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Landgericht

TFrau in Gyhum vergewaltigt und getötet? Mann steht in Stade vor Gericht

Einsatzkräfte sichern Spuren am Tatort, nachdem ein 34-Jähriger dort seine Lebenspartnerin getötet haben soll. 

Einsatzkräfte sichern Spuren am Tatort, nachdem ein 34-Jähriger dort seine Lebenspartnerin getötet haben soll. Foto: Sina Schuldt/dpa

Im März startet vor dem Landgericht Stade der Prozess gegen einen Mann aus Gyhum. Dem zum Tatzeitpunkt 34-Jährigen werden Mord, Vergewaltigung und Brandstiftung vorgeworfen.

Von Wiebke Bruns Freitag, 27.02.2026, 07:00 Uhr

Gyhum. Der Mordprozess gegen einen zum Tatzeitpunkt 34 Jahre alten Mann aus Gyhum soll am Dienstag, 17. März 2026, um 9.15 Uhr am Landgericht Stade beginnen. Vor fünf Monaten, in der Nacht zum 24. September 2025, soll der Angeklagte seine 30 Jahre alte Lebensgefährtin, die sich von ihm getrennt haben soll, in dem gemeinsam bewohnten Doppelhaus erst vergewaltigt und dann ermordet haben.

Die Tatvorwürfe lauten: Mord, Vergewaltigung und Brandstiftung

In ihrem Eröffnungsbeschluss weicht die zuständige 3. große Strafkammer in diesem Punkt von der Anklage ab, teilte auf Nachfrage ein Gerichtssprecher mit. Die Staatsanwaltschaft Stade war von einer versuchten Vergewaltigung ausgegangen. Nach vorläufiger Bewertung der Richter dürfte diese aber vollendet gewesen sein. Um diese Tat zu verdecken und aus niedrigen Beweggründen, so die beiden Mordmerkmale, soll er die Frau getötet haben.

Die Tatvorwürfe lauten somit auf Mord, Vergewaltigung und Brandstiftung. In derselben Nacht hatte eine Scheune mit mehreren hundert Rundballen gebrannt. Und während die Helfer noch im Einsatz waren, habe sich der Feuerwehrmann und mutmaßliche Brandstifter wegen der getöteten 30-Jährigen bei der Polizei gemeldet. Schnell waren der Brand und der gewaltsame Tod der Frau miteinander in Verbindung gebracht worden.

Viele Blumen und Kerzen stehen vor dem Haus in Gyhum, die Anteilnahme ist groß.

Viele Blumen und Kerzen stehen vor dem Haus in Gyhum, die Anteilnahme ist groß. Foto: Harder-von Fintel

Sieben Verhandlungstage sind vorgesehen

Nach Verlesen der Anklageschrift beim Prozessauftakt und vor Beginn der Beweisaufnahme bekommt der in Untersuchungshaft sitzende Gyhumer die Möglichkeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Laut dem Gerichtssprecher sind für den Prozess sieben Verhandlungstage bis zum 20. Mai 2026 vorgesehen.

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