TCDU gewinnt in Himmelpforten und verliert in Hammah – Überraschung in Oldendorf
Treffpunkt Rathaus: Samtgemeindebürgermeister Holger Falcke, Jörn-Hinnerk Abbe (OLH), Matthias Wolff (CDU) und Johann Schlichtmann (FWG) wollen beim Scrollen wissen, wie die AfD abgeschnitten hat. Foto: Klempow
Die CDU gewinnt in Himmelpforten, die AfD zieht mit der CDU in Hammah gleich. In Oldendorf räumen zwei Frauen bei der Gemeinderatswahl ab und in den Samtgemeinderat ziehen AfD und Linke ein.
Oldendorf-Himmelpforten. Die Bürgermeisterwahl ist am Sonntagabend nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden ausgezählt - und Matthias Reichert mit 79,93 Prozent zum neuen Samtgemeindebürgermeister in Oldendorf-Himmelpforten gewählt. Damit kann er seine achtjährige Amtszeit am 1. November antreten.
So hat die Samtgemeinde gewählt
Mit mehr als 20 Prozent der Stimmen kommt die AfD neu in den Samtgemeinderat. Mit sieben Sitzen ist sie ebenso stark vertreten wie die SPD (22,13 Prozent), die drei Sitze verliert. Auch die stärkste Fraktion, die CDU, muss Stimmenanteile abgeben: Sie kommt auf 31,4 Prozent (minus fünf Prozent) und zehn Sitze (statt bisher zwölf).
Die Grünen büßen einen Sitz ein und haben noch zwei Mandate (5,94 Prozent), die FDP bleibt bei einem Sitz, die FWG halbiert ihre Prozentpunkte nahezu (von 12 auf 6,8 Prozent) und hat damit auch nur noch zwei statt vier Sitze. Die Offene Liste Hammah schickt wieder zwei Abgeordnete (6,78 Prozent). Ganz neu ist auch Die Linke im neuen Samtgemeinderat vertreten. Ein Losentscheid muss noch klären, ob Lothar Wille oder Stephan Dieckmann (beide 205 Stimmen) auf der SPD-Liste als erste Nachrücker nominiert werden.

Die Sitzverteilung im Samtgemeinderat Oldendorf-Himmelpforten. Foto: KDO
Das mit Abstand beste Einzelergebnis erzielte der Himmelpfortener Bernd Reimers auf der SPD-Liste mit 1550 Stimmen. 1025 Stimmen bekam auf Anhieb AfD-Mann Stephan Untersänger aus Hammah, gefolgt von Werner Hinck (SPD) mit 963 Stimmen und Matthias Wolff und Frank Wassermann (beide CDU) mit 861 und 860 Stimmen.
So hat Himmelpforten gewählt
An sein fulminantes Samtgemeinde-Ergebnis von 2021 (2800 Stimmen) konnte Bernd Reimers damit nicht anknüpfen. Das gilt auch für die Wahl des Gemeinderats Himmelpforten. Vor fünf Jahren hatte Reimers als amtierender Bürgermeister noch mehr als 2200 Stimmen in der Gemeinde erhalten, jetzt liegt er bei noch 1231 Stimmen.
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Das hat Auswirkungen: Die SPD rutscht von 50,8 Prozent um 14 Prozentpunkte auf 36,8 Prozent. Die CDU legt im Gegenzug zu (von knapp 38 Prozent auf 40,5 Prozent) und hat nun mit sieben Mandaten einen Sitz mehr als die SPD-Fraktion. CDU-Bürgermeisterkandidat Frank Wassermann erzielt mit 931 Stimmen hinter Bernd Reimers das beste Ergebnis.
Sowohl die Grünen mit Ursula Männich-Polenz, Die Linke mit Kitty Schulz und die FWG mit Stephan Hugo Genandt haben jeweils einen Sitz im neuen Gemeinderat. Weil die FWG mehr Stimmen als Kandidaten hat, wird der zweite Sitz nicht vergeben. Wie sich diese Konstellation auf die künftige Ratsarbeit, eventuelle Gruppen und Mehrheiten auswirkt, dürfte spannend werden.
So hat Hammah gewählt
In Hammah zieht die AfD aus dem Stand mit der CDU gleich. Denn letztere rutscht bei der Gemeinderatswahl von 41,7 Prozent bei der Kommunalwahl 2021 ab: AfD und CDU liegen jetzt beide bei 23 Prozentpunkten vor dem Komma und haben jeweils vier Sitze. Die AfD hat aber nur zwei Kandidaten - zwei Sitze fallen im Gemeinderat deshalb weg.

Das Tortendiagramm zeigt die Sitzverteilung im Gemeinderat Hammah. Die AfD kann aber nur zwei Sitze besetzen, die zwei übrigen fallen weg. Der Rat wird damit aus 13 Mitgliedern bestehen. Foto: KDO
CDU-Bürgermeisterkandidat Jürgen Gooßen steigert zwar sein persönliches Ergebnis von 136 Stimmen (2021) auf jetzt 231 Stimmen, aber Stephan Untersänger von der AfD liegt mit 406 Stimmen weit vorn und fährt das zweitbeste Ergebnis aller Kandidatinnen und Kandidaten in Hammah ein.
Die meisten Stimmen erhält immer noch der amtierende Bürgermeister Stefan Holst (498). Seine Offene Liste Hammah (OLH) legt insgesamt zu und landet bei 36,6 Prozent. Fünf Sitze stehen der OLH im neuen Gemeinderat zu.
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Verluste müssen die Grünen hinnehmen, sie landen bei nun 7,6 Prozent und einem Sitz. Die SPD rutscht um mehr als sechs Prozent auf 5,82 Prozentpunkte und bekommt ebenfalls einen Sitz.
So hat Oldendorf gewählt
Zum ersten Mal hatte die Kommunalpolitik in Oldendorf auf mehrere Parteienlisten zur Wahl verzichtet und eine gemeinsame Liste Oldendorf aufgestellt.
Mit Spannung warteten die meisten Kandidatinnen und Kandidaten gemeinsam im Landgasthof Heins in Oldendorf auf die Ergebnisse, die zum Teil sehr spät kamen - und durchaus auch für die Kandidatinnen selbst überraschend ausfielen.
Martina Tiedemann steht mit 590 Stimmen an der Spitze, gefolgt von Jenny Schlichtmann mit 503 Stimmen und Fabian Dede mit 444 Stimmen. Sowohl Martina Tiedemann als auch Jenny Schlichtmann sind neu in der Kommunalpolitik. Wer den Ratsvorsitz im neuen Gemeinderat und damit auch das Bürgermeisteramt übernimmt, ist noch nicht klar. Dafür wollen sich die Mitglieder der Liste Oldendorf zusammensetzen.

Sonntagabend: Die SPD trifft sich traditionell in Erwartung der Ergebnisse in der Villa von Issendorff. Foto: Klempow

Die CDU tagt am Sonntagabend im Gasthaus Hellwege in Himmelpforten und blickt gemeinsam auf die Ergebnisse der Kommunalwahl. In Himmelpforten legt sie kräftig zu - in Hammah verliert sie Stimmen. Foto: Klempow
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