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Die dritte Halbzeit

TCurrywurst statt Carboloading: Wenn Radprofis nach MontanaBlack fragen

Auf zum Wachtelimbiss? Das niederländische Team Visma-Lease a Bike startet zur Trainingsausfahrt.

Auf zum Wachtelimbiss? Das niederländische Team Visma-Lease a Bike startet zur Trainingsausfahrt. Foto: Scholz

Wofür ist Buxtehude bekannt? Bei den Radsportprofis, die bei den Cyclassics durch die Hansestadt gerollt sind, ist die Antwort klar: Currywurst und MontanaBlack.

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Von Tim Scholz
19.08.2026, 05:50 Uhr

Landkreis. Die Tage vor dem Wettkampf stehen ganz im Zeichen des Carboloadings. Das heißt, die Radprofis füllen ihre Energiespeicher mit ordentlich Kohlenhydrate auf. Pasta, Pasta, Pasta. Eine Currywurst passt also nicht wirklich dazu.

Doch genau um diese Wurst ging es am Samstag, kurz bevor das in Buxtehude einquartierte Team Visma-Lease a Bike zur Trainingsausfahrt durch die Hansestadt aufbrechen wollte.

Der Imbiss liegt direkt an der Strecke

Einige Fahrer standen zusammen und stellten fest, dass der Wachtelimbiss nicht weit entfernt sei. Einer checkte die Karte: nur drei, vier Kilometer und er liege direkt an der Strecke. „There you can eat Currywurst“, erklärten sie einem Teamkollegen auf Englisch. Da gibt‘s Currywurst. Praktisch. Dann schwangen sich die Profis aufs Rad. Woher sie den Imbiss kannten, war so schnell nicht zu klären.

Eine mögliche Erklärung: Vor einigen Jahren führte der Buxtehuder Streamer MontanaBlack den Moderator Kai Pflaume durch seine Heimatstadt und tischte ihm im Wachtelimbiss „die beste Currywurst“ auf. Das Youtube-Video wurde millionenfach geklickt.

Noch so ein MontanaBlack-Moment ereignete sich einen Tag später, etwa eine halbe Stunde vor dem Start der Cyclassics. Der deutsche Profi John Degenkolb, der gerade zum elften Mal die Tour de France gefahren ist, kam aus dem Bus seines Teams Picnic PostNL und beantwortete noch ein paar Fragen.

Wohnt MontanaBlack noch in Buxtehude?

Er freue sich, zum ersten Mal in Buxtehude zu sein und lobte die „echt coole Kulisse“ in der Altstadt mit ihren Klinkersteinen und Fachwerkhäusern. Dann wollte der 37-Jährige noch eine Sache vom Reporter wissen: Wohnt MontanaBlack eigentlich noch in Buxtehude?

Da war er wieder: Marcel Eris alias MontanaBlack, der derzeit wohl bekannteste Buxtehuder.

Was bedeutet das fürs Stadtmarketing: mehr „Monte“, weniger Hase und Igel? Oder eine Straße nach ihm benennen?

Der Buxtehuder Streamer MontanaBlack.

Der Buxtehuder Streamer MontanaBlack. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa


Es ist noch gar nicht so lange her, da soll MontanaBlack selbst diesen Wunsch geäußert haben. Die „Bild“-Zeitung fragte daraufhin bei der Stadtverwaltung nach: Das sei nur posthum möglich. Außerdem habe er „keinen spürbaren finanziellen und touristischen Effekt auf die Stadt“, hieß es vergangenes Jahr. Die Radprofis sehen das vielleicht anders.

Ob die Visma-Fahrer tatsächlich einen Stopp am Wachtelimbiss eingelegt haben, ist nicht überliefert. Aber einen Blick nach rechts werden sie sicherlich riskiert haben.

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