TDepot-Insolvenz: Shops in Stade und Buxtehude schließen jetzt auch
Der Shop-in-Shop von Depot in Meyer's Frischecenter in Stade hat am 30. September zum letzten Mal geöffnet. Foto: Stehr
Die Kette für Dekoartikel schloss 2025 unter anderem die Filiale in Dollern. Bald gibt es auch die letzten drei Depot-Shops im Kreis Stade nicht mehr. Die Marke soll aber fortbestehen.
Stade. Am 30. September ist Schluss. Das hinter der Depot-Kette stehende Unternehmen, die insolvente Gries Deco Company Deutschland GmbH, stellt Ende September den Geschäftsbetrieb ein. Das sagte Inhaber Christian Gries der Deutschen Presse-Agentur.
Räumungsverkauf bis zum 30. September
Sämtliche Arbeitsverhältnisse sowie Mietverträge werden zum 30. September gekündigt. Betroffen davon sind auch die sogenannten Shop-in-Shops von Depot in der Buxtehuder Jysk-Filiale am Ostmoorweg sowie im Toom-Baumarkt am Steinkamp und in Meyer's Frischecenter im Drosselstieg in Stade.
Zwei Mitarbeiterinnen aus dem Depot-Shop im Frischecenter verlieren ihren Job, in den anderen Shop-in-Shops waren nach TAGEBLATT-Informationen keine Depot-Angestellten beschäftigt. Der Räumungsverkauf läuft noch bis zum 30. September. Viele Regale im Depot-Shop im Frischecenter sind aber bereits leer.
T Depot in Dollern ist dicht: Was Familie Mohr jetzt plant
Bereits Ende März 2025 war die Depot-Filiale im Kaufhaus Mohr in Dollern nach 13 Jahren geschlossen worden. Zuvor betrieb Depot bundesweit noch rund 400 Geschäfte. Doch während und nach der Corona-Pandemie kämpfte die Deko-Kette mit Schwierigkeiten. Schon 2024 meldete das Unternehmen Insolvenz in Eigenverwaltung an.
Gegenüber der dpa hatte Depot-Eigentümer Christian Gries Mitte April 2025 mitgeteilt, dass in den ersten drei Monaten des Jahres bereits 45 Filialen dichtgemacht wurden - weitere sollten folgen. Voraussichtlich etwa 2000 der 3300 Beschäftigten verloren damals ihren Job. Zu Ende September 2026 wird laut Gries nun etwa 730 Beschäftigten gekündigt, zu Ende Juli waren es bereits 350.
Das im unterfränkischen Großostheim ansässige Unternehmen hatte laut dpa im Mai erneut die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Als Gründe nannte Gries Zölle, zunehmende Konkurrenz durch Plattformen wie Temu sowie die Kaufzurückhaltung der Verbraucher.
Ende Juni kündigte Depot die Schließung von zunächst 66 der etwa 150 Filialen an. Bis Anfang August folgten rund 30 weitere. Dass jetzt auch alle übrigen Verträge gekündigt werden, begründete Gries damit, dass das Vermögen der Firma nicht reiche, um alle Verbindlichkeiten zu bezahlen.
Depot als Marke soll bestehen bleiben
Für Depot müsse dies laut Gries jedoch nicht das Aus bedeuten. Trotz der gekündigten Verträge sollen nach seinen Vorstellungen nicht alle der rund 50 noch verbliebenen Filialen bis Ende September schließen. Er wolle die in seinem Eigentum stehende Marke in eine andere Gesellschaft überführen und mit einer kleineren Mannschaft weitermachen.
„Wir werden mit den Vermietern in Dialog gehen, um neue Mietverträge abzuschließen. Depot wird nicht verschwinden“, sagte Gries. Wie viele Filialen erhalten bleiben könnten und bis wann endgültig darüber entschieden werde, ließ er offen.
Der Einzelhandel in Deutschland steht wegen der schwachen Konsumstimmung und des wachsenden Onlinehandels unter Druck. Neben Depot meldeten auch die Non-Food-Discounter Kodi und Mäc Geiz sowie die Baumarktkette Hellweg kürzlich Insolvenz an. (dpa)
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