TFördermittel: So geht’s am Stader Pferdemarkt und im Bürgerpark weiter
Im kommenden Jahr soll der Startschuss für die Umgestaltung des Pferdemarktes fallen. Foto: Stehr
Die Stadt Stade bekommt jedes Jahr Fördermittel in Millionenhöhe für den Städtebau. Das Verfahren ist kompliziert. Welche Maßnahmen davon aktuell profitieren.
Stade. Wenn etwas saniert, neu- oder umgestaltet werden soll, kostet das viel Geld. Da freut man sich, wenn sich andere an den Kosten beteiligen. So ist es auch in der Stadt Stade. Die freut sich seit Jahren schon über die Städtebauförderung.
Im Förderprogramm steckt viel Bürokratie
Jedes Jahr gibt es darüber nämlich von Bund und Land Geld. Zum Beispiel für die Sanierung der Altstadt - inklusive der Umgestaltung des Pferdemarkts - oder für den Bau der Wischhafener Straße in der Harschenflether Vorstadt.
In diesem Jahr bekommt die Stadt 3,5 Millionen Euro Städtebauförderung. Bund und Land zahlen jeweils ein Drittel, das letzte Drittel muss die Stadt aufbringen. Doch das Geld wird nicht auf einmal und auch nicht sofort ausgezahlt. Hinter dem ganzen Förderprogramm, in das die Stadt bereits 2020 aufgenommen wurde, steckt viel Bürokratie.
„Das Geld wird jeweils über einen Zeitraum von sieben Jahren ausgezahlt“, erklärt Jens Bossen, Fachbereichsleiter Städtebau und Umwelt bei der Stadt Stade. Und zwar von der Investitions- und Förderbank Niedersachsen, kurz N-Bank. An die muss Bossen jedes Jahr den Bedarf für vorab festgelegte Projekte melden. Er wisse aber nie genau, welche Beträge wann fließen.
Außerdem geht es nicht nur um die 3,5 Millionen Euro, die gerade bewilligt wurden. Denn in den Vorjahren wurden ja ebenfalls bestimmte Summen bewilligt. Für 2025 waren es 2,1 Millionen Euro, 2024 gab es 3,2 Millionen Euro. Auch dieses Geld wird jeweils über einen Zeitraum von sieben Jahren an die Stadt ausgezahlt.
So muss die Stadt für 2027 Geld aus den vergangenen sieben Programmmeldungen für unterschiedliche Projekte beantragen. „Dass das Ganze nicht unkompliziert ist, nehmen wir gerne in Kauf“, sagt Jens Bossen. Die Stadt sei nämlich in der Verwendung der Fördermittel relativ frei.
Diese Projekte profitieren aktuell von der Förderung
Aktuell geht es vor allem um die Sanierung der Altstadt und die Harschenflether Vorstadt. Für die Sanierung der Altstadt hatte die Stadt für 2026 drei Millionen Euro beantragt und bekommt nun 2,5 Millionen. Von beantragten 800.000 Euro für die Harschenflether Vorstadt wurden 700.000 Euro bewilligt. Außerdem gibt es für Hahle 260.000 Euro, genauso viel wie beantragt. Diese Maßnahme soll 2028 abgeschlossen sein.

Der Bürgerpark in Stade soll schon lange umgestaltet werden. Im kommenden Jahr geht es los. Die Fläche um den Pavillon soll mehr Aufenthaltsqualität bekommen. Foto: Stehr
Gute Nachrichten gibt es für die Altstadt: Die Stadt sei mit der Gesamtfinanzierung für die Umgestaltung des Pferdemarktes einen großen Schritt weitergekommen, sagt Jens Bossen. Voraussichtlich 2027 könne damit vielleicht der Startschuss für den großen Wettbewerb fallen und ein externer Dienstleister für die Umsetzung der Maßnahme gefunden werden. Endlich los geht es auch im Bürgerpark.
Bürgerpark soll 2027 umgestaltet werden
Die Umgestaltung des Bürgerparks soll im kommenden Jahr - und damit ein Jahr früher als geplant - beginnen, sagt Bossen. Die Planungen dafür liegen bereits seit 2014 Jahren in der Schublade. Die Rasenfläche soll saniert und die Aufenthaltsqualität verbessert werden.
Unter anderem mit Rampenanlagen am Wall, Sitztreppe, Spielgeräten, neuer Bepflanzung und Beleuchtung. Auch eine Grillstation soll es geben. Auf zwei Ebenen können sich Besucherinnen und Besucher dann künftig barrierefrei bewegen.
Die Umsetzung soll 2027 und 2028 in mehreren Bauabschnitten erfolgen, um die Durchführung des Müssen alle mit Festivals (MAMF) nicht zu behindern. Grund für den früheren Startschuss im Bürgerpark sind die Verzögerungen beim Umbau der Bungenstraße. Dieser gehört nämlich auch zu den Städtebauförderungsprojekten.
T Pferdemarkt in Stade: Sparkasse baut in großem Stil um
So wie die Harschenflether Vorstadt. Hier soll die Wischhafener Straße neu gebaut werden. Sie verbindet den noch zu bauenden Kreisel an der Ecke Hansestraße auf Höhe Kaufland mit der Freiburger Straße Richtung der geplanten Autobahn und soll die Harschenflether Vorstadt für den Verkehr erschließen.
Die Gesamtkosten für den Bau der Wischhafener Straße erhöhen sich auf knapp 25 Millionen. Die Stadt will eine Verlängerung des Durchführungszeitraums um vier Jahre bis Ende 2037 beantragen.
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