häuser der ehemaligen Bundeswehrsiedlung. Foto: Felsch