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Fußball-Landesliga

TDallmanns Derbywunsch gegen A/O: Harsefeld bekommt „positiven Aufwind“

Kann der kriselnde TuS Harsefeld das Derby gegen A/O gewinnen?

Kann der kriselnde TuS Harsefeld das Derby gegen A/O gewinnen? Foto: FuPa/Schmietow

Wenn Harsefeld am Freitagabend (20 Uhr) A/O empfängt, soll im Idealfall der Derbysieg für den Aufschwung sorgen. Ein Spieler verkörpert die Sorgen und Hoffnung des TuS.

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Von Jan Bröhan
21.10.2026, 17:05 Uhr

Harsefeld. Erst kürzlich gab Alexander Martens, Sportdirektor des TuS Harsefeld, zu, dass er den „Entwicklungsprozess unterschätzt“ habe. Ein neuer Trainer mit Nabil Toumi, mit neuem Ansatz und Profil, dazu sieben Neuzugänge - die Harsefelder funktionieren noch nicht. Drei Siege, zwei Remis, sechs Niederlagen. Das ist nicht der Anspruch.

„Wir hatten alle andere Vorstellungen“, sagt Stürmer Jelldrik Dallmann. Der 26-jährige Neuzugang, nach seinen fünf Studienjahren in den USA mit Collegefußball und den anschließenden eineinhalb Jahren bei Regionalligist D/A, kam zum TuS als Hoffnungsträger und erwartete Verstärkung.

Nun sagt Dallmann auf seine eigene Leistung angesprochen: „Ich bin total unzufrieden. Ich habe noch nicht ansatzweise gezeigt, was ich kann.“ Vier Tore erzielte er in elf Einsätzen. Zusammen mit Per Lasse Schmidt, ebenso Neuzugang und Hoffnungsträger, Bestwert beim strauchelnden TuS. In dieser Mannschaft, die sich ganz offensichtlich noch nicht gefunden hat, sind beide dennoch Leistungsträger.

Dallmann selbst hat auch Anlaufschwierigkeiten

Die Harsefelder Probleme setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen, so Dallmann, das sei „schwer zu benennen“. Seine eigenen Anlaufschwierigkeiten dafür umso besser. Er kam mit verschleppten Adduktorenproblemen. „Ich hatte so was noch nie und habe das ein bisschen unterschätzt“, sagt Dallmann. Es werde aber immer besser.

Verschleppte Adduktorenprobleme erschwerten für Jelldrik Dallmann den Saisonstart.

Verschleppte Adduktorenprobleme erschwerten für Jelldrik Dallmann den Saisonstart. Foto: FuPa/Rathje

Dass auch der TuS Harsefeld besser wird, da ist Dallmann „guter Dinge“. Die guten Einzelspieler hätten sich als Mannschaft „noch nicht eingegroovt“, wie er sagt. Die Abläufe und Abstimmungen seien „noch nicht perfekt“. Dadurch fehle das Selbstvertrauen und die Selbstverständlichkeit. „Das müssen wir uns erarbeiten“, so der Stürmer.

Das Derby als Wendepunkt?

„Derbys sind immer etwas besonderes“, sagt Dallmann. Wenn Harsefeld und A/O aufeinandertreffen sowieso. Er wurde beim JFV A/O/B/H/H ausgebildet und spielte anschließend für die SV Ahlerstedt/Ottendorf. Derbys gegen Stade und D/A II erlebte er als junger Spieler auch noch.

In dieser Saison sind A/O und Harsefeld die einzigen Kreisvertreter in der Landesliga. Das Nachbarschaftsduell gewinnt dadurch an Relevanz. Zumal es für beide ambitionierten Mannschaften letztlich nur noch darum geht, sich zu entwickeln - oder aus Harsefelder Sicht, aus dem Krisenmodus zu kommen. Für Dallmann steht Tabellenführer Eintracht Celle schon als Meister fest. „Die verlieren keine zwei Spiele“, beurteilt er die bisherige Dominanz.

Er hatte eine „coole Zeit bei A/O“, sagt Dallmann. Zuletzt hat er einige alte Teamkollegen beim Oktoberfest in Revenahe getroffen. Man versteht sich. „Aber im Derby ist nicht gut Kirschen essen“, sagt Dallmann, „da ist 90 Minuten Feuer drin.“

So ein Derby wird gemeinhin auch durch die richtige Einstellung entschieden. Dallmann wird es mit den gestandenen Innenverteidigern und einstigen Mitspielern Timo von Holt und Thore Nissen zu tun bekommen. „Da weiß man, was auf einen zukommt“, sagt er und lacht. Nach dem Spiel verstehe man sich wieder.

Jelldrik Dallmann ist mit seiner Abschlussquote noch unzufrieden.

Jelldrik Dallmann ist mit seiner Abschlussquote noch unzufrieden. Foto: FuPa/Schmietow

Dallmann hofft darauf, dass das Derby auch durch den Heimvorteil in die Harsefelder Richtung kippt. „Ein Sieg würde uns extrem guttun“, sagt er. Er ist sich sicher: Ein Derbysieg würde für den nötigen „positiven Aufwind“ sorgen.

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