TGlückslos für den BSV? Trainer Schlender warnt vor seinem Ex-Club
Heute beim BSV, bis zur vergangenen Saison im Dress des HSV Solingen-Gräfrath: Trainer Jonas Schlender. Foto: Christian Beier (Archiv)
Kann der BSV schon für das Final Four in Stuttgart planen? Für Trainer Jonas Schlender wäre das fahrlässig. Die letzte Hürde kennt er nur zu gut.
Buxtehude. Als die zweite Halbzeit begann, wusste Jonas Schlender bereits vom besonderen Los. „Aber ich hatte nicht den Kopf dafür“, sagt der BSV-Trainer. Seine Mannschaft lag zu diesem Zeitpunkt beim Tabellenführer Borussia Dortmund zurück. Für Schlender hatte das Spiel absolute Priorität.
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In der Halbzeitpause hatte die 145-fache Nationalspielerin Alexandra Popp in Dortmund das Viertelfinale im DHB-Pokal ausgelost. Zuerst zog sie den Buxtehuder SV aus dem Topf, anschließend den Zweitligisten HSV Solingen-Gräfrath.
Der Zweitligist darf zu Hause spielen
Damit kommt es für Schlender zu einem Wiedersehen mit seinem Ex-Club. Bis zur vergangenen Saison hatte er die Solingerinnen trainiert. Nach dem Spiel seien deshalb auch sehr viele Nachrichten auf seinem Handy gewesen, erzählt er.
Als klassentieferes Team hat Solingen Heimrecht. Nach TAGEBLATT-Informationen ist Mittwoch, 18. November, als Spieltermin im Gespräch. Am Wochenende 14./15. November, das eigentlich für das Viertelfinale vorgesehen ist, trifft Solingen in der Liga auf Rostock.
Ein Glückslos für den BSV? „Wir hätten auch Pokalsieger Dortmund erwischen können“, sagt Schlender. Insofern könne man „glücklich“ sein, dass es ein Zweitligist geworden sei. „Wir haben eine realistische Chance, dort zu gewinnen.“
„Es ist kein Geschenk, dort zu spielen“
Doch gerade weil er Solingen so gut kennt, weiß er, wie gefährlich dieser Gegner sein kann. Bereits im Achtelfinale warf der Zweitligist überraschend den Erstligisten TuS Metzingen aus dem Wettbewerb. „Es ist kein Geschenk, in der Klingenhalle zu spielen“, sagt er. „Das Team wird bis in die Fingerspitzen motiviert sein, mich zu ärgern und die Chance auf das Final Four zu wahren.“
Zwei Jahre lang hatte Schlender den HSV Solingen-Gräfrath trainiert. „Für mich war es eine sehr glückliche und erfolgreiche Zeit“, sagt er. „Ich habe dort viel gelernt und mich menschlich weiterentwickelt.“ Einige seiner Spielerinnen schafften in dieser Zeit den Sprung in die Bundesliga - darunter Carina Senel.
Viele Solingerinnen sahen den BSV in Dortmund
Die 29-jährige Kreisläuferin war unter Schlender Kapitänin in Solingen und wechselte bereits in der vergangenen Saison nach Buxtehude. Am Mittwochabend stand sie bei der 23:33-Niederlage in Dortmund auf der Platte - vor den Augen zahlreicher Spielerinnen aus Solingen.
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„Das ist ein Gegner, auf den wir uns zu 120 Prozent konzentrieren müssen“, sagt Schlender. Der Sieger fährt zum Final Four nach Stuttgart (15./16. Mai 2027). Doch aus Sicht des BSV-Trainers wäre es „fahrlässig“, jetzt schon zu buchen.
Das Viertelfinale
- HSV Solingen-Gräfrath - Buxtehuder SV
- VfL Oldenburg - HSG Bensheim/Auerbach
- Borussia Dortmund - Frisch Auf Göppingen
- Füchse Berlin - Thüringer HC
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