TChancen, Favoriten, Top-Talente: BSV träumt vom dritten A-Jugend-Titel
So jubelte die Buxtehuder A-Jugend über den Einzug ins Final Four. Foto: Verein/BSV (nomo)
Der BSV kämpft in Bensheim um die deutsche Meisterschaft. Wer ist Titelfavorit? Wird die Leistungsträgerin rechtzeitig fit? Die wichtigsten Antworten vor dem Final Four.
Buxtehude. Am Wochenende spielen vier Mannschaften um die deutsche Meisterschaft der weiblichen A-Jugend. Austragungsort ist das hessische Bensheim.
Wer trifft beim Final Four aufeinander?
Am Samstag stehen die Halbfinals an: Um 13 Uhr treffen der TV Hannover-Badenstedt und die HSG Stuttgart-Metzingen aufeinander, um 16 Uhr spielt Gastgeber HSG Bensheim/Auerbach gegen den Buxtehuder SV.
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Das Spiel um Platz drei beginnt am Sonntag um 12.30 Uhr, das Finale um die deutsche Meisterschaft folgt um 15.30 Uhr. Insgesamt waren 24 Teams in den Wettbewerb gestartet.
Wer gilt als Titelfavorit?
„Es gibt nicht den großen Favoriten, sondern vier gleichwertige Mannschaften“, sagt BSV-Trainer Marc Hünerbein. Auch der Saisonverlauf spricht dafür: In der Meisterrunde trafen Buxtehude und Hannover sowie Stuttgart und Bensheim jeweils zweimal aufeinander - jedes Team gewann einmal und verlor einmal. „Bensheim hat natürlich mit dem Heimvorteil einen kleinen Pluspunkt“, so Hünerbein.
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Die deutsche Meisterschaft der weiblichen A-Jugend wird seit 2013 ausgetragen. Der BSV erreichte seitdem achtmal die Finalrunde, wurde zweimal Vizemeister (2018, 2024) und holte zweimal den Titel (2016, 2017). Die drei aktuellen Konkurrenten warten noch auf den ersten Titel.
Wie stehen Buxtehudes Chancen aufs Finale?
Im Halbfinale trifft der beste Angriff auf die beste Abwehr: Buxtehude erzielte in dieser Saison 391 Tore, Bensheim kassierte lediglich 288 Gegentore. „Das Spiel verspricht große Spannung. Mal sehen, welches System sich durchsetzt“, sagt Hünerbein.

BSV-Trainer Marc Hünerbein. Foto: Jörg Struwe
Der BSV agierte im Angriff äußerst variabel, mal mit zwei Kreisläufern, mal ohne und dafür mit vier Rückraumspielerinnen. So stellte das Team seine Gegner immer wieder vor neue Aufgaben. Auch das Tempospiel zählt zu den Stärken.
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Bensheim setzt dagegen auf den Heimvorteil in der Weststadthalle. „Davon dürfen wir uns nicht beeindrucken lassen, sondern müssen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken“, betont Hünerbein.
Wie hat sich der BSV vorbereitet?
Hünerbein spricht von einer „Luxussituation“: Das letzte Ligaspiel liegt bereits zweieinhalb Wochen zurück. „Wir hatten viel Zeit, um uns vorzubereiten“, sagt er. Den fehlenden Spielrhythmus versuchte das Team im Training zu kompensieren. Die Mannschaft reist bereits am Freitag an.
Vor welcher Spielerin muss sich der BSV besonders in Acht nehmen?
Beim TV Hannover-Badenstedt ragt Chiara Rohr heraus. Die Ausnahmespielerin debütierte vor einem Monat in der Frauen-Nationalmannschaft und erzielte in den beiden Meisterrunden-Duellen gegen den BSV insgesamt 18 Tore. Zur kommenden Saison wechselt sie ausgerechnet nach Bensheim.
Sind alle BSV-Spielerinnen fit?
Voraussichtlich ja. Leistungsträgerin Enna Oberländer wird wohl rechtzeitig zurückkehren. Sie war kürzlich in einem Bundesligaspiel umgeknickt. „Wir haben viel daran gesetzt, dass sie fit wird“, sagt Hünerbein. Auch Ida Jansen, die zuletzt Probleme am Ellenbogen hatte, dürfte zur Verfügung stehen.
Wie viel Bundesliga-Erfahrung steckt im BSV-Kader?
Neben Oberländer sammelten auch Paula Mews, Lina Steinecke, Tessa Pieperjohanns und Leni Stolle bereits Kurzeinsätze im Bundesliga-Team. „Die Vorfreude ist riesig. Für viele von uns ist es das letzte Jahr in der A-Jugend, und dementsprechend sind wir extrem motiviert, diese Chance zu nutzen“, sagte Oberländer dem Portal handball-world.news.

BSV-Talent Enna Oberländer sammelte bereits Spielpraxis in der Frauen-Bundesliga. Foto: Jan Iso Jürgens
BSV-Manager Peter Prior betont: „Egal wie es ausgeht: Solche Spiele sind für die Entwicklung junger Spielerinnen von größtem Wert. Und für viele Aktive ist es zugleich ein toller Abschluss ihrer Jugendzeit.“
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Oberländer und Mews gehören in der kommenden Saison fest zum Bundesliga-Kader des BSV. Pieperjohanns und Stolle wechseln zum Zweitligisten Buchholz 08-Rosengarten, auch Steinecke steht voraussichtlich vor diesem Schritt.
Wo ist das Final Four zu sehen?
Alle Spiele werden auf sporteurope.tv live übertragen. Der Zugang kostet 3,50 Euro pro Spiel.
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