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Fußball

TEhrungen und Schocknachrichten: So lief bei D/A die Blau-Rote Nacht

Liam Giwah wird zum zweiten Mal hintereinander Spieler des Jahres bei D/A.

Liam Giwah wird zum zweiten Mal hintereinander Spieler des Jahres bei D/A. Foto: Berlin

D/A feiert sich bei der Blau-Roten Nacht. Sportlich steht der Verein gut da. Die Erste spielt um den Aufstieg in die 3. Liga. Eine schlechte Nachricht trübt die Stimmung.

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Von Daniel Berlin
Sonntag, 01.02.2026, 14:40 Uhr

Drochtersen. D/A-Innenverteidiger Liam Giwah verteidigt seinen Titel als Spieler des Jahres. Ein paar Hundert Fans des Vereins und Zuschauer hatten ihre Stimmen in den vergangenen Wochen abgegeben. Giwah erhielt 22 Prozent, „weil er nichts mehr will, als den Erfolg“, sagt D/A-Präsident Rigo Gooßen bei der Auszeichnung während der vereinsinternen Blau-Roten Nacht in Drochtersen.

„Maschine“, „Abräumer“ - auf Gooßens Zettel stehen einige Bezeichnungen für den Co-Kapitän der Regionalligamannschaft. Mehr als 250 Menschen klatschen in der Festhalle, als sich Giwah den Weg durch die Tischreihen zur Bühne bahnt. Sie klatschen noch lauter für den ersten Teil Giwahs spontaner Rede. Giwah hatte eigentlich einen Mitspieler bei der Auszeichnung zum Spieler des Jahres ganz vorne gesehen.

Maximilian Geißen fällt lange aus

Sein Favorit ist Mittelfeldspieler Maximilian Geißen. „Weil Maxi eine überragende Saison gespielt hat und allein schon wegen seines Charakters“, sagt Giwah. Eine schwere Verletzung bremst Geißen jetzt für lange Zeit aus.

Die Schocknachricht ereilte D/A nach dem Montagstraining in der vergangenen Woche. Ohne Fremdeinwirkung riss sich Geißen das vordere Kreuzband. Der 26-Jährige fehlt D/A auf unbestimmte Zeit.

Maximilian Geißen reißt sich das Kreuzband.

Maximilian Geißen reißt sich das Kreuzband. Foto: Struwe (nomo)

Geißens Leistungskurve zeigte in den vergangenen Monaten steil nach oben. Im Fußball werden Spieler wie er als Staubsauger bezeichnet. Geißen saugt im Mittelfeld die Bälle auf, fängt also die Pässe ab. Laut der Statistiken gilt Geißen dabei als einer der Besten der Liga. Seine Passsicherheit liegt bei über 90 Prozent, beim Zweikampf agiert er clever.

Auch der Kapitän fehlt ein paar Wochen

„Er macht die Spieler um sich herum stärker“, sagt D/A-Kapitän Nico von der Reith. „Er wird stärker zurückkommen“, sagt Liam Giwah bei der Blau-Roten Nacht. Geißen wird fehlen, wenn D/A am 22. Februar beim HSC Hannover wieder in die Saison einsteigt und um den Aufstieg in die 3. Liga spielt. Für den Auftakt steht auch hinter von der Reith ein Fragezeichen.

Von der Reith hatte sich am Dienstag bei einer Sprintübung eine Teilruptur eines Bandes im Fußgelenk zugezogen. Vier bis fünf Wochen wird er ausfallen. Zur Blau-Roten Nacht kam von der Reith auf Krücken.

Liam Giwah lässt bei der Wahl zum Spieler des Jahres Stürmer Haris Hyseni hinter sich. Hyseni erhält 19 Prozent der Stimmen. Dritter wird „Publikumsliebling und Senkrechtstarter“ (Gooßen) Alla Aid Hamid mit 16,3 Prozent. Jorik Wulff und Patrick Siefkes folgen auf den Plätzen vier und fünf. Aber D/A ehrt noch mehr Leute aus den eigenen Reihen.

D/A-Präsident Rigo Gooßen (links) übergibt Jan-Miklas Steffens die Torjägerkanone. Im gesamten Jahr 2025 hatte Steffens 26 Tore erzielt.

D/A-Präsident Rigo Gooßen (links) übergibt Jan-Miklas Steffens die Torjägerkanone. Im gesamten Jahr 2025 hatte Steffens 26 Tore erzielt. Foto: Berlin

Jan-Miklas Steffens erzielte für D/A II in der Landesliga saisonübergreifend im Jahr 2025 insgesamt 26 Tore. 20 in der Liga, 6 im Wettbewerb um den Bezirkspokal. Das macht ihn zum vereinsinternen Torschützenkönig.

Engagiert: Sohn macht es seinem Vater nach

Der Teamspieler des Jahres kommt aus der dritten Drochterser Mannschaft. Thies von Allwörden spielt nicht nur Fußball. Er agiert als Jugendbetreuer und Jugendtrainer, hilft in der Fußballschule und tritt als Schiedsrichter auf. Sein Vater Jürgen, heute Vizepräsident, war 1991 der erste Teamspieler des Jahres.

Teamspieler des Jahres bei D/A: Thies von Allwörden kickt in der dritten Mannschaft, ist Jugendtrainer, Jugendbetreuer und Schiedsrichter.

Teamspieler des Jahres bei D/A: Thies von Allwörden kickt in der dritten Mannschaft, ist Jugendtrainer, Jugendbetreuer und Schiedsrichter. Foto: Berlin

Die Ausgezeichneten eröffnen traditionell den Tanz bei der Blau-Roten Nacht. Es ist die 48. Auflage der Kultveranstaltung. „Sportlich gibt es keine Probleme bei D/A“, sagt Präsident Gooßen. In naher Zukunft könne D/A II den Aufstieg in die Oberliga schaffen, D/A III steht solide da, D/A IV schaut nach oben, D/A V spielt um die Meisterschaft.

Gooßen schaut schon auf 2027. Die Spielvereinigung wird dann 50 Jahre alt und werde für die Blau-Rote Nacht noch ein wenig tiefer in die Tasche greifen. Mickie Krause („Zehn nackte Friseusen“, „Schatzi schenk mir ein Foto“) singt dann als Stargast. Und, so Gooßen, die erste Mannschaft spiele in der 3. Liga um den Klassenerhalt.

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