TGewerbegebiet mit Surfpark: Bauarbeiten in Stade starten diese Woche
Das Gelände an der K30 im Stader Süden wurde bereits bearbeitet, die Arbeiten ruhen aber. Links im Kreisel geht es über den Hagener Weg nach Dollern. Foto: Martin Elsen
Am Gelände rund um den geplanten Surfpark im Stader Süden tut sich was: Diese Woche nehmen Bauarbeiter das Revier in Beschlag. Was sie vorhaben und was das kostet.
Stade. Nach Einrichtung der Baustelle geht‘s los: Die Baumaßnahmen für die Erschließung des Gewerbe- und Surfparks Stade beginnen. In der öffentlichen Ausschreibung für die Straßen- und Kanalbauarbeiten setzte sich die Firma J.D. Hahn aus Hechthausen mit Betriebsstätte in Stade durch und wird in den kommenden Monaten die Baumaßnahmen durchführen.
Städtische Gesellschaft investiert zwölf Millionen Euro
Grundlage für die Arbeiten ist der Bebauungsplan 500/3 der Stadt Stade. Der Rat hatte ihn am 30. Juni 2025 noch einmal neu beschlossen, nachdem die vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg monierten Passagen der ersten Version geheilt worden waren.
Die Projektentwicklung Stade, eine hundertprozentige Tochter der Stadt, ist Erschließungsträgerin für das Gebiet. Sie hat sowohl den Grunderwerb vorgenommen, in Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen investiert und nun den Erschließungsauftrag erteilt.
Thema der Woche
T Surfpark: Darum herrscht Aqua-Stopp statt Wasser-Spaß im Stader Süden
Lokalpolitik
T Pro und kontra Surfpark: Kontroverse Diskussion in Stade
Insgesamt werden zwölf Millionen Euro in die Entwicklung des Geländes investiert. Das teilt der Geschäftsführer der Projektentwicklung, Thomas Friedrichs, mit. Er war früher der Wirtschaftsförderer der Stadt Stade. Das Gebiet ist gut 16 Hektar groß. Mit Ausnahme der Infrastruktur für die Schmutz- und Regenwasserkanalisation werden sämtliche anfallenden Kosten abgedeckt über Grundstücksverkäufe an die Unternehmen, die sich dort, südlich des Flugplatzes und des Airbuswerkes, ansiedeln wollen.
Betriebe suchen nach Flächen in Stade
Der Bedarf an Gewerbeflächen ist groß, sagt Friedrichs. Das Gelände ist vor allem daher viel diskutiert, weil hier - unter anderem - der Surfpark gebaut werden soll. Gegen den einst verhängten Baustopp gehen jetzt die Investoren vor dem Verwaltungsgericht Stade vor. Sie planen ein Projekt, das einst auf 20 Millionen Euro beziffert wurde.

Wellenreiter auf dem Wasser: So soll der Surfpark in Stade aussehen. Ob und wann der realisiert wird, ist derzeit offen. Foto: Surfgarten
Mit einer zeitnahen Entscheidung des Gerichts wird derzeit in Insiderkreisen gerechnet. Ebenso, dass entweder die Investoren oder der BUND als Gegenspieler in Berufung gehen werden, dann wiederum vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg. Es kann sich also noch hinziehen mit der Realisierung des Surfparks in Stade. Nicht davon betroffen ist das andere Gewerbe, das sich hier ansiedeln könnte. Deswegen laufen jetzt die vorbereitenden Arbeiten.
So heißen die neuen Straßen im Gewerbegebiet
Das wird gebaut: Norderneyer Straße wird der Weg heißen, der durchs Gewerbegebiet führt. Auf einer Gesamtlänge von 350 Metern wird die Verbindung mit beidseitigem und getrenntem Rad- und Gehweg als Haupterschließungsstraße des Gebietes gebaut. Die Norderneyer Straße wird an den Kreisel der K30 angeschlossen, wo auch der Hagener Weg von Dollern aus mündet.
Freizeitvergnügen
T Stader Rat sagt Ja zum Surfpark: Politische Diskussion schlägt hohe Wellen
Gebaut wird auch die Baltrumer Straße mit einer Länge von 250 Metern zur Anbindung der Gewerbegrundstücke mit einseitigem Gehweg. Zum Umfang der Arbeiten gehören gut 4000 Meter Schmutzwasser- und Regenwasserkanäle, ein Pumpwerk und ein Regenrückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von 9200 Kubikmetern.
„Wir schaffen ein innovatives, grünes Gewerbegebiet“
Thomas Friedrichs geht davon aus, dass in dem Gebiet 10 bis 15 Grundstücke an Stader Gewerbebetriebe verkauft werden können, die individuell zugeschnitten werden. „Wir schaffen ein innovatives, nachhaltiges und grünes Gewerbegebiet“, sagt er. Es kämen keine fossilen Energieträger zum Einsatz, der Grünflächenanteil sei hoch. Friedrichs: „Wir setzen auf Photovoltaik und Dachbegrünung.“
Wer Interesse an einem Gewerbegrundstück hat, kann sich ab sofort bei Thomas Friedrichs, 0 41 41/54 10 321 oder friedrichs@projektentwicklung-stade.de, melden.
Und wann kommt der Surfpark? Thomas Friedrichs: „Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Gewerbebetriebe angesiedelt werden können. Und wenn der Surfpark gebaut werden soll, dann ist dieses ohne weiteres möglich.“ Die Investoren hatten bereits vor kurzem auf TAGEBLATT-Nachfrage signalisiert, weiterhin Interesse an der Realisierung des Surfparks zu haben.
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.