TD/A schießt Norderstedt ab: Hyseni widmet sein Tor verletztem Kollegen
Alla Aid Hamid (links) hat einen schweren Stand gegen Norderstedt. Foto: Berlin
D/A kommt mit Dampf aus der Winterpause. Gegen Eintracht Norderstedt gewinnt der Regionalligist mit 5:1. Ein Spiel mit schönen Toren und tollen Gesten.
Drochtersen. Die SV Drochtersen/Assel braucht ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden. Kurz vor dem Anpfiff hat der Regen eingesetzt. Es ist ungemütlich im Kehdinger Stadion. Aber nach fünf Minuten erkennen die Zuschauer den klaren Plan im Drochterser Spiel. D/A greift früh an, will die Spielkontrolle.
Fußball-Regionalliga
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D/A-Trainer Oliver Ioannou vertraut gegen Eintracht Norderstedt folgender Startelf: Im Tor steht Routinier Patrick Siefkes. Die Abwehrkette bilden Liam Giwah, Tjorve Mohr und Nico von der Reith. Auf den Außenbahnen beginnen Robin Kölle und Jannes Elfers. Matti Steinmann startet im defensiven Mittelfeld. Für die kreativen Momente sind Jorik Wulff und Dennis Rosin zuständig. Im Sturm starten Haris Hyseni und Alla Aid Hamid.
Norderstedts Torwart mit Flugeinlage
Die Gastgeber kreieren nach einer Viertelstunde die ersten guten Gelegenheiten. Alla Aid Hamid trifft den Ball in aussichtsreicher Position nicht voll. Tjorve Mohr setzt einen Kopfball richtig gut. Aber Eintracht-Torwart Niklas Petzsch legt eine Flugeinlage ein und wehrt den Ball ab.

Bei Standards in der Offensive immer gefährlich: D/A-Innenverteidiger Tjorve Mohr. Foto: Berlin
Norderstedt versteckt sich nicht. Im Gegenteil. Zweimal hat D/A viel Glück. Ein Rückstand wäre ein Stimmungskiller für den ambitionierten Regionalligisten, der in dieser Saison den Aufstieg in die 3. Liga als Ziel ausgerufen hat und dafür zumindest infrastrukturell mit dem Stadionausbau die Weichen stellen will.
Stadionausbau
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Die Ausgangslage vor dem Anpfiff: D/A kämpft als Tabellendritter um die Meisterschaft. Eintracht Norderstedt benötigt als 15. im Kampf um den Klassenerhalt jeden Zähler. Das Hinspiel hat D/A in schlechter Erinnerung. Die 0:2-Niederlage zeigte, dass es in der Liga keine schwachen Gegner gibt.
D/A schlägt starke Ecken und Freistöße
D/A hat vor diesem Freitagabend vor allem bei den Standards seine Hausaufgaben gemacht. Ecken, Einwürfe und Freistöße in des Gegners Hälfte bringen Gefahr für das Norderstedter Tor. Die Gastgeber agieren variantenreich, mit Spielwitz, manchmal unorthodox. Das verwirrt die Gäste.
Kehdinger Stadion
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Nach einer schnell ausgeführten Ecke bringt Matti Steinmann D/A in der 26. Minute mit 1:0 in Führung. Per Kopf, ein Aufsetzer. Die Norderstedter Abwehr sieht dabei nicht gut aus. Alles läuft nach Plan im Kehdinger Stadion. Oder doch nicht?

Haris Hyseni (rechts) erzielte per Foulelfmeter sein zehntes Saisontor für D/A. Foto: Berlin
D/A schafft es nach 33. Minute nicht, den Ball nach einem scharf geschossenen Freistoß aus der Gefahrenzone zu bolzen. Norderstedt bestraft die Zaghaftigkeit. Abdul-Malik Yago schließt aus Nahdistanz trocken ab. 1:1.
Robin Kölle verpasst Halbzeitführung
Nach Ecken steht es in der ersten Halbzeit 8:2 für D/A. Ein schwacher Trost für die Gastgeber. Robin Kölle kann in der 44. Minute D/A mit einem guten Gefühl in die Kabine schießen. Seinen Flachschuss wehrt Niklas Petzsch im letzten Moment mit der Hand ab.
D/A kommt fokussiert aus der Kabine, will den 815 Zuschauern etwas bieten. Jannes Elfers verfehlt das Tor knapp in der 49. Minute. Haris Hysenis Schussversuch vereitelt der Keeper wenig später. Als Tjorve Mohr im Strafraum gefoult wird, entscheidet Schiedsrichter Jost Steenken auf Strafstoß.
Schöne Geste: Ein Tor für Geißen
Sein neuntes Saisontor widmet Haris Hyseni seinem verletzten Kollegen Maximilian Geißen. Erst lässt Hyseni vom Punkt Petzsch in der 55. Minute keine Chance, dann jubelt er mit Geißens Trikot in der Hand. Eine schöne Geste. Geißen hat sich während der Vorbereitung das Kreuzband gerissen.
D/A will jetzt die Vorentscheidung. Und jubelt drei Minuten später erneut. Nach einer Ecke schießt ein Norderstedter Verteidiger Liam Giwah unglücklich an. Der Ball landet im Netz. 3:1. Die Standards bleiben Drochtersens bestes Mittel an diesem Abend.
Von der linken Seite tritt Jannes Elfers die Ecken. In der 64. Minute steht Tjorve Mohr komplett blank, kann den Kopfball aber nicht gut platzieren. Sechs Minuten später findet Elfers Nico von der Reith. Sein Kopfball streift haarscharf am Pfosten vorbei. D/A hat hier jetzt alles im Griff. Und hat Lust auf mehr.
Tjorve Mohr kann es auch mit dem Fuß. Der Innenverteidiger hat in der Defensive wenig zu tun. Nach einer Flanke von Nico von der Reith schließt Mohr in der 78. Minute aus der Drehung ab. 4:1. Das Spiel ist gelaufen.
D/A klettert auf den zweiten Tabellenplatz. Drochtersen bessert sein Torverhältnis auf. Das Tor zum 5:1 ist ein Besonderes. Sebastian Haut schiebt kurz nach seiner Einwechslung ein. In den vergangenen Monaten hatte der Mittelfeldspieler kaum gespielt. Der SV Meppen bleibt nach einem 2:0-Sieg gegen den HSV II Spitzenreiter.
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