T„Für dieses Spiel kommen sie alle“ – Großenwörden II heiß aufs Kellerduell
Yago von der Lieth spielt seit 2018 für die Herren des TSV Großenwörden. Foto: Berlin
Großenwörden II und Wischhafen III sind die Kellerkinder der untersten Liga. Doch gerade dieses Duell ist ein Saison-Highlight. Stürmer Yago von der Lieth erklärt, warum.
Großenwörden. Zu Jahresbeginn musste das Training beim TSV Großenwörden II häufiger ausfallen, wenn zu viele Spieler abgesagt hatten. Inzwischen hat sich die Situation verbessert. „Der Trend geht nach oben“, sagt Yago von der Lieth. Beim Abschlusstraining am Dienstag waren immerhin acht Spieler dabei. „Ich selbst war nicht da, aber wir konnten ordentlich trainieren. Alle sind heiß.“
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Und zwar auf das Derby: Am Freitag (20 Uhr) gastiert der TSV Großenwörden II beim FC Wischhafen/Dornbusch III im Elbestadion. Letzter gegen Vorletzter - Kellerduell in der 4. Kreisklasse.
Darum ist dieses Duell so brisant
Vor zwei Jahren gewann Großenwörden am letzten Spieltag und verwies den Rivalen auf den letzten Tabellenplatz. In der vergangenen Saison lief es andersherum, auch weil Großenwörden beide Spiele gegen Wischhafen verlor. Das dürfe sich nicht wiederholen, betonten die Großenwördener bereits vor Saisonbeginn.
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Zwar kann sportlich niemand absteigen - tiefer als die 4. Kreisklasse geht es im Stader Herrenfußball nicht. Doch die Bedeutung dieses Spiels ist dennoch groß. „Viele kennen sich untereinander“, erklärt von der Lieth. Er selbst spielte in der Jugend in einer Spielgemeinschaft mit Wischhafen, bevor er im Herrenbereich zum TSV Großenwörden wechselte.
„Wir sind nicht mehr so offen wie ein Scheunentor“
In dieser Saison warten beide Teams noch auf den ersten Sieg. Von der Lieth ist dennoch zuversichtlich: „Wir sind zurzeit etwas besser in Form.“ Während Wischhafen zuletzt deutliche Niederlagen hinnehmen musste (0:6, 0:16 und 0:9 gegen die eigene Zweite), holte Großenwörden kürzlich ein spätes 2:2 gegen Jork II und kletterte auf den vorletzten Platz.

Der TSV Großenwörden II hat sich zuletzt ein spätes Unentschieden erkämpft. Foto: Berlin
„Dass wir in der Tabelle vor Wischhafen stehen, gibt uns extra Ansporn“, sagt von der Lieth. Vor allem defensiv habe sich die Mannschaft stabilisiert. „Wir sind nicht mehr so offen wie ein Scheunentor.“
TSV-Stürmer wartet noch auf erstes Saisontor
Für das Derby rechnet von der Lieth mit einem vollbesetzten Kader. „Für dieses Spiel kommen sie alle - selbst die, die sonst nur zweimal pro Saison da sind“, sagt er mit einem Schmunzeln. Ob er selbst im Tor aushelfen muss oder im Sturm aufläuft, ist noch offen. Sollte er vorne spielen, hat der 25-Jährige ein klares Ziel: sein erstes Saisontor. „Bisher habe ich nur eine Vorlage, aber das wird noch - am besten schon im Derby.“
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Nach dem Abpfiff ist die Rivalität schnell vergessen. „Danach sitzen wir oft noch zusammen“, erzählt von der Lieth. Auch deshalb wird das Spiel gerne auf einen Freitagabend gelegt.
Mehr zum TSV Großenwörden II
Das TAGEBLATT begleitet den TSV Großenwörden II im Rahmen der Serie „Die Unabsteigbaren“ durch die gesamte Saison. Das sind die bisherigen Serienteile:
- Teil 1:Das Schlusslicht in der untersten Spielklasse
- Teil 2:TSV Großenwörden kassiert Mega-Klatsche
- Teil 3: Der Mann mit dem goldenen Puschen
- Teil 4:Tim Lünser und Großenwördens Strafenkatalog
- Teil 5:Jupp Hesses Weg zu mehr Lebensfreude
- Teil 6:Großenwörder Trainer - „Einer muss es ja machen“
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