TFDP Stade: Digitales Parken soll übersichtlicher werden
Am Parkplatz am Hafen können Parker nicht wie im Rest der Innenstadt über eine App bezahlen. Die FDP findet die Gestaltung der App unübersichtlich und möchte dies ändern. Foto: Strüning
Parkgebühren können in Stade mit Apps wie EasyPark bezahlen werden. Doch die Umsetzung hält die FDP für unübersichtlich. Diese Forderungen stellt die Fraktion an die Stadt.
Stade. Die FDP Stade fordert eine nutzerfreundlichere Gestaltung der EasyPark-App in Stade. Auslöser war die Berichterstattung des TAGEBLATT über einen Stader, der am Hafenparkplatz am Salztorswall geparkt hatte.
Obwohl er die Parkgebühren in der EasyPark-App beglichen hatte, erhielt er eine Strafzahlung von der Stadt. Das Problem: Der Hafenparkplatz gehört nicht zum EasyPark-Geschäftsgebiet. Durch die für ihn irreführende Gestaltung in der App, war das dem Parker beim Verlassen des Parkplatzes jedoch nicht bewusst.
Aktuelle Situation ist „kaum nachvollziehbar”
In einem Antrag an den Rat der Stadt Stade fordert die FDP/UBLS-Fraktion die Stadtverwaltung nun dazu auf, in Zusammenarbeit mit EasyPark die Parkzonen in Stade übersichtlicher zu kennzeichnen, sodass die Stader Innenstadt „nicht mehr großflächig als Sammelbereich dargestellt wird, sondern straßen- bzw. parkflächenbezogen”. Als Positivbeispiel führt die Fraktion die Gestaltung in Buxtehude an. Die Verwaltung soll auch prüfen, wie andere App-Anbieter die Parkzonen in Stade darstellen.
„Digitale Angebote müssen den Alltag einfacher machen. Wenn Bürger erst nach einem Knöllchen feststellen, dass sie die falsche Zone ausgewählt haben, läuft etwas falsch”, erklärt der FDP-Fraktionsvorsitzende Enrico Bergmann.
Auch für Touristen sei die aktuelle Umsetzung in der App kaum nachvollziehbar, sagt Sven Feldtmann (FDP) aus dem Aufsichtsrat der STADE Marketing & Tourismus GmbH. „Unser Ziel ist ein einfaches und verständliches System, das für Einwohner und Besucher gleichermaßen funktioniert”, so Feldtmann.
In ihrem Antrag fordert die Fraktion zudem, dass überprüft werden soll, ob für städtische Parkflächen und -häuser künftig ein einheitliches digitales Bezahlsystem angeboten werden könne. Der Antrag der FDP wird in der kommenden Ratssitzung am Montag, 22. Juni, Thema sein.
Digitalisierung führt zu Problemen
In den Kommentaren und auf Facebook diskutieren TAGEBLATT-Leser teilweise frustriert über das Parken in Stade und Umgebung. Einige berichten von ähnlichen Erlebnissen. Facebook-Nutzer Peter Engel ärgert sich, dass man in ganz Stade mit der App bezahlen könne, nur am Hafen nicht. Diese Uneinheitlichkeit nervt auch Ingo Segeler. Für ihn ist klar: Er parkt nicht auf Plätzen, auf denen er nicht mit App zahlen kann.
Weitere Kommentare berichten von hohen Bußgeldern auf anderen Parkplätzen zum Beispiel in Bassenfleth oder am Rewe in Jork.
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