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Vogel des Jahres

TImmer mehr Rebhühner im Landkreis Stade: Woher kommt dieser Erfolg?

Rebhühner werden durch die Jagd auf Prädatoren geschützt.

Rebhühner werden durch die Jagd auf Prädatoren geschützt. Foto: Nabu / Hermann-Hirsch

Ein Jahr lang war das Rebhuhn der Vogel des Jahres. Nun zeigen die Zahlen aus dem Landkreis Stade einen positiven Trend. Dazu trugen besonders Reviere auf der Geest bei.

Von Redaktion 07.10.2026, 10:50 Uhr

Landkreis. Seit fast einem Jahr steht das Rebhuhn als Vogel des Jahres 2026 im Fokus der Öffentlichkeit. Im Oktober wird sein Nachfolger gewählt. Daher wirft die Jägerschaft des Landkreises Stade nun einen Blick auf die stark gefährdete Feldvogelart - und darauf, wie wichtig die Aufmerksamkeit des vergangenen Jahres für das Rebhuhn war.

Mehr Rebhühner dank Schutzprojekten

Für den Landkreis Stade vermeldet die Jägerschaft erfreuliche Nachrichten: Hier zeigen Erfassungen und Beobachtungen in mehreren Revieren eine positive Bestandsentwicklung. Im Rahmen des jährlich durchgeführten Monitorings wurden im Frühjahr 2026 im Landkreis Stade 506 Rebhuhnpaare erfasst. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr, mit 437 Paaren, eine Zunahme von 15 Prozent.

Ein Erfolg, der laut Jägerschaft besonders auf den Revieren der Samtgemeinden Fredenbeck, Oldendorf, Harsefeld und Apensen basieren. Durch die Rebhuhnschutzprojekte der Jägerschaft Stade seien dort stabil wachsende Vorkommen seit den Projektlaufzeiten festgestellt worden.

Ein Rebhuhn sitzt in einem Gehege des Zoologischen Gartens Wilhelma.

Ein Rebhuhn sitzt in einem Gehege des Zoologischen Gartens Wilhelma. Foto: Sina Schuldt/dpa

In Kutenholz etwa stieg auf einer Fläche von 1000 Hektar die Zahl der Rebhühner von ursprünglich 43 im Jahr 2022 auf 94 in diesem Jahr. „Nach Jahrzehnten des Rückgangs ist dies ein erfreuliches Zeichen und zeigt, dass die zahlreichen Bemühungen zum Erhalt und zur Verbesserung der Lebensräume Wirkung entfalten“, heißt es seitens der Jägerschaft.

Das Monitoring der Rebhuhnbestände erfolgt durch ehrenamtlich engagierte Jägerinnen und Jäger, die in den frühen Morgen- und Abendstunden festgelegte Beobachtungsstrecken erfassen. „Das Rebhuhn steht stellvertretend für die Artenvielfalt in unserer Feldflur. Dass die Bestände im Landkreis Stade mit den Artenschutzprojekten der Stader Jägerschaft zunehmen, ist ein Erfolg der gemeinsamen Anstrengungen vieler Beteiligter“, erklärt der Vorsitzende der Jägerschaft Stade, Jens Hariefeld.

Früher ein vertrauter Anblick: Heute ein seltener Gast

Veränderungen in der Landnutzung, der Rückgang strukturreicher Feldrandbereiche sowie ein geringeres Nahrungsangebot haben zu erheblichen Bestandsverlusten geführt. Heute gilt die Art als wichtiger Indikator für den Zustand der Kulturlandschaft: Wo sich das Rebhuhn wohlfühlt, profitieren in der Regel auch zahlreiche andere Vogelarten, Insekten und Niederwildarten.

Im Landkreis Stade haben sich Jägerinnen und Jäger gemeinsam mit Landwirten, Grundeigentümern, dem Naturschutzamt des Landkreises und weiteren Partnern für die Verbesserung der Lebensbedingungen eingesetzt. Blühstreifen, Brachen, Ackerrandstrukturen und andere Rückzugsflächen schaffen Nahrung und Deckung für das Rebhuhn und viele weitere Arten.

„Die Entwicklung zeigt, dass Natur- und Artenschutz vor Ort gelingen kann, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Das Rebhuhn hat als Vogel des Jahres bundesweit Aufmerksamkeit erhalten. Diese Aufmerksamkeit sollte auch über das Jahr 2026 hinaus genutzt werden, um die biologische Vielfalt unserer Agrarlandschaft weiter zu fördern“, so Kreisjägermeister Axel Schuldt.

Mit Blick auf die bevorstehende Kür des nächsten Vogels des Jahres im Oktober sieht die Jägerschaft Stade das Rebhuhn weiterhin als bedeutenden Botschafter für den Arten- und Biotopschutz. Die Jägerschaft sieht sich durch die Monitoring-Ergebnisse in ihrem Engagement bestätigt und will die Bestandserfassungen sowie die Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung auch künftig konsequent fortführen.

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