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Ausblick

THandball-Jugendbundesliga: Der Deutsche Meister hat ein völlig neues Gesicht

Nora Lange und die neuformierte A-Jugend des Buxtehuder SV wollen zumindest wieder in die Meisterrunde.

Nora Lange und die neuformierte A-Jugend des Buxtehuder SV wollen zumindest wieder in die Meisterrunde. Foto: Potreck

Insgesamt sechs Mannschaften aus dem Landkreis Stade gehen diese Saison in den Handball-Jugendbundesligen an den Start. Das können Fans von den Talentschmieden erwarten.

Von Rasmus Ott 09.09.2026, 08:05 Uhr

Buxtehuder SV: Die Gejagten müssen sich neu finden

Als amtierender deutscher Meister startet die weibliche A-Jugend des BSV mit einem nahezu komplett neuem Team. Fast die gesamte erste Sieben des Final Four ist inzwischen im Erwachsenenbereich oder in anderen Vereinen. „Das ist ein riesiger Umbruch“, sagt Trainer Marc Hünerbein.

Die A-Jugend des BSV hat sich als Deutscher Meister in das Goldene Buch der Stadt Buxtehude eingetragen.

Die A-Jugend des BSV hat sich als Deutscher Meister in das Goldene Buch der Stadt Buxtehude eingetragen. Foto: Hansestadt Buxtehude (nomo)

Mit Spielerinnen aus der eigenen B-Jugend, sowie mit Nora Lange, Ella Gelhausen oder Lilia Berchter wurde der Kader neu aufgestellt. Der dritte Platz beim Mohr-Sports-Cup zeigte dennoch defensive Baustellen.

Für den BSV ist die Meisterrunde dennoch das klare Ziel. Die Vorrundengruppe mit Bad Schwartau oder Handewitt versprechen enge Spiele. Verletzungen von Siri Kuhnert, Mija Unbehaun und Enna Thöming sorgen für Fragezeichen.

Derby gegen die JSG

Besonders spannend wird das Derby gegen Fredenbeck. Im Vorjahr war das Duell vor großer Kulisse ein Highlight. „Wir wollen diese Derbys gewinnen“, sagt Hünerbein.

So jubelte die Buxtehuder A-Jugend über den Einzug ins Final Four in der vergangenen Saison.

So jubelte die Buxtehuder A-Jugend über den Einzug ins Final Four in der vergangenen Saison. Foto: Jürgen Wittholt/BSV (nomo)

Gleichzeitig muss seine neu zusammengestellte Mannschaft in die Rolle des Gejagten hineinwachsen. „Wir müssen mit dem Druck umgehen können.“ Den erneuten Titelgewinn fordert er nicht. Vielmehr gehe es darum, die Mannschaft zu entwickeln und Talente zu formen.

B-Juniorinnen: Neu formiert, aber voller Potenzial

Auch die B-Jugend geht mit fast komplett neuer Mannschaft in die Saison. Jugendkoordinatorin Sabrina Krawczak übernimmt die Mannschaft. Durch Schule und Ferien stießen Neuzugänge erst spät dazu – die gemeinsame Vorbereitung war kurz. Platz zwei beim Talente-Cup in Berlin macht dennoch Mut.

Der BSV will schneller und offener als im Vorjahr spielen. Das Tempo soll als Waffe dienen.

Das Ziel ist die Meisterrunde. Gleichzeitig steht die Entwicklung der Spielerinnen im Mittelpunkt. Einige Spielerinnen sieht Krawczak mit Perspektive in der A-Jugend. Mit gemeinsamen Training soll der Übergang erleichtert werden. „Die Entwicklung ist das A und O.“

JSG Fredenbeck/Stade/Harsefeld: Nervenstark in die Saison

Die weibliche A-Jugend der JSG bewies in der Qualifikation Nervenstärke. „Wir werden nicht mehr so schnell nervös“, sagt Trainerin Sylvana Zasendorf. Dennoch gibt es in der Abwehr und bei der Chancenverwertung noch Arbeit. Als Gastgeber belegten sie den fünften Platz beim diesjährigen Mohr-Sports-Cup.

Lena Lazovic von der JSG Fredenbeck/Stade/Harsefeld.

Lena Lazovic von der JSG Fredenbeck/Stade/Harsefeld. Foto: Potreck

Zasendorf will in die Meisterrunde und sieht Handewitt als einen Favoriten. Besonders fiebert die JSG dem Derby entgegen. Vergangene Saison verloren sie gegen den amtierenden Meister in letzter Sekunde. „Dieses Jahr werden die Karten neu gemischt“, so Zasendorf optimistisch.

B-Juniorinnen: Zwischen zwei Herzensvereinen

Für Natascha Kotenko ist die JSG mehr als eine Station. „Fredenbeck ist mein Verein geworden, aber der BSV bleibt für immer mein Verein“, so die frühere Buxtehuder Spielerin und Trainerin. In Fredenbeck geht sie nun in ihre vierte Saison, mit Morten Christensen als Trainerduo.

Wille und Kampfgeist zählen, Spielerinnen sollen Spielpraxis sammeln, sich entwickeln und den Spaß am Handball behalten. Die Mannschaft lebt vom Zusammenhalt und der Bereitschaft „120 Prozent Gas zu geben“.

Das erste Saisonspiel verlor die JSG mit 33:38 gegen den SC Germania List.

Besonders wird für Kotenko das Spiel in Buxtehude. Dort trainierte sie einst die weibliche D-Jugend. Damalige Spielerinnen stehen nun auf der Gegenseite. „Es ist wie nach Hause zu kommen.“

VfL Horneburg: Mit jungen Kräften zum Klassenerhalt

Mit Malte Oellrich (Tor) und Leevi Todt (Kreisläufer) sind nur zwei Spieler des Vorjahres in der A-Jugend geblieben. B-Jugendliche und Neuzugänge sollen den VfL in der Bundesliga halten. „Wir haben die Qualität dafür“, sagt Trainer Stefan Hagedorn.

Rückraumspieler Matts von Riegen fällt nach schwerer Knieverletzung die gesamte Saison aus. „Ein Déjà-vu wie letztes Jahr.“ Nun müssen andere Spieler Verantwortung übernehmen.

Carsten Brinkmann sei ebenfalls ein elementarer Teil des Teams. Er übernimmt das Kraft- und Torwarttraining. Beide ergänzen sich laut Hagedorn „ideal“.

Ihr gemeinsames Ziel bleibt der „Hornberger Weg“: Talente entwickeln, fördern und sie für den Herrenbereich vorbereiten. „Es liegt an uns, die Jungs jetzt besser zu machen“.

B-Junioren: Mit Tempo und Biss in die Bundesliga

„Wir haben eine ganze Menge an guten Jungs“, sagt Christoph Hagedorn. Horneburg möchte sich nicht verstecken. Möglichst viele Spiele sollen gewonnen werden, die Meisterrunde wäre ein großer Erfolg.

Gemeinsam mit Dennis Klingebiel und Josua Schleßelmann setzt Hagedorn auf eine bissige Abwehr und schnelles Umschalten. Die Neuzugänge bringen dabei frische Impulse: „Jeder der neuen Spieler kann der Mannschaft etwas geben, was wir so noch nicht hatten.“

In der ausgeglichenen Staffel entscheidet häufig die Tagesform. Für Hagedorn zählt dabei mehr als die Tabelle: „Wir wollen jeden Spieler besser machen.“

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