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Neujahrsempfang

TDer etwas andere Preis: Freiburger Vereine suchen ihren Vereinsmeier

Die Jury der Vereinsmeier (von links): Marc Vollmer, Jörg Petersen, Dennis Tiedemann und Elke Windhager sowie Initiator Malte Bösch mit dem Vereinsmeier in der Mitte.

Die Jury der Vereinsmeier (von links): Marc Vollmer, Jörg Petersen, Dennis Tiedemann und Elke Windhager sowie Initiator Malte Bösch mit dem Vereinsmeier in der Mitte. Foto: Helfferich

Zum dritten Mal küren die Freiburger Vereine ihren Vereinsmeier. Eine Ehrung mit Augenzwinkern. Was steckt dahinter?

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Von Susanne Helfferich
Mittwoch, 21.01.2026, 15:50 Uhr

Freiburg. 2014 wurde die Idee geboren. Malte Bösch, Vorsitzender des MTV Freiburg und Sprecher der Vereinsrunde des Ortes, war auf der Suche nach einem Ehrenamtspreis, der den Menschen gerecht wird, aber nicht allzu ernst genommen wird.

Und so sind auch die Auswahlkriterien: Es gibt die Leisetreter, die nichts sagen, sondern einfach machen. Die Sportlichen, die regelmäßig die Kirche besuchen oder die Blutspenderzahlen verdoppeln. Die, die im Ort nicht mehr wegzudenken sind. Und die Sports- und Stimmungskanonen der Gemeinschaft.

Zehn Vorschläge reichten die Vereine ein, über die eine Jury zu befinden hat. Die Besetzung rotiert: In der Jury sitzen drei Vereine mit je zwei Vertretern. In diesem Jahr sind es der Kirchenvorstand mit Marc Vollmer und Elke Windhager, der Förderverein Historischer Kornspeicher mit Jörg Petersen und Michael Koslowski sowie der Motorradclub Sound of Freedom mit Dennis Tiedemann und Axel Boness.

„Ferdi“ Sick und Jörg Petersen wurden schon geehrt

Zum ersten Mal wurde der Vereinsmeier 2015 verliehen. Ferdinand Sick war von zwei Vereinen vorgeschlagen worden: von der freiwilligen Feuerwehr, in der er seit 68 Jahren Mitglied ist, und von der Schützengilde, der er seit 40 Jahren angehört. Vier Jahre später wurde Jörg Petersen auserkoren. Der Vorsitzende des Fördervereins Historischer Kornspeicher wurde gleich von mehreren Vereinen und Institutionen in den Ring geworfen - als einer, der aus der Vereinsarbeit nicht mehr wegzudenken ist.

Nicht einfach war es, einen neuen Gastredner zu finden. Der im Februar 2023 verstorbene Theater- und Opernregisseur Jürgen Flimm hatte für die ersten beiden Vereinsmeier Pate gestanden. Malte Bösch konnte schließlich Otto Wachs gewinnen. Den langjährigen Geschäftsführer der Autostadt Wolfsburg verbindet mit Freiburg eine besondere Freundschaft, war er doch als Jugendlicher regelmäßig von Blankenese nach Freiburg gesegelt. Noch heute pflegt er einen guten Kontakt. „Ich mag die Menschen, deren Hilfsbereitschaft und die Verbindlichkeit“, so der Manager.

Und so wird Otto Wachs beim Neujahrsempfang am Sonnabend, 24. Januar, im Kornspeicher die Festrede halten. Der Empfang beginnt um 17 Uhr mit einer Andacht. Der Eintritt ist frei.

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