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TGrüne und SPD: Ist der Fischmarkt in Stade bald komplett autofrei?

Nicht gerade ein Schmuckstück in der Altstadt: geparkte Autos am Fischmarkt - hier mit Blick auf den alten Holzkran.

Nicht gerade ein Schmuckstück in der Altstadt: geparkte Autos am Fischmarkt - hier mit Blick auf den alten Holzkran. Foto: Strüning

Fußgängerzone statt Verkehr am belebten Fischmarkt: Grüne und SPD im Rat der Stadt wollen das, wagen einen Vorstoß und sagen auch, wie das gelingen kann.

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Von Lars Strüning
Donnerstag, 21.05.2026, 14:42 Uhr

Stade. Elena Brückner von der SPD und die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt, Karin Aval, haben dazu ein Papier ausgearbeitet, in dem konkret steht, wie sich die beiden Fraktionen den autofreien Fischmarkt vorstellen könnten. Das soll demnächst im dafür zuständigen Ausschuss des Rates für Feuerwehr, Sicherheit und Verkehr diskutiert werden.

Der Fischmarkt, so argumentieren die beiden Lokalpolitikerinnen, ist das touristische Juwel der Hansestadt Stade und bildet mit Stadtwaage, Holzkran und Hansehafen das historische Zentrum der Altstadt. Es handele sich um einen identitätsstiftenden Ort für Staderinnen und Stader und sei ein stark frequentierter Anziehungspunkt für Gäste.

So gelingt der autofreie Fischmarkt in der Altstadt

Nicht zuletzt deswegen hat die Stade Marketing und Tourismus GmbH ihre zentrale Anlaufstelle in die alte Stadtwaage am Fischmarkt verlegt. Der Platz, so SPD und Grüne, verdiene „eine Gestaltung, die seiner besonderen Aufenthaltsqualität gerecht wird“.

Nicht gerade ein Schmuckstück in der Altstadt: geparkte Autos am Fischmarkt - hier mit Blick auf den alten Holzkran und Wasser West.

Nicht gerade ein Schmuckstück in der Altstadt: geparkte Autos am Fischmarkt - hier mit Blick auf den alten Holzkran und Wasser West. Foto: Strüning

Autos beeinträchtigten sowohl Atmosphäre als auch Sicherheit „in diesem sensiblen Bereich“. Deswegen jetzt dieser Vorstoß für einen autofreien Fischmarkt. Aber wie soll das gehen?

Versenkbare Poller sollen es richten, so wie es sie schon teilweise im Stadtzentrum gibt. Sie könnten auch gut in das Sicherheitskonzept der Stadt einfließen, um die Menschen in der City gerade bei größeren Veranstaltungen besser zu schützen. Die Poller steuerten die Zufahrt zu Straßen und Plätzen und schützten belebte Bereiche, so wie es in der Salz- und der Burgstraße schon umgesetzt wurde.

Ausnahmen für Lieferanten und Anlieger möglich machen

Die Fraktionen denken dabei auch an den Lieferverkehr und sprechen von einer „differenzierten Steuerung des Verkehrs“, so dass Lieferanten für Geschäfte und Gastronomie zu bestimmten Zeiten Zufahrt zu den Kunden hätten. Das sei im Vorfeld von der Stadtverwaltung mit den ansässigen Betrieben abzustimmen.

Gemütlich schlendern am Wasser Ost ganz ohne Autos? Das könnte bald Realität werden.

Gemütlich schlendern am Wasser Ost ganz ohne Autos? Das könnte bald Realität werden. Foto: Strüning

Rettungs- und Einsatzwege blieben zudem „jederzeit gewährleistet“. Bei besonderen Fällen sollten unbürokratische Einzelfallregelungen greifen. Das gelte auch für Umzüge oder dringenden Handwerkerbesuch.

Weniger Verkehr - geringeres Unfallrisiko

Die Ausweisung als Fußgängerzone, so Aval und Brückner, schaffe eine eindeutige und rechtssichere Grundlage für die Verkehrsregelung. Weniger motorisierter Verkehr senke das Unfallrisiko, stärke die Aufenthaltsqualität und den Tourismus und verbessere das städtebauliche Gesamtbild.

Weiterer Vorteil: Die technischen Voraussetzungen für die Verkehrsregelung mit Pollern seien vorhanden, der technische Aufwand für die Installation halte sich in Grenzen. Die neue Regelung zur Ausweitung der Fußgängerzone über die Hökerstraße hinaus soll nach einem Jahr evaluiert, also überprüft werden.

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