THorneburg und Beckdorf vor dem Derby: Ein Mutmacher - ein Einbruch
Theo Bode war vier Mal erfolgreich. Die Horneburger gaben sich gegen den Favoriten nicht auf. Foto: Potreck (Archiv)
SV Beckdorf und VfL Horneburg hatten schwierige Heimspiele gegen Favoriten. Für beide eine Generalprobe vor dem nun anstehenden Kreisderby - diese gelang nur einem Team.
Landkreis. VfL Horneburg – TV Bissendorf -Holte 25:30.
Das Spiel begann in hohem Tempo. Auf Seiten des VfL Horneburg mit Fehlern, die der Meisterschafts- und Aufstiegsaspirant TV Bissendorf-Holte konsequent nutzte (4:1, 5.). Trainer Stefan Hagedorn nahm seine erste Auszeit. Doch die Gäste verteidigten ihre Führung.
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Der Horneburger Angriff geriet immer wieder ins Zeitspiel, rannte sich in der Bissendorfer Abwehr fest. Die Horneburger Abwehr stand zu tief und blieb zu passiv. Der TV Bissendorf-Holte verteidigte seine Führung, ohne sich absetzen zu können (5:8, 15.; 9:12, 25.). In den Schlussminuten der ersten Halbzeit stabilisierte sich die Horneburger Abwehr. Luis Prochaska im Tor zeigt einige schöne Paraden. Mit 12:13 ging es in die Halbzeitpause.
In der zweiten Halbzeit veränderte sich das Spiel
Horneburg verteidigte jetzt höher, der TV Bissendorf-Holte spielte kontrollierter. Trotzdem blieb das Spiel auf beiden Seiten fehleranfällig. Mitte der zweiten Halbzeit hatte der VfL Horneburg seine stärkste Phase, kämpfte sich bis auf ein Tor heran (19:20, 43.). Ausgleich und Führung gelangen jedoch nicht.
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„Wir machen noch zu viele einfache Fehler,“ monierte Trainer Hagedorn nach Spielschluss. Der TV Bissendorf-Holte ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Einmal mehr setzte sich in der Schlussphase des Spiels die physisch stärkere Mannschaft durch. Trainer Stefan Hagedorn versuchte es mit dem siebten Feldspieler (53. Min., 22:25), doch der TV Bissendorf-Holte verteidigte seine Führung zum 25:30-Auswärtssieg routiniert.“ Die waren einfach abgebrühter“, so Hagedorn.
Tore: Bode 4, Dittmer 2, Mauel 3, Schmidt 1, Peyke 5/5, Brümmer-Herz 4, Coordes 5, Seichter 1

Die Beckdorfer, hier Tim Fock, brachen in der zweiten Halbzeit ein. Foto: Klein (nomo)
SV Beckdorf – SF Söhre 26:38.
Der Drittliga-Absteiger und Meisterschaftsfavorit SF Söhre zeigte gegen den SV Beckdorf von Beginn an, dass er nicht gewillt war, in Beckdorf Punkte zu lassen. Mit schnellen Angriffen überrollte er die Beckdorfer (1:3, 5.; 3:6, 10.). Wie schon zuletzt führten technische Fehler im Beckdorfer Angriff zu Söhrer Torgelegenheiten.

Leo Klein traf vier Mal. Foto: Klein (nomo)
Beim 3:8 in der 11. Minute nahm Trainer Robert Frahm seine erste Auszeit. Es folgte die stärkste Phase im Beckdorfer Spiel. Vor allem Joscha Jolitz traf im Alleingang, der SV Beckdorf verkürzte, beim 12:13 durch Leon Petersen hatte der SV Beckdorf den Anschluss geschafft. Eine Zeitstrafe beim Spielstand von 15:16 (28.) drehte das Spiel aber gegen die Beckdorfer. Erneute Fehler im Angriff nutzten die Söhrer zur 15:18-Halbzeitführung.Trotz allem, der SV Beckdorf spielte mit und hielt das Spiel offen.
Dann gibt der Gastgeber das Spiel aus der Hand
Die zweite Halbzeit begann mit einer Reihe von Ballverlusten des SVB, die die SF Söhre konzentriert und kaltschnäuzig nutzten. Mit einem Halbzeit übergreifenden 7:0-Lauf setzten sich die Gäste auf 15:23 (35.) ab. Der SV Beckdorf gab sich sichtbar auf, spielte fahrig und unkonzentriert.
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Trainer Frahm zeigt sich ratlos. „Wir reden ständig darüber.“ Er hoffe, die Spieler sehen sich ihr Spiel im Video an. Einzelaktionen von Leonard Klein, Jannik Müller und Kristers Plume konnten dem Spiel keine Wende mehr geben. Die SF Söhre nutze die weiterhin zahlreichen technischen Fehler der Beckdorfer zum 26:38-Sieg gnadenlos aus.
Tore: Friedrich 2, Witte 1, Klein 4, Müller 1, Petersen 3, Fürste 2, Fock 2, Plume 3, Jolitz 5, Ratfeld 3
Was bedeutet das für das anstehende Derby?
In der Theaterwelt gilt es als ausgemacht, dass vor einer gelungenen Premiere eine misslungene Generalprobe steht. So gesehen dürfen die Handballer des SV Beckdorf hoffen. Voraussetzung dürfte jedoch sein, dass der Beckdorfer „Mindset“ generalüberholt wird.
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Mit der gegen die SF Söhre gezeigten Einstellung dürfte beim VfL Horneburg kein Blumentopf zu gewinnen sein. Eher eine saftige Abreibung.
Die Horneburger, ersatzgeschwächt, zeigten auch gegen den Favoriten aus Bissendorf Kampf und zogen ihr Konzept bis zur letzten Minute durch, ließen sich von Fehlern nicht entmutigen. Sie sind so klarer Favorit im anstehenden Derby.
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