TFür Lilli von Helldorff geht ein Traum in Erfüllung
Toller Erfolg für Lilli von Helldorff und Nabucco: Das Paar vom Reitverein Zeven startet bei den Europameisterschaften in Le Mans. Foto: von Helldorff
Traumticket gelöst. Lilli von Helldorff vom Reitverein Zeven wurde mit Pony Nabucco für die Ponyreiter EM Ende Juli in Le Mans nominiert. Für die bald 16-Jährige ist es zugleich der letzte große Pony-Auftritt.
Zeven. Als Lilli von Helldorff vom Reitverein Zeven vor rund zwölf Jahren erstmals auf einem Turnier im Sattel eines Ponys saß, gab es diesen einen großen Traum: Sie wollte einmal bei der Europameisterschaft starten. Unzählige Turniere und viele Versuche später hat es praktisch auf der Zielgeraden gerade noch geklappt. Die Reiterin aus Oerel wurde mit ihrem Pony Nabucco für die Europameisterschaft der Ponyreiter nominiert. Die Titelkämpfe finden Ende Juli im französischen Le Mans statt.
EM wird letzter großer Auftritt im Sattel eines Ponys sein
Für Lilli von Helldorff, die in Kürze 16 wird, wird es gleichzeitig der letzte große Auftritt im Sattel eines Ponys sein. Dem Dressursport aber bleibt sie in jedem Fall erhalten. Mit Fürst Rico hat sie mit dem Sieg im Bundesnachwuchschampionat bereits bewiesen, dass sie auch auf dem Pferd im Viereck behaupten kann.
Dass die junge Reiterin ihre Karriere als Ponyreiterin mit einer EM-Teilnahme krönen könnte, zeichnete sich bereits im vergangenen Jahr ab. Unvergessen ist dabei der Derbysieg mit Dobbi Dobsen im vergangenen Jahr, als Lilli einmal mehr ihre reiterlichen Qualitäten unter Beweis stellte und sich auch von großer Kulisse nicht ablenken ließ.
Von Helldorff setzt Erfolgsserie in diesem Jahr fort
Nahezu nahtlos knüpfte sie in diesem Jahr an die Erfolge der letzten Monate an. Beim Hamburger Dressurderby, bei dem sie mit Tropenhitze am Start war, zählte sie erneut zu den Finalisten. Einen wichtigen Erfolg feierte sie zudem bei den Future Champions in Hagen, dem entscheidenden Sichtungsturnier für Le Man. Dort errang sie mit der Mannschaft den Nationenpreis und sicherte sich gleichzeitig die Fahrkarte für Frankreich. Mehr noch: Mit ihrem zweiten Pony, Dijon, bildet sie die erste Reserve. Somit hat sie bei der EM ein weiteres Eisen im Feuer. Zwar reitet sie mit Dijon nicht die Europameisterschaftstour, aber auf einer eigens ausgeschriebenen Tour kann sie mit ihrem zweiten Pony starten.
„Wir sind natürlich überglücklich, dass es am Ende doch noch geklappt hat und der große Traum in Erfüllung gegangen ist. Immerhin waren wir in den letzten drei Jahren Reservereiter für die Euro. Deshalb ist es umso schöner, dass Lilli in diesem Jahr nominiert wurde“, freut sich Mutter und Trainerin Inga von Helldorff. Auf die Frage nach den Erfolgsaussichten hält sich Lillis Coach aber bedeckt. „In den nächsten Wochen gilt es, gesund zu bleiben und gut zu trainieren. Und dann werden wir sehen, wie es in Frankreich läuft“, so Inga von Helldorff.
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