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TDer Zirkus ist in Fredenbeck: Ein Motto schweißt 67 Kinder zusammen

Voller Fokus auf ihre Nummer: Die Tuchartisten im Fredenbecker Mitmachzirkus bieten eine bunte Show.

Voller Fokus auf ihre Nummer: Die Tuchartisten im Fredenbecker Mitmachzirkus bieten eine bunte Show. Foto: T. Meyer

Sie schwingen Hula-Hoop-Reifen oder stehen auf einem Nagelbrett: Vier Kinder beim Mitmachzirkus in Fredenbeck erzählen, wie der Zirkus sie stärker macht.

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Von Thies Meyer
03.08.2026, 15:25 Uhr

Fredenbeck. Vor der Geestlandhalle steht ein weißer Anhänger. Auf der Heckklappe fliegt ein Clown über Zirkuszelte und darüber steht ein Spruch: „Kannst du nicht war gestern“. Es ist das Motto des Circus Zappzarap aus Leverkusen. In der Geestlandhalle, die durch eine Trennwand zweigeteilt ist, hallen viele Kinderstimmen. Geschrei.

An diesem Ort bringen zwei Zirkuspädagoginnen 67 Kindern typische Zirkusnummern bei. Am Donnerstagvormittag laufen die letzten Proben vor der Generalprobe am Freitag, ehe 300 Mütter, Väter, Omas, Opas, Geschwister und Sponsoren am Freitagnachmittag die große Zirkusshow ansehen. Ein Besuch bei den Darstellern und zwei erfahrenen Zirkusfrauen.

Die Flowerstick-Balanciererin: Daryna Szameitat

Sie will zeigen, was sie im Mitmachzirkus seit Montag gelernt hat. Daryna Szameitat (8) aus Stade-Hagen rennt los. Irgendwo in die Katakomben der Halle. Nach einer Minute kommt sie mit etwas in den Händen wieder.

Die Achtjährige hält einen weiß-pinken Gummistab in jeder Hand, auf beiden balanciert sie den sogenannten Flowerstick - das pinke Ende des Sticks sieht wie eine Blumenblüte aus. Dann schwingt sie die Handstäbe nach oben, so dass der Flowerstick fliegt. Der Stick fällt, und Daryna fängt ihn mit beiden Handstäben wieder auf. Einmal fällt der Flowerstick auf den Hallenboden.

Durch die Luft fliegt der Flowerstick, mit zwei Stäben in der Hand muss Daryna Szameitat versuchen, ihn wieder aufzufangen.

Durch die Luft fliegt der Flowerstick, mit zwei Stäben in der Hand muss Daryna Szameitat versuchen, ihn wieder aufzufangen. Foto: T. Meyer

„Es ist okay, dass man etwas fallen lässt“, so Daryna. Fehler zu machen ist Teil des Miteinanders im Mitmachzirkus. Daryna wiederholt selbstbewusst die Nummer für die Aufführung. Es klappt. Das Motto auf dem weißen Anhänger vor der Geestlandschule passt.

Mutmacher: Das Motto, das die Kinder im Mitmachzirkus Fredenbeck verbindet, ist selbsterklärend.

Mutmacher: Das Motto, das die Kinder im Mitmachzirkus Fredenbeck verbindet, ist selbsterklärend. Foto: T. Meyer

Nicht nur die Kunststücke, auch das Miteinander macht Daryna Spaß. Mit Frieda kannte sie schon eine Teilnehmerin von ihrer Schule, aber sie freue sich, auch andere Kinder kennenzulernen. Zirkus war schon lange in ihrem Kopf. „Ich wollte so gerne mal in einem Zirkus mitmachen“, sagt Daryna. Das „so gerne“ betont sie, weil eine Rolle als Zirkuskünstlerin „schon immer mein Traum war“.

Alle Kinder konnten am ersten Tag, am Montag, ausprobieren, zu welcher Zirkusrolle sie Lust haben. Die 67-köpfige Gruppe wurde in mehrere kleinere unterteilt, und jedes Kind durfte sich zwei Rollen aussuchen. In ihrer zweiten Rolle neben dem Flowerstick-Balancieren kreist die Achtjährige einen Hula-Hoop-Reifen um ihren Körper - wie der nächste Künstler.

Der Hula-Hoop-Tänzer: Felix Dankers

Eigentlich sind die Kinder in der Geestlandhalle zwischen sechs und zwölf Jahre alt. Mit fünf Jahren ist Akrobat und Hula-Hoop-Künstler Felix Dankers auch dabei. Der Junge im Inter-Mailand-Trikot ist wohl der Jüngste im Mitmachzirkus Fredenbeck, der von der Jugendpflege Fredenbeck organisiert wird. Felix lässt lässig den Hula-Hoop-Reifen um seinen Oberkörper kreisen. Ein anderer Junge - ein, zwei Jahre älter - ist baff: „Der ist jünger als ich und kleiner und kann das besser.“

Voilà! Der fünfjährige Felix Dankers und sein Team präsentieren Akrobatik.

Voilà! Der fünfjährige Felix Dankers und sein Team präsentieren Akrobatik. Foto: T. Meyer

Wie viel Spaß macht Felix der Zirkus? Der Fünfjährige ist abgelenkt, denn sein Freund fordert ihn zum Wettbewerb mit dem Reifen heraus. Dann laufen sie um die Wette. Das und sein Dauerlächeln reichen als Antwort.

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Foto: T. Meyer

Der Mitmachzirkus in Fredenbeck
Der Mitmachzirkus in Fredenbeck Foto: T. Meyer

Die Teamplayerinnen in der Akrobatik: Hanni Asmussen und Marit Klug

Für zwei Fredenbeckerinnen ist es ein Heimspiel, sie spielen zusammen in der D-Jugend der JSG Fredenbeck/Stade/Harsefeld Handball. Hanni Asmussen und Marit Klug (beide 11) haben als Akrobatinnen in ihrer Choreografie unter anderem die Aufgabe, Felix Dankers und weitere im Team in der Pyramide zu stützen. Die Großen hocken unten, die Kleinen bilden den Gipfel der Pyramide.

Groß hilft Klein: Die beiden Elfjährigen Marit Klug (links) und Hanni Asmussen halten den Fünfjährigen Felix Dankers (Mitte) fest und geben beim Salto Hilfestellung. Die anderen im Team feuern hinter der Matte an.

Groß hilft Klein: Die beiden Elfjährigen Marit Klug (links) und Hanni Asmussen halten den Fünfjährigen Felix Dankers (Mitte) fest und geben beim Salto Hilfestellung. Die anderen im Team feuern hinter der Matte an. Foto: T. Meyer

Marit macht es Spaß, „dass es eine Teamnummer ist und man als Team zusammenarbeitet“. Hanni ergänzt: „Wir haben Vertrauen zu den kleineren Kindern und die haben Vertrauen in uns.“ Teamgeist ist im Mitmachzirkus wichtig.

Neben Akrobatinnen sind sie auch noch Fakire. Diese Rolle erfordert Mut. Marit und Hanni stehen dabei zum Beispiel auf einem Nagelbrett. „Am Anfang war es etwas unangenehm an den Füßen, aber man hat sich schnell daran gewöhnt“, sagt Hanni.

Hanni Asmussen (links) und Marit Klug kannten sich schon vor dem Mitmachzirkus, sie spielen in einer Handballmannschaft.

Hanni Asmussen (links) und Marit Klug kannten sich schon vor dem Mitmachzirkus, sie spielen in einer Handballmannschaft. Foto: T. Meyer

Die Zirkuspädagogen: Roberta Thust und Miriam Vogt

Scheinwerferlicht strahlt auf die Manege. Die Tuchartisten treten hinter dem Vorhang hervor und führen mit neonleuchtenden Tüchern ihre Show vor. Roberta Thust sitzt auf einer Sportbank und macht sich Notizen.

67 Zirkusschüler sind in der Klasse, und Roberta Thust und ihre Kollegin Miriam Vogt sind gewissermaßen die Lehrer. Die Zirkuspädagoginnen vom Circus Zappzarap sind nach Fredenbeck gereist, nicht nur mit dem Ziel, das Jonglieren oder Pyramide-Bauen beizubringen.

Roberta Thust (links) und Miriam Vogt vom Circus Zappzarap wollen mehr, als den Kindern in Fredenbeck nur Tricks beizubringen.

Roberta Thust (links) und Miriam Vogt vom Circus Zappzarap wollen mehr, als den Kindern in Fredenbeck nur Tricks beizubringen. Foto: T. Meyer

„Bei Zirkuspädagogik geht es darum, die Kinder zu stärken“ sagt Thust. Das Erlernen sozialer Fähigkeiten und das persönliche Wachstum stünden im Vordergrund. „Das Motorische, mit einem Gerät umzugehen, ist eigentlich nur ein Vehikel“ - ein Mittel zum Zweck, beschreibt Thust. Wenn Menschen Freude an etwas haben, lernen sie am besten, erklärt sie.

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„Jonglieren finde ich am besten“, sagt Lisa Gerloff (9). Bei der Aufführung jongliert sie unter anderem mit einer Keule.

„Jonglieren finde ich am besten“, sagt Lisa Gerloff (9). Bei der Aufführung jongliert sie unter anderem mit einer Keule. Foto: T. Meyer

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