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T„Demokratie muss Extreme aushalten“: Stader Schüler organisieren Forum selbst

Das Orga-Team des Erstwählerforums führte zu Beginn in das Programm ein. Die gesamte Veranstaltung wurde von Schülern geplant.

Das Orga-Team des Erstwählerforums führte zu Beginn in das Programm ein. Die gesamte Veranstaltung wurde von Schülern geplant. Foto: Daniel Beneke

Das Erstwählerforum wurde von Schülern organisiert. Antonia und Johannes aus dem Orga-Team erzählen, warum es ihnen wichtig ist, Jugendlichen Lokalpolitik nahezubringen.

Von Rebecca Haardt Dienstag, 02.06.2026, 17:29 Uhr

Stade. „Hätte eine Person gefehlt, hätte die Organisation nicht geklappt”, erzählt Johannes Mögling von der Realschule Camper Höhe. Der Schüler ist Teil des Organisationsteams des Erstwählerforums (EWF). Die Veranstaltung fand am Dienstagmorgen im Stadeum statt und ermöglichte es knapp 900 Schülern von vier Stader Schulen, sich über Lokalpolitik zu informieren und mit Vertretern verschiedener Parteien ins Gespräch zu kommen.

Forum vollständig von Schülern organisiert

Die Organisation des Forums lag in den Händen von etwa zehn Schülern vom Vincent-Lübeck-Gymnasium (VLG), der Realschule Camper Höhe, der IGS und dem Athenaeum. Seit November letzten Jahres liefen die Vorbereitungen, erzählt Antonia Wischner. Die Zehntklässlerin vom Athenaeum gehört ebenfalls zum Orga-Team. Sie und Johannes erzählen, dass die Idee für das Forum von Jack Ruder vom Athenaeum stammt. Außerdem hätten Maite Pollex vom VLG und Joshua Grießbach vom Athenaeum, besonders viel zur Planung beigetragen.

Die sei ziemlich aufwendig gewesen: „Die Location musste organisiert werden und wir mussten uns einigen, welche Parteien kommen sollen”, sagt Antonia. Johannes fügt hinzu: „Uns war wichtig, dass wir das Thema Lokalpolitik für Jugendliche spannend gestalten.” Unterstützt wurden die Jugendlichen vom Kreisjugendring Stade, in dessen Vereinshaus sie sich treffen konnten. Die Kosten für die Veranstaltung übernahmen unter anderem die Schulfördervereine, ein Bildungsfonds und die Sparkasse.

Jugendliche sind in der Politik wenig repräsentiert

Antonia erzählt, dass die meisten aus dem Orga-Team politisch aktiv seien. Dadurch sei ihnen bewusst geworden, wie wenig einige ihrer Mitschüler über die Kommunalwahlen wüssten. „Deshalb wollten wir mit dem Forum allen die Chance geben, sich gleich gut auf die Wahl vorzubereiten”, sagt sie.

Für Johannes ist das Forum deshalb wichtig, weil Jugendliche in der Politik unterrepräsentiert seien. „Die Politik soll uns sehen. Denn wir sind die Zukunft”, sagt er. Vor allem bei einer Kommunalwahl könnten die etwa 900 Stimmen der anwesenden Schüler einiges ausmachen.

Demokratie muss Extreme aushalten

Im Vorfeld hatte es Kritik gegeben, da die AfD zum Forum eingeladen worden war. Welche Parteien am Forum teilnehmen sollten, wurde im Orga-Team ausgiebig diskutiert. Schließlich habe man sich darauf geeinigt, alle Parteien anzuschreiben, die in Stade eine Struktur haben, erklärt Antonia. „Wir sind der Meinung, dass eine Demokratie Extreme aushalten muss”, sagt Johannes.

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