TDer Tunnel kommt in Wischhafen an: Meilenstein der Suedlink-Trasse
Der Tunneldurchschlag in Wischhafen ist ein Meilenstein beim Bauprojekt Suedlink (von links): Niedersachsens Energieminister Christian Meyer, Tennet COO Ina Kamps und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther. Foto: Klempow
Stromautobahn unter der Elbe: Für den Tunneldurchschlag steigen am Montag ein Ministerpräsident, ein Minister und eine Tennet-Chefin 25 Meter in die Tiefe.
Wischhafen. Das Mega-Bauprojekt ist schneller vorangekommen als gedacht. Mehr als fünf Kilometer unter der Elbe hindurch führt der Suedlink-Elbtunnel. In Wewelsfleth in Schleswig-Holstein hatten die Bauarbeiten begonnen, im Februar 2025 hatte der Tunnelvortrieb begonnen. Nach 5,2 Kilometern wurde der Tunneldurchschlag in Wischhafen am Montag mit rund 150 Gästen gefeiert.
Offizieller Schlusspunkt in der Baugrube
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, Niedersachsens Umwelt- und Energieminister Christian Meyer und Tennet-COO Ina Kamps stiegen für den symbolischen Schlusspunkt des Tunnelvortriebs die Treppen in die 25 Meter tief liegende Baugrube hinab. Hinter einer Leinwand lag der Tunnel verborgen, das Wegschaufeln des letzten bisschen Sands hatte nur noch Symbolcharakter.

Die Baugrube in 25 Metern Tiefe in Wischhafen. Der eigentliche Tunneldurchschlag war bereits im Juni durch die Tunnelbohrmaschine Elsa erfolgt. Foto: Tennet
Der eigentliche Durchschlag war schon im Juni gelungen. Für sie persönlich sei dieser Tag dennoch besonders, sagte Ina Kamps vor laufenden Kameras. „Ein wahnsinnig großer Erfolg, ich bin extrem stolz auf das Team“, sagte Kamps, die zur Geschäftsführung von Tennet gehört. Sie lobte zum einen das Tennet-Team und zum anderen die beteiligten Unternehmen Porr und Wayss & Freytag Ingenieurbau AG.
Stromautobahn unter der Elbe
Der Suedlink-Tunnel führt die Kabel der sogenannten Stromautobahn unter der Elbe hindurch und weiter in Richtung Süden, damit der Windstrom aus dem Norden auch im Süden genutzt werden kann. Der ElbX-Tunnel gilt als eines der technisch anspruchsvollsten Bauwerke der Suedlink-Trasse und verbindet Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther wechselte noch ein paar Worte mit den Tiefbauspezialisten. Foto: Klempow
Daniel Günther nutzte noch vor den Grußworten die Gelegenheit, bei der Gruppe der Tiefbau-Spezialisten zu stoppen und ihnen für ihre Arbeit persönlich zu danken. Das machte er dann auch offiziell: „Der große Applaus gilt all den Menschen, die diese großartige Arbeit geleistet haben.“
Günther: Stolz auf die Energiewende
Meilensteine zu würdigen und Erfolgserlebnisse zu beschreiben, „das sollten wir in unserem Land deutlich öfter tun“, sagte Günther.
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Das Projekt beweise, dass das Land durch erneuerbare Energien resilient und unabhängig werde. „Damit wir nicht von Krisen abhängig sind, wo auch immer sie auf der Welt stattfinden.“ Schleswig-Holstein sei Energiewendeland und stolz darauf.

Geladene Gäste und das Team vor Ort waren zur Feier des Tunneldurchschlags in Wischhafen geladen. Foto: Klempow
Die Suedlink-Leitung stärke die Versorgungssicherheit, betonte auch Christian Meyer. „Suedlink spielt eine entscheidende Rolle, um die Stromkosten in Deutschland deutlich zu verringern“, sagte der Energieminister. „Teure fossile Reservekraftwerke, die mit Kohle oder Gas betrieben werden, werden durch günstigen und überschüssigen Windstrom aus dem Norden ersetzt. Damit sparen wir Milliarden.“
Frauenpower beim ElbX-Projekt
Die Leitung reduziere auch die sogenannten Redispatch-Kosten. Die entstehen, wenn Windenergieanlagen wegen fehlender Netzkapazitäten abgeregelt werden müssen. Meyer dankte den Kommunen und Menschen entlang der Suedlink-Trasse „für die konstruktive Begleitung“.
Ina Kamps, COO bei Tennet über das Elsa und das Ba
Tennet-Geschäftsführerin Ina Kamps strahlte vor dem Tunneleingang unter dem vorgeschriebenen Baustellenhelm. Für sie ist ElbX auch „Frauenpower“. Nicht nur, weil die Heilige Barbara die Schutzpatronin der Bergleute und damit auch der Tunnelbauer ist. Einen starken Anteil hat auch Elsa.
Eine Maschine namens Elsa
Auf den Namen Elsa wurde die Tunnelbohrmaschine getauft. Sie hat die 5,2 Kilometer in weniger als 18 Monaten geschafft, „termin- und budgetgerecht“, so Kamps. Sie sei ein „Elsa-Fan“.
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Der Name sei die Abkürzung für „ElbX lässt Suedlink-Strom ankommen“. Die Maschine wurde speziell für ihren Einsatz unter der Elbe gebaut, jetzt ist sie nach dem erfolgreichen Durchbruch im Schacht in Wischhafen wieder beim Hersteller - und wird nicht im Ganzen, aber in Teilen bei weiteren Bauprojekten zum Einsatz kommen.

Im neuen Elbtunnel: Energieminister Christian Meyer, Tennet COO Ina Kamps und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther. Foto: Tennet

Die Tunnelbaustelle aus der Vogelperspektive. Foto: Carsten Schüler / BEST COMPANY V

Ina Kamps, COO bei Tennet, ist stolz auf den Fortschritt der Arbeiten am ElbX-Tunnel. Foto: Klempow
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