T„Cap San Diego“: Hamburgs schwimmendes Wahrzeichen steuert Bremerhaven an
Die „Cap San Diego“ kommt am Montag nach Bremerhaven. Foto: Cap San Diego
Am Montag läuft Hamburgs schwimmendes Wahrzeichen in Bremerhaven ein. Die „Cap San Diego“ wird in den Bredo Dry Docks fit gemacht. Allerdings fehlt auch diesem Museumsschiff Geld.
Bremerhaven. Am Montag (9. März) ist es soweit: Hamburgs maritimes Wahrzeichen geht in die Werft. Für die Cap San Diego steht vom 9. bis 30. März in Bremerhaven die turnusgemäße Klassenerneuerung an. Diese alle fünf Jahre fällige Überprüfung ist Voraussetzung dafür, dass das weltweit größte seetüchtige Museumsfrachtschiff fahrtüchtig bleibt.
Die Werftmannschaft und die ehrenamtliche Besatzung werden bei Bredo Dry Docks 200 Punkte auf der Reparaturliste abarbeiten. Schwerpunkt sind dieses Mal mehrere Ballastwasser- und Vorratstanks: Stahlteile werden sandgestrahlt, entrostet und neu konserviert. Doch es stehen auch viele weitere Arbeiten an.
Die Kosten dafür liegen im siebenstelligen Bereich. Eigentlich wären knapp 400 Maßnahmen nötig – wegen fehlender Förderzusagen des Bundes musste die Liste jedoch stark gekürzt werden. Hamburg hat 250.000 Euro zugesagt, auf Bundesmittel hoffte die Crew – am Mittwochabend kam die Zusage über 500.000 Euro. Nun wird vielleicht noch mehr möglich sein.
Zeitplan für die Fahrt von Hamburg nach Bremerhaven
Geschäftsführerin Ann-Kathrin Ruess, die aus Butjadingen stammt, wird mit 40 Mitarbeitern erst an der Kaje am Schiff arbeiten und etwas später als geplant auch im Dock – das ist momentan noch nicht verfügbar. Bis zum Eindocken dauert es also noch.
Im Schwimmdock der Werft liegt das Schiff auf Pallen, eine Stütz- und Tragevorrichtung, weil Schiffe auf dem Trocknen umkippen würden. Damit der Rumpf gleichmäßig belastet und nichts beschädigt wird, gibt es den Dockplan, in dem vorab die Positionen der Pallen eingetragen werden.
Wer trotzdem einen Blick auf das imposante Schiff werfen will, bei der Ankunft über die Weser oder beim Einlaufen in die Kaiserschleuse, benötigt diesen Zeitplan: Am Sonntag gegen 18 Uhr legt das Schiff in Hamburg ab und wird begleitet von erst Elbe- und dann Weser-Lotsen, mit zehn Knoten Kurs auf Bremerhaven nehmen.
Das letzte noch erhaltene Schiff einer Serie von sechs schnellen Stückgutfrachtern
Gegen 7.30 Uhr wird sie in der Kaiserschleuse erwartet. Um 9 Uhr soll die „Cap San Diego“ an der Westkaje III bei Bredo Dry Docks festmachen. Ins Dock III soll es am Montag, 16. März, gehen.
Die Cap San Diego ist das letzte noch erhaltene Schiff einer Serie von sechs schnellen Stückgutfrachtern, das 1961/62 für die Reederei Hamburg-Süd gebaut wurde und bis Ende 1981 vorzugsweise nach Südamerika fuhr. Sie liegt normalerweise an der Überseebrücke in Hamburg.
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