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Fußball-Regionalliga

TD/A vom Verletzungspech verfolgt: In Oldenburg erwischt es den Kapitän

D/A gehen die Innenverteidiger aus: Jetzt hat es auch Nico von der Reith erwischt.

D/A gehen die Innenverteidiger aus: Jetzt hat es auch Nico von der Reith erwischt. Foto: Berlin

D/A verliert in Oldenburg 1:3. Nicht nur das Ergebnis ist ein Dämpfer, es gibt einen weiteren verletzten Spieler. Das Spiel erzählt aber auch eine schöne Geschichte.

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Von Daniel Berlin
09.08.2026, 20:37 Uhr

Drochtersen. Im Duell der Spitzenmannschaften der Fußball-Regionalliga Nord erwischt der VfB Oldenburg am Freitagabend gegen die SV Drochtersen/Assel den weitaus besseren Tag. Dabei geht der D/A-Matchplan zunächst auf. Die Mannschaft von Trainer Oliver Ioannou stellt in der eigenen Hälfte konzentriert die Räume zu, verteidigt kompakt und wartet auf Umschaltmomente, auf Konter. Mehr als 4000 Zuschauer verstummen, als Drochtersen in Führung geht.

Das sind die Tore des Spiels

In der 16. Minute fährt D/A solch einen Konter nach einem Ballgewinn. Über links geht es schnell. Jannes Elfers setzt Alla Aid Hamid in Szene. Der steckt durch auf den im Zentrum startenden Tom Sanne. Sanne lässt VfB-Keeper Jhonny Peitzmeier keine Chance. 1:0 für D/A.

Der Spielbericht

Oldenburg schlägt in der zweiten Halbzeit zurück. In der 58. Minute reicht eine einfache Verlagerung auf die linke Seite. Rafael Brand schließt aus elf Metern völlig unbewacht ab. 1:1.

Die Drochterser Innenverteidigung steht nicht gut bei einem langen Ball aus der Oldenburg Abwehrkette. Kai Pröger veredelt den präzisen Pass und schließt in der 82. Minute zum 2:1 für den VfB ab.

Das 3:1 in der Nachspielzeit kommt einer Demütigung gleich. Mit frechem Kurzpassspiel über die rechte Seite setzt der VfB Mats Facklam in Szene, der nur noch den Ball ins leere Tor schieben muss.

Das ist der Wermutstropfen des Spiels

In der 30. Minute bleibt D/A-Kapitän Nico von der Reith kurz nach einem Zweikampf an der Eckfahne im eigenen Strafraum liegen. Auf der Drochterser Reservebank kommt Stress auf. Physiotherapeut Florian Martens kümmert sich um von der Reith. Ein paar Augenblicke später macht er das Zeichen mit den beiden Zeigefingern. Wechseln. Mannschaftskameraden müssen von der Reith stützen.

VfB-Trainer Dario Fossi fühlt nach dem Abpfiff mit. Er könne die Situation nachempfinden. Wenn aus einer Mannschaft so viele Spieler wegbrechen, sei das auch irgendwann mental sehr schwierig. Nico von der Reith ist nach Liam Giwah und Tjorve Mohr der dritte Innenverteidiger, der sich verletzt hat.

Die Diagnose steht noch aus. D/A-Coach Ioannou sagt, es sei eine Knieverletzung. „Er kann kaum auftreten. Wir müssen damit rechnen, dass es ein paar Tage werden, Wochen, vielleicht Monate“, so der Trainer. Am Montag wird von der Reith eingehend untersucht.

Diese Lücke reißt der Ausfall der Defensivkraft

In Oldenburg verliert D/A mit dem Ausfall von Nico von der Reith nach einer halben Stunde das letzte bisschen Lufthoheit im eigenen Strafraum. Der VfB kreiert Chancen. D/A geht glücklich mit der Führung in die Halbzeit.

Ioannou wechselt Jannes Wulff für von der Reith ein. Wulff spielt fortan an der Seite seines Bruders Jorik im Mittelfeld. Matti Steinmann geht einen Schritt zurück in die Innenverteidigung.

Matti Steinmann gewinnt den Zweikampf gegen Drilon Demaj.

Matti Steinmann gewinnt den Zweikampf gegen Drilon Demaj. Foto: Berlin

Jannes Wulffs Stärken sind unbestritten. Aber er gilt eher als der Kreative. Bei D/A stehen gegen Oldenburg nach dem Aus des Kapitäns viele Kreative auf dem Platz. Steinmann fehlt als ordnende Hand im Mittelfeld. Die Einwechslung von Innenverteidiger Luca Menke wäre eine Option gewesen.

Das sind die D/A-Stimmen zum Spiel

Dominique Ndure: „In der ersten Halbzeit standen wir kompakt gegen den Ball und wollten Umschaltmomente kreieren. In der zweiten Halbzeit waren wir zu passiv. Wenn die den Ball laufen lassen und wir nicht aktiv gegen den Ball arbeiten, wird es schwer. Wir sind mit der ganz klaren Einstellung hierher gekommen, das Spiel zu gewinnen.“

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Ole Schulz stand das erste Mal für D/A in der Startelf: „Es ist hart, aber es geht weiter. Rückschläge gehören dazu. In der zweiten Halbzeit haben wir den Faden verloren. D/A ist mit diesem Plan in Oldenburg immer ganz gut gefahren - aus einem tiefstehenden Block im Umschaltspiel gegen die Viererkette, die nicht ganz so viel Tempo hat wie unsere schnellen Spieler. Das 1:0 fällt genau so.“

Jannes Elfers: „Oldenburg war von Anfang an da. Wir waren nicht richtig in den Zweikämpfen. Die kamen irgendwie erwachsener rüber. Oldenburg war abgezockter. Vom Spiel hatten wir nichts. Das war ein ganz merkwürdiges Spiel, schwer zu verarbeiten. Letzte Woche war schon nicht gut. Wir kriegen die PS nicht auf den Platz.“

Oliver Ioannou: „Wir müssen unsere Jungs jetzt aufrichten. Wir müssen schauen, dass wir uns finden. Das ist aktuell durch viele äußere Einflüsse noch nicht der Fall. Wir müssen in den nächsten Tagen schnell zusammenwachsen. Wir müssen deutlich gefährlicher werden. Das ist aktuell zu wenig.“

Trotz Niederlage: Das ist die schöne Geschichte des Spiels

Vor mehr als einem Jahr riss sich D/A-Spieler Martin Sattler das Kreuzband. Gegen den VfB Oldenburg steht er das erste Mal wieder auf dem Platz. Zehn Minuten darf Sattler spielen.

Nach mehr als einem Jahr bestreitet Martin Sattler wieder ein Fußballspiel.

Nach mehr als einem Jahr bestreitet Martin Sattler wieder ein Fußballspiel. Foto: Jörg Struwe (nomo)

„Ich habe mich sehr gefreut, wieder gespielt zu haben. Oli hat mir das Vertrauen gegeben, in einem engen Pflichtspiel vielleicht noch mal Impulse zu setzen“, sagt Sattler. „Ein schöner Moment nach der langen Leidenszeit.“

Kurz nach seiner Einwechslung startet Sattler auf der rechten Seite durch. Nur fehlt ihm im letzten Moment der nötige Zug zum Tor. Die Chance verpufft.

Mittlerweile, sagt Sattler, habe er die schwere Verletzung komplett ausgeblendet. „Jetzt ist wieder alles cool“, sagt er.

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