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Fußball-Regionalliga

TEin Grün-Weißer im HSV-Land: D/A verpflichtet neuen Rechtsverteidiger

Ole Schulz (rechts) im Zweikampf mit seinem künftigen Kollegen von D/A, Dennis Rosin.

Ole Schulz (rechts) im Zweikampf mit seinem künftigen Kollegen von D/A, Dennis Rosin. Foto: Oliver Baumgart (Hansepixx)

D/A verkündet den nächsten Neuzugang. Von Werder Bremen kommt ein Rechtsverteidiger. Ein bodenständiger Typ vom Dorf, der sich „brutal“ auf D/A freut.

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Von Daniel Berlin
Donnerstag, 28.05.2026, 18:00 Uhr

Drochtersen. Es ist der 21. März. Ein Samstag. Platz 11 auf dem Gelände neben dem Weserstadion in Bremen. Der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel kassiert in der 90. Minute den Gegentreffer, der zur 0:1-Niederlage gegen den SV Werder Bremen II führt. Diese Niederlage gilt als Anfang vom Ende des verlorenen Drochterser Titel- und Aufstiegskampfes. Im Trikot der Bremer spielt einer, der ab diesem Sommer auf der Gehaltsliste der SV D/A stehen wird.

„Natürlich hatte ich nicht im Kopf, dass es gegen die zukünftigen Kollegen geht“, sagt Ole Schulz, der zweite offizielle D/A-Neuzugang nach Tom Sanne. Schulz ist 22 Jahre alt. An diesem und sechs weiteren Spieltagen trug der Rechtsverteidiger die Kapitänsbinde bei Werder Bremen II. Auf seiner rechten Seite führte Schulz „zwei, drei giftige Zweikämpfe“ mit Drochtersens Schienenspieler Jannes Elfers. „Ich glaube, ich hatte ihn gut im Griff“, sagt Schulz.

Ole Schulz: D/A ist ambitionierter Verein

D/A-Sportdirektor Sören Behrmann hatte bei Schulz immer mal wieder nachgefragt, ob er sich vorstellen könnte, nach Drochtersen zu wechseln. Vor einem Jahr hatte Schulz ihm noch einen Korb gegeben. Jetzt hat er zugesagt. „Ich bin happy, dass ich bei einem so ambitionierten Verein wie Drochtersen spielen kann“, sagt Schulz. Er hofft, dazu beitragen zu können, dass D/A seine Ziele erreicht.

Behrmann lotste Schulz nach Drochtersen, weil er einen Führungsspieler wollte, „einen, der Verantwortung übernimmt“. „Ole hat bei Werder eine super Ausbildung genossen, ist schnell und kann gute Standards schlagen“, sagt Behrmann. Und so ganz nebenbei bekommt D/A mit Schulz noch einen ganz netten Menschen.

Ole Schulz stammt aus Hambergen nördlich von Bremen. Mit 13, 14 Jahren wechselte er in die Talentschmiede des JFV Ahlerstedt/Ottendorf/Heeslingen. Der Kreis Stade ist ihm nicht fremd. Fast täglich fuhren seine Eltern ihn 50 Minuten mit dem Auto zum Training und 50 Minuten zurück. Er sagt, er kann seinen Eltern für diesen Aufwand, den sie damals betrieben, gar nicht genug danken.

Neue Welt: Erster Einsatz gegen RB Leipzig

Als Schulz 15 Jahre alt war, klopften die Verantwortlichen des Werder-Nachwuchsleistungszentrums an. Schulz stieg in Bremen in der U17 ein. Gleich in der Jugend-Bundesliga. Relativ spät für ein Fußballtalent. Bei seinem ersten Einsatz gegen RB Leipzig in Leipzig spielte Schulz gegen Gleichaltrige, für die RB schon sechsstellige Summen ausgegeben hatte. „Das war eine komplett neue Welt“, sagt Schulz. Schließlich war er doch der „Junge vom Dorf“.

Werder gewann gegen Leipzig 1:0. Schulz stand in der Startelf und feierte „einen super Einstand“. Sportlich wuchs Schulz relativ behütet auf. Profis wie Philipp Bargfrede achteten offensichtlich auf den Nachwuchs. Bargfrede sei Kapitän und Kumpel gewesen, sagt Schulz. „Ole bleib dran. Du kriegst deine Chancen“, soll Bargfrede zu Schulz gesagt haben.

32 Startelfeinsätze in vergangener Saison

Seit diesem Leipzig-Spiel spielte Schulz eigentlich immer in Bremen. In der Jugend und ab dem fünften, sechsten Spieltag in seinem ersten Herrenjahr auch. In seiner nun letzten Saison für die Grün-Weißen verpasste Schulz keine der 34 Partien und stand 32 Mal in der Startelf. Schulz verlässt den Club, von dem er von klein auf Fan war.

Es gibt noch Fotos, auf denen posierte der 15-jährige Ole Schulz mit Stürmer-Legende Claudio Pizarro oder Trainer Florian Kohfeldt. Natürlich himmelte Schulz die Profis an und freute sich, dass er als Jugendspieler recht einfach an Karten für Werder-Spiele gegen Top-Clubs wie Dortmund oder Frankfurt kam.

Mit den Jahren verfliegt dieses Fantum ein wenig. Die Bundesligaprofis trifft Ole Schulz täglich auf dem Werder-Gelände. Torhüter Mio Backhaus ist einer seiner „engsten Kumpels“. Mit Mittelstürmer Keke Topp fuhr Schulz schon als 18-Jähriger täglich gemeinsam mit dem Zug nach Bremen.

Schulz sucht in Stade „was Schickes“

Im Herzen bleibt Schulz Grün-Weiß. Schulz weiß, dass er mit dem Wechsel nach Drochtersen in das „HSV-Land“ eintauchen wird.

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In Stade oder der Umgebung wird sich Ole Schulz „was Schickes“ zum Wohnen suchen. Er will seine kostbare Zeit nicht mit Pendeln verschwenden, zwei, drei Stunden täglich im Auto sitzen. Zumal Schulz online Sportmanagement studiert.

In wenigen Wochen steigt D/A bereits in die Saisonvorbereitung ein. „Ich werde Vollgas im Training geben. Ich habe immer Bock“, sagt Schulz. Er wolle mit D/A „das Maximum rausholen, angreifen“. In der Mannschaft stecke viel Potenzial durch Kontinuität. „Ich freue mich brutal darauf“, sagt Ole Schulz.

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