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Handball 3. Liga

TFredenbecks Rumpftruppe kämpft – verfällt aber auch in alte Muster

Fredenbeck hat derzeit zu viele Ausfälle.

Fredenbeck hat derzeit zu viele Ausfälle. Foto: Struwe (Archiv, nomo)

Sechs Ausfälle können die Handballer des VfL Fredenbeck in der 3. Liga auswärts bei der TSG AH Bielefeld nicht kompensieren und verlieren dadurch deutlich.

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Von Wilhelm Thiele
20.09.2026, 12:30 Uhr

Fredenbeck. Der VfL Fredenbeck hat mit 27:36 (13:15) gegen die TSG AH Bielefeld verloren. Mit nur noch vier etatmäßigen Rückraumspielern reisten die Fredenbecker in Bielefeld an, trotzdem überraschten sie den Favoriten und verkauften sich lange gut.

Nicht Halbzeiten, sondern Spieldrittel strukturierten das Spiel: Mit einer bissigen und herausragend kämpfenden Abwehr, einem starken Mittelblock, schnellen Mitten und Durchbrüchen am Kreis brachte Fredenbecks Rumpfmannschaft die Bielefelder in den ersten 20 Minuten in Bedrängnis.

Nach 23 Spielminuten führte der VfL mit 13:10 und die Fans des bis dahin ungeschlagenen Aufstiegsaspiranten rieben sich verwundert die Augen, während bei lautstarken Fredenbecker Fans Euphorie aufkam. „Ich war stolz auf die Leistung meiner Mannschaft“, fasste Trainer Matthias Steinkamp alles nach dem Spiel zusammen.

Doch es begann das zweite Drittel

Der VfL verfiel in alte und bekannte Untugenden. Großchancen wurden im Angriff in Serie vergeben, technische Fehler häuften sich. Die Parallele zum verlorenen Heimspiel gegen den Wilhelmshavener HV war nicht zu übersehen.

Auch eine Reihe guter Aktionen von Teo Mestrovic in dieser Phase konnten das Drama nicht stoppen. Zwischen der 23. und 35. Minute erzielten die Fredenbecker Angreifer keinen Treffer mehr, in der 44. Minute stand es 16:25 für die TSG Bielefeld, das Spiel war frühzeitig entschieden.

Früh nahm Trainer Matthias Steinkamp Auszeiten (26., 41. und 46. Min.) und versuchte seine Männer in die Spur zurückzubringen. Im Schlussdrittel gelang das. Die Fredenbecker gaben sich nicht auf, zeigten Moral und erkämpften eine Spielwende, verhinderten so ein Desaster. Aus dem 17:28 (47. Min.) wurde ein 24:31(56. Min). Trotz aller Anstrengungen: mit dem Schlusspfiff stand eine deutliche 27:36-Niederlage fest, die allerdings am Spielverlauf gemessen, einige Tore zu hoch ausgefallen ist.

Fredenbecks Rumpftruppe hat Alles gegeben

Die spielerischen Einbrüche, wie im „zweiten Drittel“ seien ihm, so Steinkamp, aber auch der Mannschaft, ein Rätsel.

„Einig sind wir uns aber, es ist ein Kopfproblem.“ Mannschaft und Fans warten auf die Rückkehr der verletzten Stammspieler. Das soll in den nächsten Wochen Schritt für Schritt möglich und auch notwendig werden, warten doch mit dem HC Eintracht Hildesheim trotz eines schwierigen Saisonstarts auswärts und dem TuS Spenge zu Hause zwei weitere Hochkaräter der Liga auf die Fredenbecker.

Statistik

  • VfL Fredenbeck: Mestrovic; Sumfleth 1, Brassait 5, Schwenke 2, Backofen, Fick 4, Wafdi 1, D. Müller 1, Ritscher 2, Möller 1, Franke 3, Polak 5/2, Richter, Reiners, Heinsohn 2
  • Siebenmeter: VfL 3/2 – TSG 3/2
  • Zeitstrafen: VfL 2 – TSG 3
  • Zuschauer: 750
  • Nächstes Spiel: HC Eintracht Hildesheim-VfL Fredenbeck (So., 27. Sept., 17 Uhr)

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