TCDU beantragt Prüfung für Neubau der Selma-Lagerlöf-Oberschule
Die Selma-Lagerlöf-Oberschule in Harsefeld. Foto: Wisser (archiv)
Wie könnte ein Neubau der Harsefelder Oberschule umgesetzt werden? Diese Frage will die Gruppe CDU/Bürgerliche prüfen lassen. Ein Antrag bringt das Thema in den Bauausschuss.
Harsefeld. Mit einem Antrag der Gruppe CDU/Bürgerliche beschäftigt sich am Dienstag, 24. Februar, der Ausschuss für Klima, Umwelt, Bau, Verkehr und Friedhof der Samtgemeinde Harsefeld. Dabei geht es um die Zukunft der Selma-Lagerlöf-Oberschule. Ziel des Antrags ist es, mögliche Standorte und Nutzungskonzepte für einen künftig notwendigen Neubau der Schule prüfen zu lassen.
Gesamtzustand schwach: Schulgebäude ist über 50 Jahre alt
Hintergrund ist der bauliche Zustand des Schulgebäudes an der Jahnstraße. Die Oberschule wurde in den 1970er Jahren als Stahlbetonskelettbau errichtet. Während die Rohbausubstanz nach Einschätzung der Verwaltung noch in Ordnung ist, gelten beispielsweise Fassaden und technische Anlagen, wie etwa die Lüftungsanlagen, als sanierungsbedürftig. Trotz laufender Bauunterhaltsmaßnahmen und einzelner Grundinstandsetzungen - etwa beim Flachdach oder der Beleuchtung - stuft die Bauverwaltung den Gesamtzustand der Anlage als schwach ein. Nach rund 50 Jahren Betriebszeit sei eine grundlegende Sanierung mittelfristig erforderlich.
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Die CDU/Bürgerliche regt an, nicht nur eine Sanierung, sondern auch die Option eines kompletten Neubaus zu untersuchen. Dabei sollen insbesondere zwei Varianten betrachtet werden: ein Neubau auf dem bestehenden Schulgelände sowie ein alternativer Standort im Bereich des Parkplatzes an der Jahnstraße, südlich des Skaterplatzes und in der Nähe der Kindergärten. Zusätzlich bittet die Gruppe um Prüfung, ob die bestehende Turnhalle erhalten bleiben kann und ob das Gebäude der ehemaligen Orientierungsstufe künftig für eine andere Nutzung, etwa als Bürgerhaus, infrage kommen könnte.
Sanierung oder Neubau: Untersuchung soll klären, was sinnvoller ist
Seitens der Verwaltung wird ein vergleichbares Vorgehen empfohlen, wie es bereits bei der Grundschule Rosenborn angewendet wurde. Dort hatte eine Untersuchung der Frage „Sanierung oder Neubau“ die Grundlage für eine politische Grundsatzentscheidung gebildet. Für die Selma-Lagerlöf-Oberschule schlägt die Verwaltung vor, eine solche vergleichende Untersuchung ab 2027 durchzuführen. Haushaltsmittel sind im laufenden Jahr nicht eingeplant und müssten dann im Haushalt 2027 bereitgestellt werden.
Der Ausschuss berät am Dienstag um 19 Uhr im Ratssaal über den Antrag und darüber, ob die Verwaltung mit der Prüfung der genannten Varianten beauftragt werden soll.
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