TD/A-Kapitän muss „Füße stillhalten“: Mittwoch kommt er unters Messer
Kapitän Liam Giwah gab seiner Mannschaft im Pokalspiel gegen Delmenhorst verbal Unterstützung. Foto: Struwe
D/A-Kapitän Liam Giwah wird am Mittwoch an der Schulter operiert. So geht der Innenverteidiger des Fußball-Regionalligisten mit seiner Verletzung um.
Drochtersen. Der Kapitän des Fußball-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel, Liam Giwah, hat jetzt die vollständige Diagnose nach seiner Schulterverletzung erhalten. Der 26-jährige Innenverteidiger zog sich demnach beim Training am vergangenen Freitag einen Knochenbruch in der linken Schulter zu.
OP bei Spezialisten in Henstedt-Ulzburg
„Die Bänder sind weitgehend heil geblieben“, sagt Giwah. Das sogenannte Labrum, das das Schultergelenk stabilisiert, wurde beschädigt, als Giwah sich nach einem Kopfballduell im Training die Schulter auskugelte. Bereits am Mittwoch steht bei einem Spezialisten in Henstedt-Ulzburg die Operation an.
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Im Normalfall, erzählt Giwah, dauere es nach der Operation etwa drei Monate, bis er wieder ins Training einsteigen kann. Giwah hofft, dass es schneller geht. „Die Ausfallzeiten sind bei mir ein bisschen kürzer als bei einem Otto Normalverbraucher“, sagt der Fußballer. Giwah gilt körperlich als Modellathlet. Er investiert viel, damit sein Körper funktioniert.
Der Bruch der Schulter ist bislang die schlimmste Verletzung, die dem Defensivspieler im Laufe seiner Karriere widerfahren ist. An einer Meniskusverletzung laborierte er mal sechs Wochen. Eine Schambeinentzündung hatte er ohne längere Ausfallzeiten im Griff. Giwah hat bislang 172 Pflichtspiele für die SV Drochtersen/Assel bestritten. Dabei erzielte er sieben Tore und gab acht Vorlagen.
Giwah: „Bis Montag die Füße stillhalten“
Der Operation am Mittwoch sieht Giwah gelassen entgegen. Er hofft, dass er am Freitagabend (31. Juli, 19.30 Uhr) wieder so fit ist, dass er seine Mannschaft beim Ligaauftakt im Kehdinger Stadion in Drochtersen gegen Phönix Lübeck von der Außenlinie laut unterstützen kann. Aber eigentlich soll er „die Füße stillhalten“.
Das ist die Ansage der medizinischen Abteilung des Regionalligisten. Giwah sagt, es falle ihm schwer, bis Montag sportlich gar nichts zu machen. Erst ab dann arbeitet Giwah gemeinsam mit D/A-Physiotherapeut Florian Martens die Reha-Hausaufgaben in der Soccerhalle in Drochtersen ab.
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Fußballerisch eingreifen auf dem Platz kann Giwah erst mal nicht. Eine wichtige Rolle nimmt der mit 24 von 25 Spielerstimmen frisch gewählte Mannschaftskapitän aber dennoch ein. Er will so oft wie möglich bei den Spielen und bei den Trainingseinheiten dabei sein. „Ich sehe das Spiel von außen und kann taktisch Einfluss nehmen“, sagt Giwah. Aber wie schwer wiegen sein monatelanger Ausfall und das Saisonende für seinen Kollegen aus der Innenverteidigung, Tjorve Mohr, der sich vor ein paar Tagen das Kreuzband riss?
Zählt D/A weiter zu den Top-Favoriten?
Giwah sagt, da gehe „schon etwas verloren“. „Aber das Team hat eine unfassbare Qualität und Charakter“, so der 26-Jährige. D/A habe Mentalität bewiesen, als es zuletzt das fast schon verlorene Pokalspiel gegen Atlas Delmenhorst drehte und am Ende 2:1 nach Verlängerung gewann. Dass D/A trotz der Ausfälle weiterhin „zum engsten Kreis der Favoriten“ in der Regionalliga zählt, steht für Giwah außer Frage. Die Mannschaft werde sogar nach den Rückschlägen wachsen.
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