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Handball-Regionalliga

THSG Stade/Fredenbeck nach durchwachsener Saison vor Neuausrichtung

Die HSG Stade/Fredenbeck wird sich zur neuen Saison neu ausrichten.

Die HSG Stade/Fredenbeck wird sich zur neuen Saison neu ausrichten. Foto: Struwe (Archiv, nomo)

Die HSG Stade/Fredenbeck war als Achter Mittelmaß. Die Bilanz von Hajo Klintworth, Koordinator von Jugend- bis Frauen, und Ex-Trainer Alexander Mirkens - plus Neuausrichtung.

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Von Jörg Potreck
Dienstag, 05.05.2026, 20:05 Uhr

Stade. Dass Alexander Mirkens lediglich bis zum Ende dieser Saison für Aleksandra Malmon-Osuch (Babypause) einspringen sollte, war vorab klar. Ein hauptverantwortliches Traineramt für eine Mannschaft sei mit drei noch kleinen Kindern und aus beruflichen Gründen für Mirkens auf Dauer nicht zu stemmen.

Der neue Trainer kommt aus dieser Region: Martin Hug trainierte von 2006 bis 2012 die Bundesliga-Handballerinnen der SGH Rosengarten-Buchholz. Später saß der 62-Jährige zusammen mit dem Fredenbecker Trainer, Matthias Steinkamp, bei den Herren des TV Fischbek auf der Trainerbank und kehrte schließlich bis zur Saison 2024/25 zurück zu den Luchsen.

„Das ist eine vielversprechende Neuverpflichtung“, sagt Klintworth. Im Juni wird der neue Trainer das Team übernehmen. Auch zwei neue Spielerinnen sollen demnächst präsentiert werden, damit es sportlich in der kommenden Saison besser läuft.

Plötzlicher Abstiegskampf - guter Endspurt

Zu Beginn des Jahres startete die HSG ausgerechnet nach den Spielen gegen die Hunte-Aue Löwen, Oyten, Arsten und Hollenstedt mit nur 1:7 Punkten. Das war besonders bitter, weil diese Mannschaften in der unteren Tabellenhälfte platziert und somit „eigentlich schlagbar“ waren.

Da lange nicht klar war, wie viele Mannschaften absteigen, befand sich die HSG plötzlich selbst im Abstiegskampf. Umso beachtlicher war daher der Endspurt, in dem es in den letzten sechs Begegnungen (davon vier Auswärtsspiele) gegen vier Top-Teams ging.

Auch das Verletzungspech und die parallel gelaufenen Spiele der A-Jugend oder der zweiten Mannschaft schwächten den Kader der ersten Damen. Aus der zweiten Mannschaft gab es daher nur in einigen Spielen Unterstützung. Lisa Prior, Julia Wichern und Lena-Marie Müller wurden reaktiviert.

In der Zukunft muss es die Jugend reißen

„Am Ende haben wir aber auch gezeigt, dass wir selbst ohne dieses Trio etwas reißen können“, sagt Mirkens. Gerade Lena Heinemann, Lea Mance und Anna Brassat hätten Verantwortung übernommen, stark abgeliefert und sich toll entwickelt. Mirkens geht zurück nach Horneburg (das TAGEBLATT berichtete).

„Ein kleines bisschen Wehmut schwingt natürlich mit, da ich lange in Fredenbeck/Stade aktiv gewesen bin. Aber ich freue mich auch darauf, in Zukunft wieder mit dem Fahrrad zur Halle fahren zu können“, sagt er. Auch Juline Euhus, Talea Ehlers und Martha Scharsitzki gaben ihren Abschied bekannt. Letztere hat ihre Entscheidung jedoch noch nicht endgültig getroffen. „Vielleicht bleibt sie doch noch dabei“, hofft Klintworth.

In Zukunft wird man weiterhin auf den eigenen Nachwuchs setzen. „Um langfristig und nachhaltig etwas Neues und Gutes entstehen zu lassen, ist es genau der richtige Weg“, so Mirkens. Man müsse dem nur Zeit geben und etwas geduldig sein. Bereits in der Hinrunde der anstehenden Saison werde man konstantere Leistungen sehen.

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