TFredenbecks Innenblock arbeitet an der Drittligahärte
Nils Schröder mag die herausfordernde Innenblock-Position. Foto: VfL Fredenbeck
Der Angriff gewinnt das Spiel, die Abwehr die Meisterschaft. In Fredenbeck gilt dieses Gesetz für den Klassenerhalt. So gut sind die beiden Neuzugänge im Innenblock.
Fredenbeck. Auch wenn es derzeit für die Handballer des VfL Fredenbeck in der 3. Liga um den Klassenerhalt geht, bleibt die sportliche Binsenweisheit zutreffend. Fredenbecks Coach Matthias Steinkamp hatte vor der Saison seiner Abwehr noch fehlende Drittligaqualität attestiert. In den letzten Punktspielen war diese trotz der Niederlagen gegen den Wilhelmshavener HV und TV Emsdetten jedoch der bessere Mannschaftsteil.
Hier führen die beiden Innenblocker Nils Schröder und Lauro Strothmann als Neuzugänge seit Saisonbeginn das Kommando.
Lauro Strothmann will sich weiter verbessern. Foto: VfL Fredenbeck
Nils Schröder und Lauro Strothmann sind beim VfL Fredenbeck angekommen, fühlen sich wohl. Beide wurden, so sagen sie, schnell in die Mannschaft integriert. Der größte Vorteil, den der VfL gegenüber ihren Ex-Vereinen habe, seien die Fans. Die Stimmung in der Halle treibe die Mannschaft an und sei ein großer Vorteil in den Heimspielen.
Kennzeichnend für den VfL und seine Fans seien die Leidenschaft für den Handball, das Familiäre und das Engagement der vielen Helfer im Hintergrund.
Die Position ist wichtig und herausfordernd
Beide haben auch auf ihren früheren Stationen im Innenblock gespielt. „Auch wenn andere Positionen in der Abwehr schon mal entspannter sind“, so Lauro Strothmann, bringe der Innenblock wegen seines großen Einflusses auf das Spiel viel Spaß.
Handball-Oberliga
T Kein Zufall, sondern System: Horneburg mischt schon wieder oben mit
Man lenke die Abwehr, so Nils Schröder. Spielintelligenz, Kommunikation und körperliche Kraft seien die primär notwendigen Fähigkeiten eines Innenblockers. Ein Innenblockspieler müsse nicht zwei Meter groß sein, wichtiger seien die schnellen Beine. „Ein guter Innenblocker muss das Spiel lesen könne“, meint Schröder. Sonst treffe er falsche Entscheidungen und für seine Nebenleute werde es schwer.
Angesichts der letzten Niederlagen und des von Verein und Fans erwarteten Klassenerhalts spüren beide Druck, auch wenn ihr Trainer versuche, den Druck abzufangen. Sie attestieren ihm Leidenschaft, Ehrgeiz, Einfühlsamkeit und Fleiß. Matthias Steinkamp setze sich deutlich ab von Trainern, deren wichtigstes Werkzeug die laute Stimme sei.
Die Zugänge arbeiten an ihrer Robustheit
Ihre eigene Leistung im Innenblock schätzen sie realistisch ein. „Da ist natürlich Luft nach oben“, so Lauro Strothmann. Zu Anfang der Saison habe man Kommunikationsprobleme gehabt. Die seien behoben. Beide sehen aber Nachholbedarf in puncto Härte.
Der Trainer habe schon einmal „Kinderhandball, den sie spielten“, moniert. „Mittlerweile funktionieren eine Reihe Automatismen gut“, so Nils Schröder. Wenn man die Leistungen eines eingespielten Top-Innenblocks mit 100 ansetze, seien sie jetzt etwa bei 70 angekommen, so beide übereinstimmend.
Die positive Heimbilanz ausbauen
Nach den beiden Auswärtsniederlagen zuletzt wollen die Fredenbecker im Heimspiel (Sa., 8. November, 19.30 Uhr) gegen Team HandbALL Lippe II wieder punkten und ihre Heimbilanz, ungeschlagen, wahren. Bei einem schweren Restprogramm bis Weihnachten trennen den VfL bei derzeit 7:11 Punkten nur drei Punkte von den Abstiegsrängen.
„Wir müssen an die Abwehrleistungen der letzten Spiele anknüpfen“, fordert Lauro Strothmann. „Das wäre wichtig, auch damit unsere Torleute ins Spiel kommen können.“
Fredenbecks Coach Matthias Steinkamp steht der komplette Kader zur Verfügung. Auch Jelmer de Vries hat seine Kapselverletzung am Finger auskuriert.
Steinkamp erwartet ein enges Kampfspiel ohne Schnörkel, dafür gehe es für beide Mannschaft um zu viel. Seine Mannschaft müsse sich gegen eine körperlich starke Abwehr durchsetzen. Steinkamp hofft auf eine volle Halle und die wiederum lautstarke Unterstützung durch die Fans. „Die Jungs brauchen das“, weiß der Trainer.
Copyright © 2025 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.