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Förderprogramm

TGeld aus Hannover für Technik und Kultur von Oldendorf bis Hammah

Kultur in der Scheune, auch in Hammah: Die grüne Scheune neben dem alten Rathaus baut die Gemeinde zu einem Veranstaltungsraum aus. Mit dem Fördergeld kann sie mobile Technik kaufen.

Kultur in der Scheune, auch in Hammah: Die grüne Scheune neben dem alten Rathaus baut die Gemeinde zu einem Veranstaltungsraum aus. Mit dem Fördergeld kann sie mobile Technik kaufen. Foto: Klempow

Das Land gibt Geld für „Zukunftsräume“. Oldendorf-Himmelpforten profitiert davon und investiert in eine Scheune, einen Dorfplatz und damit in die Kultur.

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Von Grit Klempow
Dienstag, 17.03.2026, 08:00 Uhr

Oldendorf-Himmelpforten. Martina Wagner vom Standortmarketing der Samtgemeinde nahm den Förderbescheid in Verden in Empfang. Sie hatte die Bewerbung für Mittel aus dem Landesprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“ forciert. Die Samtgemeinde erhält über drei Jahre die Höchstförderung von insgesamt 300.000 Euro.

Vier Kulturprojekte

Beworben hatte sich die Samtgemeinde mit ihrem Projekt „Kultur und Heimatpflege für allesamt“. Damit hat sie vier Projekte aus dem Kulturbereich zusammengefasst, die jedes für sich kaum Aussicht auf Erfolg gehabt hätten, teilt Martina Wagner mit. Passend zum Leitbild der Allesamt-Gemeinde stieß das Verbindende des übergreifenden Projekts beim zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung in Lüneburg auf offene Ohren.

Allesamt - das soll den Kulturbereich verstärken. „Die Samtgemeinde wird sich um die zentrale Vernetzung der Kultur in allen Teilen der Allesamt-Gemeinde kümmern“, kündigt Martina Wagner an und benennt damit einen der vier Projektpfeiler. „Es soll ein physisches Netzwerk von Kulturschaffenden aufgebaut und begleitet werden.“ Rund 20 Akteure im Kulturbereich gibt es in der Samtgemeinde bereits. Kirchengemeinden, Vereine und Initiativen sollen unter anderem im neuen Netzwerk miteinander ins Gespräch kommen.

Infotafel bewirbt Kultur vor dem Rathaus

Zweiter Projektpfeiler ist die Anschaffung einer digitalen Infotafel. Damit will die Samtgemeinde Kulturangebote für alle zehn Mitgliedsgemeinden bündeln und bewerben. Sie soll noch in diesem Jahr vor dem Rathaus in Himmelpforten aufgestellt werden.

Ebenfalls in diesem Jahr kann die Gemeinde Hammah Technik kaufen: Die grüne Scheune neben dem Alten Rathaus Hammah wird derzeit zu einem Veranstaltungsraum für Kleinkunst und Kultur umgebaut. Dafür kann mit der Förderung Veranstaltungstechnik angeschafft werden. „Es werden soweit möglich mobile Elemente angeschafft, so dass im Sinne des Zusammengehörigkeitsgefühls ein Verleih-Pool aufgebaut werden kann“, so Martina Wagner.

Neuer Dorfplatz in Oldendorf

Der vierte Projektteil: In Oldendorf soll ein Multifunktionsplatz mit klimafreundlicher Begrünung, Blühstreifen und versickerungsfähigem Pflaster entstehen, weil der dortige Platz an der Kirche voraussichtlich langfristig für Open-Air-Veranstaltungen nicht mehr zur Verfügung steht.

Im Nachgang zur Förderzusage kommt ein zusätzliches Projekt hinzu: Das Christkinddorf Himmelpforten soll mit neuer Weihnachtsbeleuchtung standesgemäß ausgestattet werden. Sowohl 2026 als auch im Jahr 2028 gibt es dafür Geld.

Die Kosten belaufen sich für alle Projektteile zusammen auf 394.000 Euro. Über die 300.000 Euro vom Land kann die Samtgemeinde im Projekt frei verfügen.

Land will Lebensqualität fördern

Den Bescheid überreichte Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter in Verden. „Mit dem Programm ‚Zukunftsräume Niedersachsen‘ unterstützen wir gezielt Projekte, mit denen unsere Städte und Gemeinden das Leben in unseren ländlichen Regionen nachhaltig stärken. Ob mit neuen Freizeitangeboten, moderner Jugendarbeit, kulturellen Begegnungsräumen oder klimaangepassten Ideen - aus Fördergeldern wird Lebensqualität“, sagte die Ministerin.

Die Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten profitiert vom Förderprogramm des Landes. Bei der Übergabe des Bescheides (von links): Regionalministerin Melanie Walter, Martina Wagner von der Samtgemeinde und die Landesbeauftragte Karin Beckmann.

Die Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten profitiert vom Förderprogramm des Landes. Bei der Übergabe des Bescheides (von links): Regionalministerin Melanie Walter, Martina Wagner von der Samtgemeinde und die Landesbeauftragte Karin Beckmann. Foto: Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg

An die Allesamt-Gemeinde gerichtet lobte sie den Vernetzungsgedanken des Projekts. Martina Wagner wird als Stabstelle Standortmarketing das Projekt betreuen. „Es bedarf zwar Mut vor Ort, auch mal Projekte anzupacken, die nicht unter den Nägeln brennen. Aber es ist heutzutage so wichtig, den Menschen zu zeigen, dass unsere Gemeinden lebenswert sind. Da darf es dann auch mal kreativ oder eben Kultur- und Heimatpflege für allesamt sein.“

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