TFredenbecker Heimpleite: Dieser Ausfall wäre ein Desaster für den VfL
Wie schwer ist seine Verletzung? Der Fredenbecker Danny Müller (Mitte) muss vom Spielfeld. Foto: Jörg Potreck
Der VfL Fredenbeck geht mit dem „allerletzten Aufgebot“ ins Spiel gegen Vinnhorst. Das Team zeigt Moral, muss aber einen weiteren, bitteren Ausfall hinnehmen.
Fredenbeck. Heimniederlage für die Handballer des VfL Fredenbeck. Gegen den TuS Vinnhorst setzte es eine deutliche 25:33 (10:16)-Niederlage. Damit sind die Fredenbecker mit 6:10 Punkten Tabellenzwölfter.
T VfL Fredenbeck überzeugt und überrennt den geschockten Gegner
Die Vinnhorster Abwehr, zupackend und kein Kind von Traurigkeit, zwang den Fredenbecker Angriff schon beim ersten Angriff ins Zeitspiel. Und als der VfL auch den sechsten Angriff in Folge verstolperte, war schnell klar, ein Spiel mit Gala-Auftritt wie in den letzten beiden Spielen würde es nicht geben.
VfL-Trainer setzt auf viele Wechsel
Aber auch die Vinnhorster begannen nervös und fehlerhaft. So waren zunächst Tore Mangelware. Erst in der siebten Spielminute erzielte Danny Müller, der sich im Eins-gegen-Eins am Kreis kraftvoll durchsetzte, den ersten Fredenbecker Treffer zum 1:2.
Fredenbeck, durch zahlreiche weiterhin verletzte und erkrankte Spieler erheblich geschwächt, trat wie Trainer Matthias Steinkamp einräumte, mit dem „allerletzten Aufgebot“ an. Steinkamp wechselte vor allem im Angriff von Beginn an durch, gönnte den angeschlagenen Spielern Ruhepausen. Das ging allerdings zulasten der Ballsicherheit und Durchschlagskraft.
Zeitspiel, technische Fehler, Ballverluste und Fehlwürfe
Ab Mitte der ersten Halbzeit setzte sich Vinnhorst ab (4:7, 13.). Einzig Fredenbecks Außen trafen; in deutlich verbesserter Form agierte dabei Rechtsaußen Jan Möller (3 Tore, 3 Versuche). Immer wieder kam Fredenbecks Angriff ins Zeitspiel. Technische Fehler, Ballverluste und Fehlwürfe spielten dem Gegner in die Karten.
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Vinnhorsts bewegliche Abwehr ging manchmal an die Grenze des Erlaubten. Dahinter packte der ehemalige Fredenbecker Nicolay Petrov im Tor ausgezeichnet zu. Die Gäste bauten ihre Führung aus. Mit einem 10:16-Rückstand ging es in die Halbzeitpause.
Fredenbeck zeigt Moral
Der VfL Fredenbeck startete in die zweite Halbzeit mit dem siebten Feldspieler und hatte nun seine beste Spielphase. Der kleine Kader zeigte Moral. Die Abwehr war hellwach. Laurenz Reiners und Pelle Fick verwandelten „Steals“. Noah Schwenke ließ sein Können aufblitzen. Der in der 15. Minute für Teo Mestrovic eingewechselte Niklas Itzen parierte Vinnhorster Großchancen.
Beim 14:17 (37.) bekamen die Fredenbecker Oberwasser. Vinnhorsts Trainer nahm eine Auszeit, um den Lauf des VfL zu stoppen. Mit Erfolg. Die Vinnhorster bauten - durch technische Fehler in Fredenbecks Angriff begünstigt - ihre Führung schnell auf sechs Tore aus.
„Das hat uns das Genick gebrochen“
Fredenbeck ließ sich nicht entmutigen und verkürzte durch den überragenden Danny Müller bis auf 20:23 (45.). Hoffnung keimte auch unter den Fans auf, die ihre Mannschaft lautstark unterstützten. Doch das Verletzungspech klebt weiter an den Fredenbeckern.
Müller stürzte und verletzte sich am Knie. Von zwei Spielern gestützt musste er humpelnd vom Platz. Die Schwere der Verletzung ist unklar. VfL-Coach Steinkamp: „Das hat uns das Genick gebrochen.“ Ein Ausfall von Müller wäre für den VfL ein Desaster.
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Aus dem Konzept gebracht und geschwächt verloren die Fredenbecker den Faden. Die Aufholjagd war beendet. Immer wieder Ballverluste und vergebene Torwürfe eröffneten dem TuS Vinnhorst Torchancen. Die Gäste zogen auf 23:33 (57.) davon. Der VfL kämpfte und verkürzte durch Tore von Jan Möller und Tarek Wafdi.
Steinkamp lobt die Einstellung seiner Mannschaft
Die Niederlage gegen die nach schwachem Saisonstart erstarkten Vinnhorster war deutlich. Coach Steinkamp betont das Positive. „Meine Jungs haben alles gegeben. Sie lernen aus dieser Niederlage.“
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Die VfL-Fans werden auf die Rückkehr der zahlreichen Verletzten warten müssen. Geduld ist gefragt. „In der Rückrunde sehen wir eine andere Mannschaft“, ist sich Steinkamp sicher.
VfL-Tore: Sumfleth 2, Brassait 2, Schwenke 3, Fick 3/1, Wafdi 1, D. Müller 5, Möller 5/1, Polak 2/2, Reiners 2.
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