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Früher alles besser?

TBuxtehuder Schulleiter: Das unterscheidet Schüler von früher und heute

Carsten Schröder ist seit 1997 an den Berufsbildenden Schulen Buxtehude tätig, seit 2011 ist er Schulleiter. Im Alter von 64 Jahren geht er am 31. Juli in den Ruhestand.

Carsten Schröder ist seit 1997 an den Berufsbildenden Schulen Buxtehude tätig, seit 2011 ist er Schulleiter. Im Alter von 64 Jahren geht er am 31. Juli in den Ruhestand. Foto: Sulzyc

Nach 29 Jahren an den BBS Buxtehude kennt Carsten Schröder mehrere Schülergenerationen. Zwei wesentliche Veränderungen hat er festgestellt.

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Von Thomas Sulzyc
25.07.2026, 13:50 Uhr

Buxtehude. Der Vergleich zwischen Jugendgenerationen ist vor allem im Internet ein beliebtes Thema. Ständig wiederholt, setzen sich Behauptungen in den Köpfen fest. Zum Beispiel, dass auffällig viele Jugendliche von heute Anstrengung scheuten, wenig motiviert seien und eine geringe Aufmerksamkeitsspanne hätten.

Unterscheiden sich heutige Schüler von denen vor 20 Jahren? Einer, der sich ein Urteil erlauben kann, ist Carsten Schröder. Seit 29 Jahren ist er an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Buxtehude tätig, seit 2011 als Schulleiter. Im Alter von 64 Jahren geht Carsten Schröder am 31. Juli in den Ruhestand.

Früher ein Walkman, jetzt ein Smartphone

Früher hatten Schüler und Schülerinnen einen Walkman, heute ein Smartphone. Carsten Schröder kennt Tafel und Kreide ebenso wie digitale Whiteboards. Schüler und Schülerinnen heute und vor 20 Jahren - diese grundlegenden Veränderungen hat Schröder, der Informatik unterrichtet, bemerkt:

„Die Leistungsfähigkeit ist etwas geringer als vor 20 Jahren“, sagt er. Was die heutige Generation aber auszeichne: Sie sei selbstständiger. „Schüler und Schülerinnen von heute lösen Probleme mit vielen Hilfsmitteln.“ Dass sie sich dabei Hilfen aus dem Internet holen, sei für ihn legitim.

So sollte man Schüler heute unterrichten

Wie die heutige Schülergeneration teamfähig und fit für das Erwerbsleben wird, dazu hat Carsten Schröder eine klare Botschaft: Selbstorganisierte Unterrichtsformen sollten an Bedeutung gewinnen.

An den BBS Buxtehude ist das bereits Praxis. Selbstorganisiertes und unterstütztes Lernen (SouL) heißt der Schultag ohne Frontalunterricht. Schüler sitzen in Kleingruppen zusammen und lösen gemeinsam Aufgaben. Lehrer sind dabei, um Fragen zu beantworten.

Schüler und Schülerinnen stehen Spalier, um zum Abschied Schulleiter Carsten Schröder zu würdigen. Das Bild entstand, nachdem Carsten Schröder seinen letzten Informatik-Kurs im Beruflichen Gymnasium vor dem Abitur beendet hatte.

Schüler und Schülerinnen stehen Spalier, um zum Abschied Schulleiter Carsten Schröder zu würdigen. Das Bild entstand, nachdem Carsten Schröder seinen letzten Informatik-Kurs im Beruflichen Gymnasium vor dem Abitur beendet hatte. Foto: BBS Buxtehude

Mit einer schönen Geste haben Schüler und Schülerinnen ihren Schulleiter zum Abschied überrascht: Nachdem Carsten Schröder seine letzte Informatik-Unterrichtsstunde vor dem Abitur am Beruflichen Gymnasium gegeben hatte, standen viele auf dem Flur Spalier und applaudierten. Soll niemand behaupten, die heutige Jugend hätte keine Manieren.

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