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TDer Beton muss weg: So wird Stades beliebtestes Parkhaus saniert

Paik-Eric Junge ist als Betriebsleiter der Stader Versorgungs- und Bädergesellschaft für die drei Parkhäuser in Stade zuständig.

Paik-Eric Junge ist als Betriebsleiter der Stader Versorgungs- und Bädergesellschaft für die drei Parkhäuser in Stade zuständig. Foto: Stehr

2,5 Millionen Euro investiert die Stadt in die Sanierung der Parkgarage Am Sande. Wie das Parken einfacher wird und was sich auch im Parkhaus am Bahnhof schon verbessert hat.

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Von Lena Stehr
Mittwoch, 28.01.2026, 04:50 Uhr

Stade. Mit durchschnittlich 1200 Autos am Tag ist die Tiefgarage Am Sande mit ihren 433 Stellplätzen das beliebteste Parkhaus der Stader City. Zum Vergleich: In das Parkhaus in der Wallstraße mit gut 500 Parkplätzen fahren laut der Stader Versorgungs- und Bädergesellschaft (SVBG) täglich 900 Autos ein.

Beton auf beiden Ebenen wird abgetragen

Momentan müssen Autofahrer bei der Tiefgarage Am Sande allerdings mit Einschränkungen leben. Wie berichtet lässt die SVBG sie im großen Stil sanieren. So soll das Parkhaus fit für die nächsten 30 Jahre gemacht werden, sagt SVBG-Betriebsleiter Paik-Eric Junge. Die Kosten beziffert er auf 2,5 Millionen Euro. Zuerst ist die untere der beiden Etagen an der Reihe. Die obere bleibt währenddessen geöffnet. Hier beginnen die Arbeiten erst, wenn die untere Etage fertig saniert und wieder befahrbar ist.

Solche Löcher im Beton gehören bald der Vergangenheit an.

Solche Löcher im Beton gehören bald der Vergangenheit an. Foto: Stehr

Auf insgesamt 11.600 Quadratmetern wird der an vielen Stellen rissige und beschädigte Beton komplett abgetragen und erneuert. Das sei dringend nötig, sagt Paik-Eric Junge. Es ist die erste Sanierung seit dem Bau der Tiefgarage im Jahr 1990.

Erneuert werden außerdem die Brandschutztore und die sogenannte CO-Warnanlage. Sie überwacht die Konzentration von Kohlenmonoxid in der Tiefgarage und schaltet die Belüftungsanlage ein, wenn die Abgaskonzentration zu hoch ist. Die Parkgarage bekommt zudem ein stromsparendes Beleuchtungssystem mit Bewegungsmeldern. Einfahrgitter und Fahrstuhl werden ebenfalls erneuert.

Vier Parkwächter sind in den Parkhäusern im Einsatz

Wer Hilfe braucht oder Fragen hat, kann sich stets an einen der vier Parkwächter wenden, die für die Parkhäuser Am Sande, in der Wallstraße und am Bahnhof zuständig sind. Sie arbeiten werktags im Schichtdienst von 5.45 bis 22.15 Uhr und helfen unter anderem bei Problemen mit den Kassenautomaten, sorgen für Verkehrssicherheit und Sauberkeit und stellen Dauerkarten aus.

Marcus Detjen ist Parkwächter in der Parkgarage Am Sande.

Marcus Detjen ist Parkwächter in der Parkgarage Am Sande. Foto: Stehr

Einer von ihnen ist Marcus Detjen. Er hat ein kleines Büro im Erdgeschoss der Parkgarage Am Sande, das ebenfalls modernisiert wird. Auf mehreren Monitoren kann Marcus Detjen von hier aus bequem sehen, was an den Ein- und Ausfahrten sowie auf den Parkdecks passiert. Unfälle gebe es zum Glück nur selten und wenn, dann nur kleinere Blechschäden, sagt Detjen. Er macht den Job seit 2008.

433 Parkplätze stehen in der Parkgarage Am Sande zur Verfügung. Täglich fahren durchschnittlich 1200 Autos ein.

433 Parkplätze stehen in der Parkgarage Am Sande zur Verfügung. Täglich fahren durchschnittlich 1200 Autos ein. Foto: Stehr

Häufiger helfe er Menschen, die Probleme mit dem Kassenautomaten haben. Die Probleme könne er in der Regel schnell und routiniert lösen. Über die an den Automaten und Schranken installierten Hilfeknöpfe gibt es zudem Kontakt zu einer externen Leitstelle, die sich bei Problemen in die Systeme einloggen kann.

Kennzeichen werden digital erfasst

Kein Problem mehr ist der Verlust des Parktickets. Die Autokennzeichen werden nämlich digital erfasst. Um bezahlen zu können, kann am Automaten einfach das Kennzeichen eingegeben werden. Die Bezahlung ist per Bargeld oder Karte möglich. Künftig sollen die Tickets ganz wegfallen, sagt Paik-Eric Junge. Dann werde es auch keine Schranke mehr geben.

Anders sieht es in der Parkpalette am Bahnhof aus. Das Park-and-Ride-Parkhaus hat 544 Plätze und wird zu 90 Prozent von Dauerparkern genutzt. Seit dem vergangenen Jahr gibt es hier ebenfalls ein intelligentes Parksystem mit Kennzeichenerkennung. Eine Schranke wurde hier bewusst neu eingebaut. „So wollen wir Autoposer ausbremsen, was auch zu funktionieren scheint“, sagt Paik-Eric Junge.

Autoposer waren immer wieder mit quietschenden Reifen und heulenden Motoren durch die Parkpalette am Bahnhof gebrettert und hatten dabei große Schäden auf dem Asphalt verursacht. Für mehr Sicherheit und um Vandalismus vorzubeugen, hat die SVBG dort nun auch eine intelligente Videoüberwachung installieren lassen. Die Kameras können zum Beispiel erkennen, ob jemand herumlungert. Ist das der Fall, ertönt ein Hinweis, dass die Person das Gebäude verlassen soll.

Parkhäuser sollen heller, sicherer und sauberer sein

Die SVBG gehört zu 100 Prozent der Stadt Stade und bewirtschaftet die drei Parkhäuser seit dem 1. Januar 2024. Die Gesellschaft hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Parkhäuser „heller, sicherer und sauberer“ zu machen. Gesamtkosten: fünf bis sieben Millionen Euro.

Die zwei Parkebenen werden nacheinander saniert.

Die zwei Parkebenen werden nacheinander saniert. Foto: Stehr

Die Arbeiten in der Parkgarage Am Sande sollen im November 2026 abgeschlossen sein. Wer sich für einen Dauerstellplatz interessiert, findet Informationen zu Verfügbarkeiten und Buchung unter www.parkeninstade.de. Es gibt allerdings eine Warteliste.

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