TFeuerwehr: Neues Gerätehaus in Altkloster soll rund 12 Millionen Euro kosten
Das Feuerwehrgerätehaus des Zug 2 der Freiwilligen Feuerwehr Buxtehude in der Straße Am Eichholz. Foto: Wisser
Das bisherige Gerätehaus für den Zug 2 ist zu klein und entspricht nicht mehr den Anforderungen. Was auf dem neuen Areal entstehen soll.
Buxtehude. Das Grundstück an der Moisburger Straße in Buxtehude ist für den Neubau der Feuerwehr geeignet. Das ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie. Diese Untersuchung liefert außerdem das erste Mal eine Kostenschätzung für den Neubau der Feuerwehr im Stadtteil Altkloster.
Die Kosten für das neue Feuerwehrgerätehaus für den Zug 2 der Freiwilligen Feuerwehr Buxtehude werden auf knapp zwölf Millionen Euro geschätzt. Brandschutz und die Hilfeleistung sind nach Niedersächsischem Brandschutzgesetz eine Pflichtaufgabe der Gemeinden und Städte.
Das ist der Lageplan für das neue Feuerwehrgerätehaus an der Moisburger Straße. Foto: Stadt Buxtehude / kplan
Das neue Areal liegt in südlicher Richtung zu den Sportanlagen der SG Buxtehude-Altkloster. Buxtehudes zweitgrößter Verein unterhält dort den Detlef-Mielke-Sportplatz und seine Tennisanlage. Direkt daneben soll auf 10.000 Quadratmetern der Feuerwehr-Neubau entstehen.
Gerätehaus erfüllt gesetzliche Anforderungen nicht mehr
Der Zug 2 der Freiwilligen Feuerwehr Buxtehude ist seit Jahrzehnten in der Straße Am Eichholz neben der Grundschule Altkloster untergebracht. Das Gebäude ist aber inzwischen zu klein und das dortige Grundstück für eine Erweiterung wiederum nicht ausreichend. Das bestehende Feuerwehrgerätehaus entspricht laut Stadt Buxtehude in wesentlichen Bereichen nicht mehr den heutigen gesetzlichen, sicherheitstechnischen und feuerwehrfachlichen Anforderungen.
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Die vorhandene Platz lässt eine zukunftsfähige Unterbringung der Einsatzkräfte, Fahrzeuge und feuerwehrtechnischen Ausrüstung nur eingeschränkt zu.
Zudem bestehen Defizite unter anderem bei der Einhaltung der Arbeitsstättenrichtlinien, der Unfallverhütungsvorschriften der gesetzlichen Unfallversicherung, der Hygienestandards sowie der räumlichen Kapazitäten für Ausbildung, Einsatzvorbereitung und Jugendarbeit. Das Gebäude in Altkloster wurde 1975 gebaut. Die Freiwillige Feuerwehr in Altkloster wurde 1894 gegründet. Damals war Altkloster noch selbstständig.
Platz wird für die Grundschule Altkloster gebraucht
Außerdem braucht die Stadt das Grundstück für die anstehende Modernisierung der benachbarten Grundschul-Gebäude in Altkloster im Rahmen des Masterplans Grundschulen. Die Gebäude sind zum Teil marode.
Sinn der Machbarkeitsstudie war, den Platzbedarf der Feuerwehr festzustellen und dann zu prüfen, ob das unter dieser Vorgabe entstehende Gebäude auf das ausgewählte Grundstück passt. Diese Frage wurde in der Studie mit Ja beantwortet.

Buxtehudes Ortsbrandmeister und stellvertretender Kreisbrandmeister Sebastian Hinsen. Foto: Vasel
„Wir haben mehrere und zum Teil harte Gespräche mit der Stadt“, kommentierte Buxtehudes Ortsbrandmeister Sebastian Hinsen die Studie gegenüber dem TAGEBLATT. Das ermittelte Raumbedarf sei kein Wünsch-Dir-was der Feuerwehr gewesen. „Mit dem, was vorgestellt wurde, sind wir aber zu frieden“, sagte Hinsen, auch stellvertretender Kreisbrandmeister.
Zusätzliche Aufgaben beim Katastrophenschutz
Die neue Wache der Altklosteraner bekommt sieben Stellplätze plus zwei Reserve-Stellplätze, eine Waschhalle, Räume für die Kinder- und die Jugendfeuerwehr. Außerdem wird es im ersten Obergeschoss einen größeren Raum für bis zu 140 Personen geben. Hier können zum Beispiel die Versammlungen der Freiwilligen Feuerwehr stattfinden. Hinzu kommen Lager- und Werkstattflächen sowie Verwaltungs- und Sozialbereiche.
Zum Neubau gehört auch ein Übungsplatz. Bisher nutzt die Feuerwehr dafür Firmenparkplätze.

Ratsherr Christian Krüger (SPD). Foto: Wisser
„Wenn wir ein neues Feuerwehrgerätehaus bauen, müssen wir viele Jahre vorausdenken“, sagt Ratsherr Christian Krüger (SPD). Der stellvertretende Bürgermeister und Ratsherr ist Vorsitzender des Feuerschutzausschusses und damit für das Thema zuständig. Er geht davon aus, dass auf die Feuerwehren in den nächsten Jahren zusätzliche Aufgaben im Katastrophenschutz zukommen und damit zusätzlicher Stellplatz für Fahrzeuge gebraucht wird. Aktuell hat die Feuerwehr Altkloster fünf Fahrzeuge und ein Boot.
Wann kann die Feuerwehr ins neue Zuhause umziehen?
Der Bauausschuss hat einstimmig den Weg für die weitere Planung freigemacht. Die Planungsleistungen sollen jetzt ausgeschrieben werden.

Der Grundriss des Erdgeschosses des geplanten Feuerwehrgerätehauses. Foto: Stadt Buxtehude / kplan
Die Verwaltung plant außerdem, den anschließenden Bau von einem Generalunternehmen durchführen zu lassen. Mit weiteren Zeitangaben ist die Verwaltung noch sehr zurückhaltend. Ratsherr Christian Krüger hofft, dass das Gebäude 2028 oder 2029 von der Feuerwehr bezogen werden kann.
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