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Ausbau stockt

T„Ein Unding“: Bürgermeister-Ärger über Deutsche Glasfaser

In Schiffdorf sollen noch immer 200 Haushalte nicht ans schnelle Glasfaser-Netz angeschlossen sein.

In Schiffdorf sollen noch immer 200 Haushalte nicht ans schnelle Glasfaser-Netz angeschlossen sein. Foto: Schuldt/dpa

Was vor vier Jahren begann, hakt heute immer noch - vor allem zulasten abgelegener Haushalte. In Schiffdorf ist der Ärger groß.

Von Inga Hansen Dienstag, 24.02.2026, 08:35 Uhr

Schiffdorf. Schiffdorfs CDU-Bürgermeister Henrik Wärner machte kürzlich seinem Ärger über die Deutsche Glasfaser Luft. Er sei mit seiner Geduld am Ende, so der Verwaltungschef auf einer Ratssitzung. Vor vier Jahren habe die Deutsche Glasfaser mit dem Ausbau des Breitband-Netzes in der Gemeinde im Kreis Cuxhaven begonnen. Aber heute seien immer noch über 200 Adressen nicht an das Netz angeschlossen.

„Ich lasse jetzt prüfen, ob wir als Gemeinde unsere Verträge mit der Deutschen Glasfaser kündigen können“, kündigte Wärner an.

Es hakt an den nicht so attraktiven Adressen

Der Vorwurf: Offenbar hakt es an den Adressen, die für den Provider nicht so attraktiv sind. Die Gemeinde Schiffdorf hatte mit der Deutschen Glasfaser ausgehandelt, dass auch die abgelegeneren Dörfer und Ortsteile, deren Anschluss ans Breitband-Netz teuer ist, ans schnelle Internet angeschlossen werden, berichtete der Bürgermeister. Im Gegenzug hatte die Gemeinde auf die Pacht für die Hauptverteiler-Kästen verzichtet.

Doch heute seien immer noch eine Handvoll dieser für den Provider nicht attraktiven Adressen nicht am Netz. Und weil die Deutsche Glasfaser zunächst die Adressen aus der Erstabfrage abarbeitet, stünden zusätzlich knapp weitere 200 Haushalte, die sich erst danach angemeldet hatten, auf der Warteliste. „Ein Unding“, findet der Verwaltungschef.

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