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Bauarbeiten

TFür knapp eine Million Euro: Carl-Diercke-Haus in Stade wird saniert

Das Carl-Diercke-Haus steht zwischen Bahnhof und Fußgängerzone und ist denkmalgeschützt.

Das Carl-Diercke-Haus steht zwischen Bahnhof und Fußgängerzone und ist denkmalgeschützt. Foto: Stehr

Das denkmalgeschützte Carl-Diercke-Haus in Bahnhofsnähe ist eingerüstet. In den kommenden zwölf Monaten wird hier gebaut. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Von Redaktion Mittwoch, 15.04.2026, 05:50 Uhr

Stade. Das Staatliche Baumanagement Elbe-Weser hat mit der Sanierung des Carl-Diercke-Hauses in der Stader Innenstadt begonnen. Das Gebäude an der Ecke Bahnhofstraße/Salztorswall ist inzwischen fast vollständig eingerüstet. Der Grund sind umfangreiche Feuchtigkeitsschäden im gesamten Gebäude. Außerdem gibt es Schäden an Fugen und Betonbauteilen, die - auch im Außenbereich - eine Verletzungsgefahr darstellen.

Historische Bausubstanz soll erhalten werden

„Mit der Sanierung sichern wir die historische Bausubstanz dieses prägenden Gebäudes und schaffen die Grundlage für eine langfristige Nutzung“, sagte Stefan Müller, Leiter des Staatlichen Baumanagements Elbe-Weser. Bei den Arbeiten habe der Erhalt des denkmalgeschützten Erscheinungsbildes oberste Priorität.

Bei den umfassenden Arbeiten werden insbesondere die Fassade saniert, Putz und Fugen erneuert sowie Fenster ertüchtigt. Zudem wird der Keller mit einer Drainage abgedichtet. Am Dach finden ebenfalls Abdichtungsarbeiten statt. Zusätzlich werde eine teilweise Dachsanierung geprüft, um die Gerüststellung effizient zu nutzen.

Denkmalschutz wird bei den Arbeiten berücksichtigt

Alle Arbeiten erfolgen unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes. Dabei setzt das Staatliche Baumanagement nach eigener Aussage möglichst historische und nachhaltige Materialien ein. Die Sanierung soll voraussichtlich nach zwölf Monaten abgeschlossen sein. Für die Fassadensanierung und Kellerabdichtung sind 960.000 Euro eingeplant.

Das denkmalgeschützte Carl-Diercke-Haus wurde zwischen 1899 und 1901 für das Stader Gymnasium Athenaeum errichtet und wird heute als staatliches Studienseminar genutzt. Hier werden sowohl Grund-, Haupt- und Realschullehrer als auch Lehrkräfte für Gymnasien und berufsbildende Schulen ausgebildet. Benannt ist das Gebäude nach Carl Diercke, der in Stade den bekannten Diercke Schulatlas entwickelte. (les)

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