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Kommunalwahl

TCDU Harsefeld findet keine Bürgermeisterkandidaten – Ratsliste aufgestellt

Die CDU der Samtgemeinde Harsefeld hat ihre Kandidaten für die Gemeinderäte festgelegt.

Die CDU der Samtgemeinde Harsefeld hat ihre Kandidaten für die Gemeinderäte festgelegt. Foto: Sven Schulz

Lange hat die CDU nach geeigneten Persönlichkeiten gesucht, die für das Bürgermeisteramt kandidieren – ohne Erfolg. Jetzt hat die Partei 32 Kandidaten für die Ratsliste nominiert.

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Von Pauline Meyer
Dienstag, 09.06.2026, 09:50 Uhr

Harsefeld. Die CDU will stärkste Kraft in den Räten werden: Der Samtgemeindeverband der CDU Harsefeld hat sich ein klares Ziel für die bevorstehende Kommunalwahl im September gesetzt und seine Gemeinderatskandidaten aufgestellt. Eigene Kandidaten oder Kandidatinnen für die Bürgermeisterämter in den Gemeinden, des Fleckens oder der Samtgemeinde stellt die Partei allerdings nicht auf, wie sie jetzt bekanntgab.

Im Rahmen ihrer jüngsten Aufstellungsversammlung hat die CDU die Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeinderäte in Harsefeld, Bargstedt und Ahlerstedt zur kommenden Kommunalwahl nominiert. Insgesamt stellt sie 19 Kandidaten für den Flecken Harsefeld, sieben Kandidaten für Bargstedt sowie sechs Kandidaten für den Gemeinderat Ahlerstedt auf.

Weil erst gegen Ende der Aufstellungsphase auffiel, dass die Wahlbereiche für den Samtgemeinderat geändert werden müssen, wird diese Aufstellung nachträglich vorgenommen.

Erfahrung und frischer Wind: Jüngster Kandidat ist 18 Jahre alt

Mirco Dawideit, Vorsitzender des CDU-Samtgemeindeverbands Harsefeld, macht deutlich, wie vielseitig die Liste aufgestellt sei: „Wir haben starke Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz unterschiedlichen Bereichen gewinnen können.“ Dabei seien sowohl erfahrene als auch frische Gesichter, die erstmals Verantwortung übernehmen wollen. Die Altersspanne reiche vom jüngsten Kandidaten mit 18 Jahren bis zum ältesten Kandidaten mit 70 Jahren.

„Unsere Kandidatinnen und Kandidaten bringen berufliche Erfahrung, ehrenamtliches Engagement, kommunalpolitische Kompetenz und Einsatz für unsere Gemeinden mit. Genau diese Mischung braucht es, um unsere Orte verantwortungsvoll und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln“, sagt Mirco Dawideit.

Diese Auswahl beschreibt die CDU weiter als Kombination aus „Erfahrung, Bodenständigkeit und kommunalpolitischer Kompetenz mit neuen Ideen und jungen Perspektiven“.

Keine eigenen Kandidaten für das Bürgermeisteramt

Zugleich stellte der Verband klar, dass die CDU in den Gemeinden und dem Flecken keine eigenen Bürgermeisterkandidatinnen oder Bürgermeisterkandidaten aufstellt. Der Samtgemeindeverband habe sich intensiv und über einen längeren Zeitraum um geeignete Persönlichkeiten bemüht.

Mirco Dawideit ist Vorsitzender der CDU in der Samtgemeinde Harsefeld.

Mirco Dawideit ist Vorsitzender der CDU in der Samtgemeinde Harsefeld. Foto: Fehlbus

Letztlich habe sich jedoch niemand gefunden, der dieses verantwortungsvolle Ehrenamt zeitlich in dem Maße ausfüllen könne, wie es der Anspruch an eine christlich-demokratische Bürgermeisterin oder einen Bürgermeister erfordere.

„Ein Bürgermeisteramt braucht Zeit, Herzblut, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, für die Bürgerinnen und Bürger präsent zu sein. Wenn wir niemanden finden, der diesem Anspruch vollständig gerecht werden kann, dann stellen wir auch niemanden nur der Form halber auf“, so Mirco Dawideit.

Samtgemeinde: Kleinschmidt bleibt alleinige Kandidatin

Auch für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters wird die CDU keinen eigenen Kandidaten stellen. Der vor gut einem Jahr von der CDU als Kandidat vorgeschlagene Verwaltungsfachwirt Timo Fischer tritt nun doch nicht an. Der Harsefelder wäre nur unter der Bedingung angetreten, dass er mindestens die Unterstützung zweier großer Parteien bekommen hätte - die blieb jedoch aus.

Timo Fischer tritt doch nicht als Kandidat um das Amt des Samtgemeindebürgermeisters Harsefeld an.

Timo Fischer tritt doch nicht als Kandidat um das Amt des Samtgemeindebürgermeisters Harsefeld an. Foto: Privat

„Herr Fischer wäre ein parteiloser Kandidat mit viel Erfahrung, breitem Netzwerk in Harsefeld und dem Landkreis Stade gewesen. Zudem ist er ehrenamtlich in Harsefeld seit Jahren engagiert. Wir haben ihn über unser Netzwerk ins Gespräch gebracht und hätten ihn auch überzeugt unterstützt“, erklärt Mirco Dawideit.

Damit ist Maren Kleinschmidt (SPD) derzeit die einzige Kandidatin um das Amt der Samtgemeindebürgermeisterin. Die Verwaltungsfachfrau aus Lengede hat Rückendeckung von SPD, Freier Wählergemeinschaft und Grünen.

CDU spricht keine Wahlempfehlung aus

Eine Wahlempfehlung spricht der CDU-Samtgemeindeverband derzeit für keine bereits bekannten Kandidatinnen oder Kandidaten aus. Nach intensiver Beratung sei man zu dem Schluss gekommen, dass aktuell keine Person das volle Vertrauen und den politischen Anspruch des Verbandes erfülle. Aus den eigenen Reihen habe sich ebenfalls keine Kandidatur ergeben.

„Unser Anspruch ist eindeutig: Wir wollen als Team stärkste Kraft in den Räten werden. Gemeinsam schlägt unser Herz für die Samtgemeinde Harsefeld. Wir treten mit engagierten Menschen an, die Verantwortung übernehmen wollen, die unsere Orte kennen und die bereit sind, sich mit Sachverstand, Verlässlichkeit und christdemokratischen Werten für die Bürgerinnen und Bürger einzusetzen“, erklärt Mirco Dawideit.

Für die Kommunalwahl sehe sich der CDU-Samtgemeindeverband Harsefeld letztlich gut aufgestellt und gehe mit Zuversicht, Geschlossenheit und klarem Gestaltungsanspruch in den Wahlkampf.

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