TDas Kulturforum am Buxtehuder Hafen braucht Hilfe
Heide Pfau und Maren Köster-Hetzendorf (rechts) suchen neue Ehrenamtliche für den Bistrodienst. Foto: Felsch
Das Kulturforum sucht Ehrenamtliche. Denn einige der Älteren aus dem Team wollen aufhören oder ihren Dienst einschränken. Warum es sich lohnt, mitzumachen, erzählt Heide Pfau.
Buxtehude. Sie ist der Kopf des Bistro-Teams, organisiert seit 2024 den ehrenamtlichen Bereich und ist fast täglich im Einsatz: Für Heide Pfau ist das Kulturforum zum Wohnzimmer geworden. Laut einer Studie der Deutschen Freiwilligen Survey leisten 20 Prozent der Ehrenamtlichen mehr als sechs Stunden unentgeltliche Arbeit pro Woche. „Da gehörst du mit Sicherheit dazu“, sagt Maren Köster-Hetzendorf anerkennend. Die so Angesprochene winkt bescheiden ab. „Das muss niemand. Wer hier mitmachen möchte, kann selbst bestimmen, wann und wieviel er an Zeit investiert“, betont die 73-Jährige.
Jeder kann sich nach seinen Fähigkeiten einbringen
„Es wäre allerdings wünschenswert, wenn jemand regelmäßig käme, so zwei- bis dreimal im Monat“, fügt Heide Pfau hinzu, die den Dienstplan jeweils vier Wochen im Voraus unter Berücksichtigung der Wünsche der Mitglieder, die sich nach ihren Fähigkeiten einbringen können, erstellt.
„Auch wenn es keine schwierigen Aufgaben sind, wie zum Beispiel die Kaffeemaschine oder die Spülmaschine zu bedienen, aber um den ganzen Ablauf im Haus kennenzulernen, ist es besser, nicht nur sporadisch herzukommen“, meint Maren Köster-Hetzendorf. Außer beispielsweise hinterm Tresen werden Helfer in der Küche, zum Backen von Kuchen oder bei Konzerten am Eingang zum Ticketverkauf gebraucht.
Besucherzahlen im Kufo gestiegen
Mit den 25 bis 30 Ehrenamtlichen, die derzeit das Kufo am Laufen halten, ist die Präsidentin des Kulturforums sehr zufrieden. Das Problem ist nur, dass ein Teil von ihnen, aufgrund ihres Alters - 80 plus - planen, aufzuhören oder ihren Dienst einzuschränken. „Viele Ältere, die außerhalb wohnen, fahren abends nicht mehr gerne los, weshalb wir gerade für die späten Veranstaltungen Unterstützung brauchen“, so die Präsidentin.
Bedarf bestehe außerdem beim Philosophischen Café, bei dem sich die Besucherzahlen nach Corona verdoppelt haben, bei den Buchbesprechungen, Vernissagen oder wie neulich bei den Matjes-Tagen. „Da können nicht Hände genug sein“, weiß Heide Pfau.
Weniger beim Sonntags-Café, das sich ebenfalls zum Publikumsmagnet entwickelt hat. „Manchmal fällt jemand kurzfristig aus und dann ist Ersatz nötig“, so die Leiterin der Ehrenamtlichen. „Oder wenn eine Veranstaltung von 13 bis 19 Uhr dauert, teilen wir die Leute gern in Schichtdiensten ein, damit niemand zu viele Stunden am Stück hier sein muss.“
Kulturelles Angebot erhalten
Warum es sich lohne gerade an diesem Ort zu arbeiten: „Wir sind ein offenes, freundliches Team, gut organisiert und es herrscht immer beste Stimmung im Haus“, sagt Maren Köster-Hetzendorf. „Und“, setzt sie hinzu „man trägt mit dazu bei, dass ein niedrigschwelliges Angebot, ein Ort der Begegnung, um sich auszutauschen und Kultur zu erleben, erhalten bleibt.“ Das funktioniere nur mit Ehrenamtlichen, so die Präsidentin.
Einmal im Jahr gibt es als besonderes Dankeschön einen Ausflug und ein Sommerfest für alle Ehrenamtlichen. Aber deshalb sind Heide Pfau und die anderen im Team nicht dabei: „Wir haben immer viel Spaß zusammen“, versichert sie. „Wir hoffen, dass wir neue Ehrenamtliche gewinnen können, denn gerade im kulturellen Bereich ist es sehr schwer, Leute zu finden, die meisten engagieren sich in Vereinen.“
Wer sich für ein Ehrenamt im Kufo interessiert, kann sich mit dem Kulturforum in Verbindung setzen. Informationen unter: www.kulturforum-hafen.de

Die Präsidentin Maren Köster-Hetzendorf (links) mit einer der Hauptehrenamtlichen Heide Pfau. Foto: Felsch

Im Gespräch: Die Präsidentin Maren Köster-Hetzendorf (links) mit Heide Pfau. Foto: Felsch
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